


Die USA stehen kurz vor ihrem Untergang. Politische Konflikte, Krankheiten, Armut und Überbevölkerung sorgen für Ressourcenknappheit und die Regierung sieht nur einen Ausweg: alles Leben im Staatsgebiet mit Gift auszulöschen. Die wenigen Überlebenden schließen sich in Stämmen zusammen, denen jedes Mittel recht ist, um ihr Territorium zu verteidigen. Um dieser brutalen, post-apokalyptischen Welt zu entkommen, brechen Nina (Kate Bosworth, „Superman Returns“) und Mark (Tyler Hoechlin, „Everybody Wants Some!!“) zu einer verzweifelten Reise quer durch die Terrains der rivalisierenden Gruppen auf. Schnell beginnt ein Kampf um Leben und Tod…
Originaltitel: The Domestics
Regie: Mike P. Nelson.
Drehbuch: Mike P. Nelson.
Darsteller: Kate Bosworth (Superman Returns), Tyler Hoechlin (Teen Wolf), Lance Reddick (Fringe), Sonoya Mizuno, Kaden Washington Lewis, Jacinte Blankenship, David Dastmalchian.
Genre: Horror / Sci-Fi / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 95 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Behind the Scenes, Deleted Scenes, Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: New KSM Cinema / KSM GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die Katastrophe ist bereits vorbei. Keine langen Erklärungen, keine ausufernde Vorgeschichte und kein minutenlanges Erzählen darüber, wie die Welt eigentlich untergegangen ist. The Domestics wirft sein Publikum stattdessen direkt in das Leben danach – und genau das ist eine der klügsten Entscheidungen von Mike P. Nelson. Der Film vertraut darauf, dass der Zuschauer selbst versteht, was hier passiert sein muss, und erspart sich damit jene langen Erklärungen, die einer solchen Geschichte schnell den Atem nehmen würden. Was danach kommt, ist eine Reise durch eine Welt, in der Normalität längst ein Fremdwort geworden ist. Immer wieder durchziehen bizarre und verstörende Momente die Handlung und sorgen dafür, dass man nie genau weiß, was hinter der nächsten Ecke wartet. Gerade diese Unberechenbarkeit verleiht The Domestics seinen besonderen Reiz. Der Film muss nicht ständig mit großen Effekten um Aufmerksamkeit kämpfen, weil bereits die Welt selbst unangenehm genug geworden ist. Zwischen den Ruinen der Zivilisation lauern Situationen, die teilweise grotesk, teilweise verstörend und immer wieder überraschend ausfallen.
Ganz frei von Schwächen bleibt dieses Endzeit-Szenario allerdings nicht. Die Charaktere bleiben häufig zu oberflächlich, wodurch manche Entwicklungen emotional weniger Wirkung entfalten, als sie eigentlich könnten. Hinzu kommen einige Durststrecken, in denen die Spannungsschraube deutlich lockerer sitzt. Gerade weil der Film ansonsten von seiner Unberechenbarkeit lebt, fallen diese ruhigeren Passagen umso stärker auf. Man wartet dann ein wenig darauf, dass die Geschichte wieder ihren eigenen Wahnsinn entfaltet. Doch sobald The Domestics wieder in seine bizarre Welt eintaucht, ist die Aufmerksamkeit schnell zurück. Das Unvorhersehbare bleibt seine größte Stärke. Man kann nicht ständig abschätzen, wohin die Reise geht, und genau dieses Gefühl macht den Film spannender, als es seine teilweise einfachen Charakterzeichnungen zunächst vermuten lassen. Die Katastrophe selbst interessiert den Film dabei weniger als die Frage, was aus den Menschen geworden ist, nachdem sämtliche Regeln verschwunden sind. The Domestics ist deshalb kein perfektes Endzeitdrama, aber eines mit einer bemerkenswert eigenen Stimmung. Die Entscheidung, die Katastrophe nicht ausführlich zu erklären, sondern einfach weiterzuleben, funktioniert hervorragend. Oberflächliche Figuren und einige Durststrecken bremsen den Film zwar aus, doch seine bizarren Einfälle und seine Unberechenbarkeit gleichen vieles wieder aus. Ein kleiner Endzeit-Geheimtipp für alle, die lieber nicht wissen möchten, was hinter der nächsten Tür wartet. Denn bei den Domestics kann genau das ziemlich verstörend werden.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 24. Januar 2019.