


Texas in den 50er Jahren: Der jüngste Spross von Verna Sawyer (Lili Taylor) wird wegen des Mordes an der Tochter des örtlichen Sheriffs Hal Hartmann (Stephen Dorff) in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Zehn Jahre später kann er jedoch mit drei sadistischen Insassen fliehen. Die junge Krankenschwester Lizzy (Vanessa Grasse) nehmen sie als Geisel und schon bald heftet sich Sheriff Hartmann an ihre Fersen, der auf Rache aus ist. Ein Roadtrip in Richtung Hölle beginnt, der eine furchtbare Blutspur des Grauens hinterlässt. Der Junge Sawyer verwandelt sich somit zu dem Monster, das man bald unter dem Namen „Leatherface“ kennen wird.
Originaltitel: Leatherface
Regie: Alexandre Bustillo, Julien Maury.
Drehbuch: Seth M. Sherwood.
Darsteller: Stephen Dorff (Blade), Lili Taylor (Das Geisterschloss), Sam Strike (Timeless), Vanessa Grasse (Astral), Finn Jones (Game of Thrones), Sam Coleman, Jessica Madsen, James Bloor.
Genre: Thriller / Horror.
Land: USA
FSK: SPIO/JK
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 7.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Entfernte Szenen (alternativer Anfang, alternatives Ende und mehr…)*, Making of Featurette*, Promo-Featurette*, Hinter den Kulissen, Trailershow zu “Leatherface”, “The Texas Chainsaw Massacre” und “The Texas Chainsaw Massacre 2”. Die Blu-ray enthält außerdem 96 Minuten Interviews mit Cast & Crew und kommt somit auf eine Bonuslaufzeit von 164 Minuten.
Vertrieb: Turbine Classics GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Eine Vorgeschichte zu einer der bekanntesten Horrorikonen überhaupt zu erzählen, ist keine leichte Aufgabe. Genau daran scheiden sich bei Leatherface bis heute die Geister. Viele Fans der The Texas Chain Saw Massacre-Reihe waren nach der Veröffentlichung enttäuscht, andere wiederum schätzen den Film gerade dafür, dass er nicht sofort die bekannten Zutaten serviert. Tatsächlich benötigt man etwas Geduld, denn wer von Beginn an den typischen Texas Chainsaw Massacre-Flair, die Kettensäge und den ikonischen Killer erwartet, wird zunächst auf eine harte Probe gestellt. Die Regisseure Alexandre Bustillo und Julien Maury verfolgen bewusst einen anderen Ansatz und konzentrieren sich zunächst stärker auf die Entstehungsgeschichte hinter der Legende.
Stattdessen bekommt man einen düsteren Roadtrip durch eine Welt voller Wahnsinn, Gewalt und moralischem Verfall präsentiert. Und genau hier spielt der Film seine größten Stärken aus. Die Inszenierung spart nicht mit brutalen und teilweise ausgesprochen sadistischen Szenen, die selbst erfahrenen Horrorfans einiges abverlangen können. Dabei entsteht immer wieder eine unangenehme Spannung, die teilweise regelrecht nervenaufreibend wirkt. Gerade weil man lange nicht genau weiß, welche Richtung die Geschichte letztlich einschlagen wird, entwickelt der Film eine gewisse Eigendynamik, die ihn von vielen anderen Genrebeiträgen abhebt.
Natürlich bedient sich die Handlung auch bekannter Motive. Die Idee eines von seiner Familie und insbesondere von seiner Mutter geprägten zukünftigen Killers erinnert unweigerlich an Figuren wie Norman Bates oder Jason Voorhees. Hier wirkt manches durchaus etwas klischeehaft und nicht jede Entscheidung der Autoren überzeugt vollständig. Auch die Tatsache, dass der eigentliche Leatherface-Aspekt erst relativ spät stärker in den Vordergrund rückt, dürfte nicht jedem Zuschauer gefallen.
Dennoch besitzt der Film etwas, das vielen modernen Horrorproduktionen fehlt: den Mut, sein Publikum bewusst auf eine falsche Fährte zu locken. Besonders zwei größere Wendungen sorgen dafür, dass man die Geschichte plötzlich mit ganz anderen Augen betrachtet. Ohne zu viel zu verraten, gehören diese Überraschungen zweifellos zu den stärksten Momenten des Films und verleihen ihm rückblickend deutlich mehr Substanz, als man zunächst vermuten würde. Gerade diese Einfälle lassen Leatherface wesentlich interessanter erscheinen, als viele Kritiker ihm zugestehen.
Auch die Besetzung kann sich sehen lassen. Stephen Dorff verleiht seiner Rolle die nötige Härte und Präsenz, während die übrigen Darsteller das düstere und hoffnungslose Szenario glaubwürdig tragen. Unterstützt wird dies von einer schmutzigen, trostlosen Atmosphäre, die immer wieder an die unangenehme Rohheit des Originalklassikers erinnert. Am Ende bleibt Leatherface ein Film, der sicherlich nicht jeden Fan der Reihe zufriedenstellen wird. Wer ausschließlich auf den klassischen Kettensägenwahnsinn wartet, muss Geduld mitbringen. Wer sich jedoch auf die Geschichte einlässt, bekommt einen brutalen, teilweise verstörenden und überraschend clever aufgebauten Horrorfilm geboten, der mit einigen starken Wendungen und reichlich Härte punktet. Für Hartgesottene und Fans des düsteren Horrorfilms ist diese Vorgeschichte definitiv einen Blick wert.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Details sind bemerkenswert, sehr fein und sehr sauber. Eine glasklare Schärfe, dazu ein sehr kräftiger Schwarzwert, passend sind der düstere Kontrast und die Farbwiedergabe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Auch wenn der Klang mehr als sauber daher kommt, oft bekommt man den Eindruck die deutschen Dialoge und Synchronstimmen sind doch etwas zu leise und bewegen sich leicht im Hintergrund. An Dynamik mangelt es der Tonqualität aber nicht, vor allem wenn es richtig fies blutig wird dann ist das Geschreie selbst beim Zuschauer ganz groß. Mit Atmosphäre und guten Soundeffekten.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Fast drei Stunden zusätzliches Bonusmaterial von denen allerdings nur die alternativen und geschnittenen Szenen am meisten interessant erscheinen. Der Rest ist eher als Standardmaterial zu betrachten. Richtig Schick hingegen ist das beiliegende Booklet aus dickem Papier der Steelbook, mit vielen interessant-geschriebenen Informationen zu allen TCM-Filmen und mehr.
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Erzählt die Vorgeschichte zu der Original-Film-Reihe die 1974 begann. The Texas Chainsaw Massacre – Blutgericht in Texas, Texas Chainsaw Massacre 2, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre 3, Texas Chainsaw Massacre: Die Rückkehr und Texas Chainsaw 3D. Aber nicht zu der Neuverfilmung mit Jessica Biel aus dem Jahr 2003 und dessen Fortsetzung.
Wendecover: Ja! Steelbook hat kein Wendecover und auch kein Aufkleber. FSK-Logo-frei!
EAN: 4260294857551
VÖ-Kauf: 19. Dezember 2017
www.tubrine.de