


Mads Justesen soll die polizeilichen Ermittlungen eines Todesfalles in der Nähe des Windparks übernehmen. Auch wenn es zunächst so aussieht, glaubt er nicht an einen Unfall. Und je tiefer Mads gräbt, desto verdächtiger erscheint ihm der schnell expandierende Energiekonzern Energreen. Er wittert illegale Insidergeschäfte und gerät in einen Morast zwielichtiger Transaktionen.
Zusammen mit den Kollegen vom Dezernat für Finanzkriminalität verbeißt er sich regelrecht in den Fall. Dort lernt er eine goldene Regel: Nur wer mit langem Atem der komplizierten Spur des Geldes folgt, kann am Ende vielleicht jenen Verschwörern das Handwerk legen, die mit ihren Machenschaften munter den nächsten Börsen-Tsunami provozieren.
Originaltitel: Bedrag
Regie: Soren Balle, Jannik Johansen, Mads Kamp Thulstrup.
Drehbuch: Thomas Bo Larsen, Natalie Madueno, Esben Smed Jensen, Thomas Hwan, Line Kruse, Lucas Hansen, Julie Grundtvig Wester, Claes Ljungmark.
Genre: Krimi / Drama / Thriller / Serie
Land: Dänemark.
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 582 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Dänisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: —
Extras: Keine.
Vertrieb: Edel Germany GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Es gibt Serien, die ihre Zuschauer mit Verfolgungsjagden, Schießereien oder ständig neuen Cliffhangern fesseln. Und dann gibt es Bedrag. Eine Serie, die etwas viel Unangenehmeres macht: Sie lässt einen den Menschen nicht trauen. Kaum beginnt die erste Staffel, zieht sie einen in ein Geflecht aus wirtschaftlichen Interessen, Machtspielen und persönlichen Motiven hinein. Dabei wirkt zunächst alles erstaunlich überschaubar. Doch je tiefer man eintaucht, desto deutlicher wird, wie eng die einzelnen Fäden miteinander verwoben sind. Nicht kompliziert um der Komplexität willen, sondern so, wie es das echte Leben oft selbst ist. Das Bemerkenswerte dabei: Die Serie erzeugt ihren Sog nicht durch große Spannung. Tatsächlich gibt es überraschend wenige klassische Thrillermomente. Die Frage ist deshalb fast unvermeidlich: Ist das ein Nachteil? Überhaupt nicht.
Denn die eigentliche Spannung entsteht aus etwas anderem. Aus dem ständigen Misstrauen. Aus dem Gefühl, dass hinter jedem freundlichen Lächeln ein Kalkül stecken könnte. Dass jede Entscheidung einen Preis hat. Und dass Moral in der Geschäftswelt oft nur solange existiert, wie sie profitabel ist. Gerade dadurch entwickelt die Serie eine fast schon beunruhigende Glaubwürdigkeit. Nichts wirkt künstlich dramatisiert. Vielmehr entsteht der Eindruck, als würde man einen Blick hinter Türen werfen dürfen, die normalerweise verschlossen bleiben. Das macht viele Szenen erschreckender als jede Verfolgungsjagd. Die Figuren tragen einen großen Teil dazu bei. Sympathien werden hier nicht großzügig verteilt. Stattdessen begegnet man Menschen mit Fehlern, Schwächen, Ambitionen und fragwürdigen Entscheidungen. Genau deshalb wirken sie so authentisch.
Dabei vergisst die Serie nie ihre kriminalistischen und thrillerhaften Elemente. Sie sind vorhanden, drängen sich aber nie in den Vordergrund. Vielmehr dienen sie als Motor einer Geschichte, die sich vor allem für Macht, Geld und die Schattenseiten menschlicher Gier interessiert. Follow the Money ist deshalb keine Serie, die durch permanentes Adrenalin begeistert. Sie überzeugt durch ihre Intelligenz, ihre Glaubwürdigkeit und die unangenehme Erkenntnis, dass vieles von dem, was hier gezeigt wird, vermutlich gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Eine verflucht gute Serie, die weniger auf Spannung als auf Misstrauen setzt – und genau deshalb so fesselnd ist. Das ist mehr als interessant. Es ist erschreckend faszinierend.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast wirkt etwas plastisch und gekünstelt grell, darunter leider der Schwarzwert. Mit der klaren Schärfe kann man aber durchaus zufrieden sein. Standard!
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Setzt auf die Dialoge und diese erklingen zwar klar verständlich aber doch etwas zu leise. Ansonsten werden nur sehr wenige weitere Soundakzente gesetzt. TV-Niveau!
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Kein zusätzliches Bonusmaterial vorhanden. Schade!
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr!
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. April 2018
www.edel.com