


Um sich für eine neue Reality-Show zu bewerben, wollen drei Freunde ein aufregendes Bewerbungsvideo drehen. Sie planen einen Tauchgang auf dem offenen Meer. Die Digitalkamera immer dabei, lassen sie sich von dem Reiseleiter in einen Käfig ins Wasser absetzen. Das Ziel: umherschwimmende Haie vor die Linse zu bekommen. Plötzlich wird das Schiff von einer riesigen Welle erfasst und geht unter. Die Freunde schaffen es gerade noch, sich aus dem sinkenden Käfig zu befreien. Doch ohne jeglichen Schutz werden die Haie für die Gruppe zu einer echten Gefahr!
Originaltitel: Cage Dive
Regie: Gerald Rascionato.
Drehbuch: Gerald Rascionato.
Darsteller: Joel Hogan, Josh Potthoff, Megan Peta Hill, Pete Valley, Mark Fell, Christopher Callen.
Genre: Thriller/Found-Footage
Land: Australien
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 80 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch, niederländisch.
Extras: Behind the Scenes, Trailer.
Vertrieb: Splendid Film / WVG
Filmbewertung: 1 von 5 Filmklappen.
Found-Footage lebt von einer einzigen Voraussetzung: Man muss dem Gezeigten zumindest für einen Moment glauben können. Genau daran scheitert Open Water – Cage Dive bereits nach wenigen Minuten. Der Film versucht, ähnlich wie einst The Blair Witch Project, den Eindruck echten Bildmaterials zu erzeugen. Nur funktioniert diese Illusion hier zu keinem Zeitpunkt.
Statt Authentizität entsteht schnell der Eindruck einer bemühten Dokumentation, deren verwackelte Bilder und improvisiert wirkenden Szenen niemals vergessen lassen, dass hier ein Spielfilm entstehen wollte. Je länger der Film dauert, desto deutlicher treten die Schwächen hervor. Die Darsteller wirken überfordert, viele Reaktionen erscheinen gekünstelt und statt Mitgefühl entsteht zunehmend Gleichgültigkeit.
Dabei besitzt die Ausgangsidee durchaus Potenzial. Haie, ein Tauchkäfig und das offene Meer reichen eigentlich aus, um einen packenden Überlebensthriller entstehen zu lassen. Cage Dive macht daraus jedoch einen zähen Survivalfilm, der sich mit jeder weiteren Minute mehr im Kreis dreht. Aus Nervenkitzel wird Nervosität – allerdings aus den falschen Gründen.
Der Vergleich innerhalb der Reihe fällt entsprechend ernüchternd aus. Open Water überraschte damals mit einer einfachen, aber wirkungsvollen Idee und gehörte zu den positiven Überraschungen seines Genres. Der zweite Teil war zwar reichlich unglaubwürdig und nicht selten ziemlich dämlich, besaß aber immerhin noch einen gewissen Unterhaltungswert. Cage Dive setzt diese Entwicklung leider konsequent fort – allerdings in die falsche Richtung. Am Ende bleibt ein Found-Footage-Film, der weder glaubwürdig noch spannend wirkt und dessen Figuren mehr Geduld kosten als die Haie Gefahr ausstrahlen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Reihe nach diesem Ausflug endgültig wieder in ruhigere Gewässer zurückkehrt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Trotz verschiedener Aufnahmenstile bekommt man hier ein gutes Bild zu sehen. Eine klare Schärfe, gute Farben und einer heller Kontrast.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Überzeugend beim Klang sind die Meeresgeräusche und die klar verständlichen Dialogen. Wirklich räumlich oder anders atmosphärisch ist das Ganze leider nicht.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Ein Ausschnitt von den Dreharbeiten, so lieblos und aufregend schlecht wie alles andere hier.
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 4013549091466
VÖ-Kauf: 27. Oktober 2017
www.splendid-entertainment.de