


James träumt von einer Schauspielkarriere und hält sich als Fahrer für einen Taxi-Share-Anbieter in L.A. über Wasser. Sein erster Fahrgast an diesem Abend ist die attraktive Jessica, die er zu einer Party bringt. Nur ungern lässt er die Schöne wieder aussteigen, doch sein nächster Passagier wartet schon. Es ist der charismatische Bruno, der nicht nur mit Geld um sich wirft, sondern James auch dazu überredet, zurückzufahren und Jessica zu einer wilden Fahrt durch die Stadt einzuladen. Tatsächlich stimmt Jessica zu, doch kaum hat sich das Trio auf den Weg gemacht, zieht Bruno eine Waffe und offenbart, was er unter Spaß versteht. Für James und Jessica beginnt eine Fahrt in die Hölle.
Originaltitel: Ride
Regie: Jeremy Ungar.
Drehbuch: Jeremy Ungar.
Darsteller: Bella Thorne (Scream: Die Serie), Jessie T. Usher (Independence Day: Wiederkehr), Will Brill (Not Fade Away).
Genre: Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 76 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Weltkino Filmverleih / LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Film kann mit seinem ersten Eindruck bereits alles verspielen – oder Hoffnungen wecken, die er anschließend kaum noch erfüllen kann. Ride entscheidet sich für Letzteres. Schon der Vorspann besitzt Stil, erzeugt Neugier und vermittelt das Gefühl, hier könnte sich ein kleiner, eleganter Thriller entfalten, der weniger über große Schauwerte als über Atmosphäre funktioniert. Genau diese Erwartung trägt den Zuschauer in die ersten Minuten hinein. Doch kaum ist der eigentliche Motor der Handlung gestartet, fährt der Film auf erstaunlich vertrauten Straßen weiter. Fast jede Entwicklung lässt sich früh erahnen und vieles wirkt, als hätte man es in ähnlicher Form bereits mehrfach gesehen. Das ist umso bedauerlicher, weil der Film immer wieder erkennen lässt, dass durchaus bessere Ideen unter der Oberfläche schlummern. Immer dann, wenn man glaubt, nun würde sich die Geschichte aus ihren gewohnten Bahnen lösen, tritt sie wieder auf die Bremse.
Die wenigen Wendungen ändern daran leider kaum etwas. Sie kommen zwar zum richtigen Zeitpunkt, hinterlassen jedoch nicht den Nachhall, den ein Thriller dieser Art eigentlich benötigt. Statt Aha-Momente entstehen eher beiläufige Erkenntnisse, die den Verlauf kaum verändern und dem Geschehen keine neue Dynamik verleihen. Gerade deshalb wirkt Ride wie ein Film, der ständig kurz davor steht, interessanter zu werden, diesen entscheidenden Schritt aber nie wagt. Handwerklich gibt es dagegen wenig zu beanstanden. Jeremy Ungar inszeniert sicher, der Look besitzt Qualität und die kompakte Laufzeit von lediglich 75 Minuten verhindert, dass sich das Ganze unnötig in die Länge zieht. Langeweile kommt deshalb kaum auf – echte Begeisterung allerdings ebenso wenig.
Fast schon augenzwinkernd verweist der Film außerdem auf Drive. Ein Vergleich, der allerdings mutiger ist, als es dem Ergebnis guttut. Denn wo Nicolas Winding Refns Kultfilm aus Stille, Bildern und Atmosphäre etwas Eigenständiges erschafft, bleibt Ride letztlich zu sehr in vertrauten Mustern gefangen. Die Eleganz wird angedeutet, erreicht ihr Vorbild jedoch nie. Am Ende bleibt ein Thriller zurück, der ordentlich aussieht, professionell umgesetzt wurde und durchaus Potenzial erkennen lässt. Nur reicht Potenzial allein eben selten aus. Man verfolgt die Geschichte ohne Mühe bis zum Schluss, verlässt sie anschließend jedoch auch wieder, ohne dass sie lange im Gedächtnis nachhallt. Gerade das ist wohl die größte Enttäuschung – denn aus dieser Ausgangsidee hätte deutlich mehr entstehen können.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine kräftige Farbwiedergabe die passend daher kommt, sehr feine Details bei Schärfe und Auflösung und ein ausgezeichneter Kontrast. Bildtechnisch kann mehr als zufrieden sein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier stechen besonders die Dialoge hervor, doch auch die Soundeffekte wie die vielen Details beim Auto und das wenige Drumherum wissen sich stimmig einzusetzen.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Absolut enttäuschendes Bonusmaterial das lediglich nur aus den Trailer zum Film besteht.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 29. März 2019.