


Einige Jahre nachdem ein fürchterlicher Virus ausbrach und einen Großteil der Menschheit in blutdürstige Zombies verwandelt hat, finden Wissenschaftler endlich ein Gegenmittel gegen die Seuche. Senan (Sam Keeley) wird geheilt: Er darf nach Hause zurückkehren und zieht zu seiner Schwägerin Abbie (Ellen Page) und ihrem kleinen Sohn. Doch nicht alle Geheilten werden mit offenen Armen empfangen. Viele der überlebenden Menschen können den ehemals Infizierten ihre grausamen Taten nicht verzeihen. Die Gesellschaft spaltet sich in Nicht-Infizierte, Infizierte und Geheilte, und die fragile neue Welt wird erneut ins Chaos gestürzt…
Originaltitel: The Cured
Regie: David Freyne.
Drehbuch: David Freyne.
Darsteller: Ellen Page (Inception), Sam Keeley (Im Herzen der See), Tom Vaughan-Lawlor, Stuart Graham, Paula Malcomson, Natalia Kostrzewa, Hilda Fay, Sarah Kinlen, Judy Donovan.
Genre: Drama / Horror
Land: Irland
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 95 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, niederländisch
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Splendid Film / WVG
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Was passiert eigentlich nach der Apokalypse? Nicht nachdem die letzte Stadt gefallen ist und auch nicht während die Zombies noch durch die Straßen ziehen, sondern danach. Wenn plötzlich ein Heilmittel existiert und diejenigen, die einst selbst zu Monstern geworden sind, wieder unter den Menschen leben sollen. Genau hier setzt The Cured an und macht etwas, das im Zombiefilm erstaunlich selten vorkommt: Der Film interessiert sich nicht nur für die Untoten, sondern für das Leben, das nach ihnen weitergehen muss. Die geheilten Menschen sind keine unbeschriebenen Blätter. Sie wissen, was sie als Zombies getan haben. Sie erinnern sich an ihre Taten und müssen nun mit genau diesem Wissen weiterleben. Schuld, Scham und die Frage nach der eigenen Verantwortung werden dadurch zu einem wesentlichen Bestandteil der Geschichte. Aus den ehemaligen Zombies werden Menschen, die nicht einfach wieder zur Normalität zurückkehren können, weil sie ihre Vergangenheit ständig mit sich herumtragen. Allein dieser Ansatz verleiht dem Film eine ungewöhnlich interessante Perspektive. David Freyne nutzt diese Ausgangslage für einen spannenden und atmosphärisch inszenierten Film, der deutlich mehr sein möchte als eine weitere Runde Untoten-Action. Das starke Drehbuch legt seinen Fokus auf die Konsequenzen der Heilung und darauf, wie eine Gesellschaft mit Menschen umgeht, die zwar wieder gesund sind, deren Vergangenheit aber niemand vergessen kann. Dadurch entstehen Konflikte, die nicht nur aus der Bedrohung durch die Krankheit entstehen, sondern mitten aus der menschlichen Gesellschaft heraus.
Auch die Besetzung trägt entscheidend dazu bei. Die Darsteller verleihen den Figuren genügend Tiefe, um ihre inneren Konflikte glaubwürdig wirken zu lassen. Gerade weil The Cured seine Figuren nicht einfach als Helden und Monster aufteilt, funktioniert das Drama so gut. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Opfer, Täter, Schuld und Vergebung – und genau darin liegt eine der größten Stärken des Films. Atmosphärisch ist das Ganze ebenfalls gelungen. Der Film erzeugt eine bedrückende Stimmung, ohne sich ausschließlich auf klassische Zombiefilm-Mittel zu verlassen. Die eigentliche Unruhe entsteht vielmehr aus dem Gedanken, dass die Katastrophe zwar vorbei sein könnte, ihre Folgen aber längst nicht verschwunden sind. Die Heilung beseitigt den Virus – nicht automatisch die Angst, die Erinnerungen oder das Misstrauen. Nur beim Ende nimmt sich The Cured leider etwas von seiner eigenen Stärke. Nach einem interessanten und spannenden Verlauf wird schließlich eine Entwicklung eingeschlagen, die sich bereits vorher erahnen lässt. Gerade bei einem Film, der zuvor so viele interessante Fragen aufwirft, hätte man sich hier etwas mehr Mut gewünscht. Das vorhersehbare Ende wirkt dadurch wie ein kleiner Schritt zurück. Trotzdem bleibt The Cured eine interessante Abwechslung innerhalb des Zombiegenres. Endlich geht es einmal nicht nur darum, wie man die Untoten aufhält, sondern darum, was geschieht, wenn sie plötzlich wieder Menschen sind. Ein spannender Film mit starkem Drehbuch, erstklassiger Besetzung und einer gelungenen Atmosphäre – nur das vorhersehbare Finale verhindert, dass aus der guten Idee ein wirklich außergewöhnliches Zombiedrama wird.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Satter Schwarzwert bei allen dunklen Szenen, ein stimmig passender Kontrast, feine Details und eine glasklare Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Wenn auch überwiegend dialoglastig, atmsphärisch ein eindringlicher Klang mit einer beklemmenden Räumlichkeit. Unheimlich und am Ende ordentlich dynamisch.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial besteht nur aus den Trailer zum Film. Hier mehr als schade!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Mai 2018.
www.splendid-entertainment.de