


Die gefährlichsten Outlaws, vereint in der legendären James-Younger Gang, halten den Wilden Westen in Atem. Sie rauben Züge, Banken und Postkutschen aus. Doch die Pinkerton Detektive sind ihnen dicht auf den Fersen, mit dem Ziel, die Outlaws zur Strecke zu bringen – lieber tot als lebendig. Die Bande hat nur eine Chance, indem sie weiterhin unerschütterlich zusammenhalten. Doch die Verfolgungsjagd hinterlässt ihre Spuren… Machtspiele und Verrat besiegeln bald das Ende eines Mythos.
Originaltitel: The Long Riders
Regie: Walter Hill.
Drehbuch: Bill Bryden, Steven Smith, Stacy Keach, James Keach.
Darsteller: David Carradine (Kill Bill), Keith Carradine (Deadwood), Robert Carradine (Popstar auf Umwegen), Dennis Quaid (The Day After Tomorrow), Randy Quaid (Nicht noch ein Teenie-Film), James Keach, Stacy Keach, Nicholas Guest, Christopher Guest, Pamela Reed.
Genre: Western / Action
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 100 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 2.0, DTS-HD 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Bildergalerie, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Black Hill Pictures / WVG Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wenn von den großen Western von Walter Hill die Rede ist, fallen meist zuerst andere Titel. Dennoch besitzt The Long Riders bis heute einen ganz eigenen Reiz und gehört zu den interessanteren Vertretern des modernen Westernkinos der frühen 1980er Jahre. Besonders bemerkenswert ist dabei die Besetzungsidee: Für die berühmten Brüderpaare der historischen Outlaws wurden tatsächlich Schauspieler engagiert, die auch im wirklichen Leben Brüder sind. So stehen unter anderem James Keach und Stacy Keach, die Carradines sowie die Quaids gemeinsam vor der Kamera. Allein dieser Einfall verleiht dem Film eine ungewöhnliche Authentizität.
Die Geschichte rund um die berüchtigte James-Younger-Bande basiert lose auf historischen Ereignissen und erzählt vom Aufstieg und Fall der legendären Gesetzlosen. Dabei verzichtet Hill weitgehend auf romantische Verklärung. Seine Outlaws sind weder strahlende Helden noch reine Schurken, sondern Menschen, die zunehmend an ihrer eigenen Lebensweise zerbrechen. Leider gelingt es dem Film nicht immer, diese Geschichte flüssig zu erzählen. Viele Szenen wirken aus heutiger Sicht etwas sprunghaft und abgehackt, als würden wichtige Verbindungen zwischen einzelnen Ereignissen fehlen. Dadurch entsteht gelegentlich der Eindruck, dass die Handlung mehr beobachtet als tatsächlich erzählt wird.
Hinzu kommt eine deutsche Synchronisation, die für unfreiwillige Schmunzler sorgen kann. Wer genau hinsieht, wird mehrfach bemerken, dass Dialogzeilen eingefügt wurden, obwohl sich die Münder der Figuren überhaupt nicht bewegen. Solche Eigenheiten waren bei älteren Synchronfassungen zwar nicht völlig ungewöhnlich, fallen hier aber besonders auf und sorgen immer wieder für irritierende Momente. Gerade bei einem ansonsten eher ernst angelegten Western kann das den Zuschauer kurzfristig aus der Atmosphäre reißen.
Doch wo der Film seine größten Stärken ausspielt, ist bei der Inszenierung seiner Gewalt- und Actionszenen. Walter Hill beweist hier einmal mehr sein Gespür für physische Wucht und Dynamik. Die Schießereien besitzen Gewicht, die Überfälle wirken gefährlich und die berühmte Darstellung der blutigen Northfield-Schlacht gehört noch heute zu den eindrucksvollsten Sequenzen des Films. Für einen Western aus dem Jahr 1980 überrascht The Long Riders dabei mit einer erstaunlichen Härte. Es fließt reichlich Blut und die Gewalt wird deutlich direkter dargestellt, als man es von vielen älteren Genrevertretern gewohnt ist.
Auch visuell überzeugt der Film immer wieder. Die Landschaftsaufnahmen, die staubigen Schauplätze und die raue Atmosphäre vermitteln ein glaubwürdiges Bild des amerikanischen Westens nach dem Bürgerkrieg. Man merkt deutlich, dass Hill weniger an Legendenbildung interessiert ist als an einer nüchternen Betrachtung seiner Figuren. Dadurch entsteht ein Western, der zwar nicht die Eleganz oder Geschlossenheit seiner besten Arbeiten erreicht, aber dennoch viele interessante Ansätze bietet.
The Long Riders gehört vielleicht nicht zu den ganz großen Meisterwerken von Walter Hill und weist erzählerisch einige Schwächen auf. Doch die außergewöhnliche Besetzung, die starke Atmosphäre und vor allem die hervorragend inszenierten Actionsequenzen sorgen dafür, dass der Film auch heute noch sehenswert bleibt. Gerade Westernfreunde und Fans des Regisseurs dürften hier einiges entdecken, das den etwas holprigen Erzählfluss mehr als ausgleicht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Uncut Version auf Blu-ray präsentiert sich mit sauberen Details, einen ausreichend guten Kontrast und ebenfalls guten Farben. Für den Klassiker ist das sehr ordentlich!
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Gutes Gleichgewicht zwischen den Dialogen und den Actionszenen. Zufrieden stellend sauber abgemischt und mit jeder Menge Dynamik. Nur einen Raumklang sollte man nicht erwarten.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Standardextras, sonst weiter nichts!
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Uncut und ab 16 Jahren freigegeben.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4250148713980
VÖ-Kauf: 26. Januar 2018
www.blackhillpictures.de