


Der Anwalt Derek Cho hat einen miserablen Tag: Zuerst schmeißt ihn sein Arbeitgeber völlig ungerechtfertigt raus, da Kollegen ihm einen Fehler untergeschoben haben. Und noch bevor er die Firma verlassen kann, wird das gesamte Gebäude unter Quarantäne gestellt, da ein mysteriöser Virus ausgebrochen ist, der sich rasend schnell verbreitet. Dieser bewirkt, dass die Betroffenen völlig hemmungslos ihren niedersten Instinkten folgen. Schon bald herrscht im gesamten Gebäude blutiges Chaos. Jeder kämpft gegen jeden. Ebenfalls mit dem Virus infiziert macht sich Cho bis unter die Zähne mit allem bewaffnet, was er im Büro finden kann, auf den Weg in die oberste Chefetage, um die Bosse zur Rede zur stellen. Doch es geht jetzt nicht mehr nur um seinen Job – er kämpft vor allem ums nackte Überleben…
Originaltitel: Mayhem
Regie: Joe Lynch.
Drehbuch: Mathias Caruso.
Darsteller: Steven Yeun (okja), Samara Weaving (The Babysitter), Steven Brand (The Scorpion King), Caroline Chikezie (Eragon), Kerry Fox, Dallas Roberts, Mark Frost, Claire Dellamar.
Genre: Action / Thriller
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 88 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: —
Extras: Trailershow.
Vertrieb: OneGate Media GmbH.
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Der ganz normale Büroalltag kann einem manchmal schon den letzten Nerv rauben. Vorgesetzte, Kollegen, Meetings und endlose Flure – genau dort setzt Mayhem an und dreht den Wahnsinn kurzerhand bis zum Anschlag auf. Was passiert, wenn plötzlich niemand mehr seine Aggressionen unterdrücken muss? Genau diese herrlich böse Frage beantwortet Joe Lynch mit einer gehörigen Portion Blut, schwarzem Humor und jeder Menge eskalierender Gewalt.
Der Vergleich mit The Belko Experiment liegt zwar nahe, doch Mayhem schlägt einen deutlich anderen Ton an. Hier zwingt kein perfides Spiel zum Töten, sondern ein Virus legt sämtliche Hemmungen lahm. Wichtig dabei: Zombies sucht man vergeblich. Stattdessen handeln die Figuren völlig enthemmt, geben ihren tiefsten Impulsen nach und verwandeln den Bürokomplex in ein einziges Schlachtfeld.
Genau darin liegt auch die größte Stärke des Films. Joe Lynch nimmt seine blutige Ausgangsidee nie übermäßig ernst. Zwischen fliegenden Fäusten, improvisierten Waffen und reichlich Splatter blitzen immer wieder herrlich trockene und bissige Gags auf. Der Humor funktioniert überraschend gut, weil er die Absurdität des modernen Arbeitslebens gnadenlos überspitzt. Jeder, der schon einmal einen frustrierenden Bürotag erlebt hat, dürfte sich bei manchen Szenen mit einem schadenfrohen Grinsen ertappen.
Auch die Besetzung scheint sichtlich Spaß an diesem Wahnsinn gehabt zu haben. Besonders Steven Yeun und Samara Weaving harmonieren hervorragend miteinander und tragen den Film mit einer spürbaren Spielfreude. Beide schaffen den Balanceakt zwischen Action, Komödie und überzogenem Chaos mühelos und verleihen ihren Figuren genau die richtige Mischung aus Sympathie und Wahnsinn.
Die Actionszenen sind temporeich inszeniert und erfreuen Genrefans mit einer ordentlichen Portion handgemachter Härte. Blut fließt reichlich, ohne dabei jemals den Spaßfaktor aus den Augen zu verlieren. Gerade diese Mischung aus brutaler Gewalt und augenzwinkernder Selbstironie macht Mayhem zu einer ungewöhnlich kurzweiligen Genreunterhaltung.
Natürlich verfolgt der Film keine tiefgründige Geschichte. Das muss er auch gar nicht. Seine Stärke liegt vielmehr darin, den alltäglichen Frust vieler Arbeitnehmer in ein völlig überdrehtes Szenario zu verwandeln, bei dem man sich immer wieder denkt: So würde der eine oder andere Arbeitstag vermutlich aussehen, wenn plötzlich sämtliche Regeln außer Kraft gesetzt wären.
Mayhem ist damit ein herrlich blutiger Büro-Amoklauf mit satirischem Einschlag, der seine verrückte Idee konsequent auskostet und dabei nie den Spaß an der Eskalation verliert. Unterhaltsam, rasant, schwarzhumorig und herrlich überzogen – genau das Richtige für alle, die sich nach einem besonders stressigen Arbeitstag einfach einmal vorstellen möchten, wie befreiend hemmungslose Bürorevolutionen sein könnten.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine heller Kontrast, eine sehr klare Schärfe mit guten Details und knallige Farben. Da kann man nicht knauserig sein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Keine Ahnung warum Studio Hamburg Enterprises seine Filme auf High Definition Blu-ray Disc immer nur mit Dolby Digital 5.1 verseht und nicht mit DTS? Doch auch wenn nur DD, klare Dialoge und eine sehr gute und saubere Dynamik sind gegeben. Nur wenige räumliche Akzente kommen hier durch.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Keine zusätzlichen Extras zum Film vorhanden. Schade!
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912870994
VÖ-Kauf: 29. März 2018
www.onegate.de