


London im Jahr 1880. Im heruntergekommenen Bezirk Limehouse treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der auf besonders brutale Art vorgeht. An den Tatorten hinterlässt er mit dem Blut seiner Opfer geschriebene Botschaften, die in lateinischer Sprache verfasst sind. Die Taten sind derart grausam, dass viele Menschen annehmen, sie wären von einem mystischen Wesen verübt worden: dem Golem, einer aus Lehm geformten Kreatur der jüdischen Literatur. Inspektor John Kildare (Bill Nighy) soll den Fall lösen und dafür sorgen, dass wieder Ruhe unter der Bevölkerung einkehrt. Seine Ermittlungen führen ihn in den Dunstkreis des schillernden Dan Leno (Douglas Booth), der eine in Limehouse äußerst beliebte Music Hall leitet. Außerdem stellt sich ihm die Frage, wie Lenos Schauspiel-Kollegin Elizabeth Cree (Olivia Cooke), die ihren Mann vergiftet haben soll, in die Vorfälle verwickelt sein könnte. Als er auf eine heiße Spur stößt, wird der Ermittler selbst immer tiefer in den spektakulären Fall verwickelt…
Originaltitel: The Limehouse Golem
Regie: Juan Carlos Medina.
Drehbuch: Jane Goldman.
Darsteller: Douglas Booth (LOL), Olivia Cooke (Bates Motel), Bill Nighy (Tatsächlich Liebe), Sam Reid (2:22), Maria Valverde, Daniel Mays, Peter Sullivan, Michael Jenn, Adam Brown, Paul Ritter.
Genre: Horror / Thriller
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 114 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: B-Roll, Interviews, Trailer.
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Düstere Gassen, alte Gemäuer und eine Atmosphäre, die schon auf den ersten Blick nach Mord und Geheimnissen schreit: The Limehouse Golem entwickelt eine wunderbar unheimliche Stimmung und verbindet Krimi und Thriller mit leichten Slasher-Elementen. Juan Carlos Medina inszeniert dabei kein klassisches Horrorspektakel, sondern lässt seine Geschichte zunächst langsam und mit einer gewissen Bedächtigkeit entstehen. Genau diese Ruhe braucht der Film allerdings auch, denn er muss seine Welt erst aufbauen, bevor er wirklich an Fahrt gewinnt. Besonders stimmig zeigt sich die Ausstattung. Die Kostüme und Kulissen verleihen dem Film eine überzeugende historische Atmosphäre und machen London zu einer düsteren Bühne für das mörderische Geschehen. Alles wirkt sorgfältig aufeinander abgestimmt und unterstützt den Eindruck eines alten, beinahe morbiden Kriminalfalls. Gerade visuell besitzt The Limehouse Golem dadurch eine Qualität, die weit über das hinausgeht, was man von einem gewöhnlichen Thriller erwarten würde. Inhaltlich bewegt sich der Film irgendwo zwischen einem klassischen Sherlock-Holmes-Krimi und der düsteren Faszination um Jack the Ripper. Die Suche nach einem brutalen Mörder wird dabei mit einer angenehmen Portion Gänsehaut verbunden, ohne dass der Film seine Kriminalgeschichte vollständig zugunsten des Horrors aufgibt. Die Mischung funktioniert erstaunlich gut, auch wenn sich die Handlung gerade in der ersten Hälfte etwas Zeit lässt. Einige Längen lassen sich deshalb nicht übersehen.
Die Besetzung trägt das Geschehen ebenfalls zuverlässig. Die Darsteller passen gut in dieses historische Szenario und geben dem Film die nötige Glaubwürdigkeit, damit sich die Geschichte trotz ihrer teilweise sehr düsteren Elemente nicht in bloßer Schau verliert. Dazu kommt eine solide Wendung zum Ende, die dem bereits aufgebauten Rätsel noch einmal eine interessante Richtung gibt. The Limehouse Golem braucht seine Zeit, bevor das mörderische Spiel richtig in Gang kommt. Wer diese Geduld mitbringt, wird dafür mit einem fesselnden Mix aus Kriminalfilm, Thriller und etwas Slasher-Horror belohnt. Die ausgezeichnete Ausstattung, die dichte Atmosphäre und das düstere Londoner Szenario sorgen dabei für reichlich Gänsehaut. Zum Ende hin findet der Film schließlich genau die Spannung und Konsequenz, die man sich zuvor stellenweise noch gewünscht hätte.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Gestochen klare Bilder, selbst bei sehr dunklen Szenen sind die Details sehr schön. Der Schwarzwert zeigt sich satt, die Farben sind dem Stil des Films angepasst, kühl und düster und die Auflösung sind mehr als fein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Atmosphärisch gut mit Gänsehauteffekt, dynamisch bei den Dialogen. Lediglich der Score könnte viel energischer sein. Dafür ist die Atmosphäre sehr lebendig. Sauber!
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Standardextras ohne interessante Einblicke.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Mit Bezug auf wahren Begebenheiten.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: –
VÖ-Kauf: 30. Dezember 2017
www.concorde-movie-lounge.de/