


Troms, Norwegen 1943. Jan Baalsrud (Thomas Gullestad) ist einer von insgesamt 12 Saboteuren, die von den Deutschen gefasst werden. 11 von ihnen werden verhört, gefoltert und getötet. Nur Baalsrud entkommt: Schwer verletzt, klatschnass und mit nur wenigen Hundert Metern Vorsprung rennt er in den gnadenlosen Winter Nordnorwegens. Ihm dicht auf den Fersen die Gestapo unter Führung des brutalen Kommandanten Kurt Stage (Jonathan Rhys Meyers). Baalsrud weiß, ohne die Hilfe und den Mut all jener Landsleute, denen er auf seiner Flucht begegnet, ist sein Schicksal besiegelt…
Originaltitel: Den 12. mann
Regie: Harald Zwart.
Drehbuch: Petter Skavlan.
Darsteller: Thomas Gullestad (Tomme tonner), Jonathan Rhys Meyers (Die Tudors), Marie Blokhus, Mads Sjogard Pettersen, Vegar Hoel, Hakon T. Nielsen.
Genre: Thriller / Krieg / Drama / History
Land: Norwegen.
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 92 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Norwegisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Behind the Scenes, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Constantin Film / Highlight
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wahre Überlebensgeschichten üben seit jeher eine besondere Faszination aus. Mit The 12th Man – Kampf ums Überleben verfilmte Harald Zwart die außergewöhnliche Flucht des norwegischen Widerstandskämpfers Jan Baalsrud, dessen Geschichte in Norwegen bis heute als Symbol für Mut, Durchhaltewillen und Hoffnung gilt. Gedreht wurde an den originalen Schauplätzen im hohen Norden, wodurch der Film eine beeindruckende Authentizität entwickelt. Bereits die erste Hälfte entwickelt einen enormen Sog. Die Ereignisse überschlagen sich, die Verfolgung ist packend inszeniert und der Film versteht es hervorragend, den Zuschauer in den verzweifelten Überlebenskampf hineinzuziehen. Gerade diese Anfangsphase gehört eindeutig zu den größten Stärken der Inszenierung.
Mit zunehmender Laufzeit verliert das Geschehen jedoch spürbar an Tempo. Der Überlebenskampf zieht sich stellenweise etwas zu sehr in die Länge und wirkt dadurch nicht mehr durchgehend so eindringlich wie zu Beginn. Manche Situationen wiederholen sich in ihrer Wirkung, wodurch die Spannung merklich nachlässt und der Film seinen anfänglichen Schwung nicht vollständig bis zum Ende tragen kann. Seine Atmosphäre verliert The 12th Man allerdings keine Sekunde. Die verschneiten Landschaften, die klirrende Kälte und die raue Natur werden eindrucksvoll eingefangen und machen jederzeit deutlich, dass hier nicht nur die Verfolger, sondern vor allem die unerbittlichen Bedingungen der eigentliche Gegner sind. Gerade diese eisige Inszenierung gehört zu den größten Pluspunkten des Films.
Auch die Besetzung überzeugt auf ganzer Linie. Thomas Gullestad verkörpert Jan Baalsrud mit großer Glaubwürdigkeit und Zurückhaltung, während Jonathan Rhys Meyers seinem Gegenspieler eine unangenehme Präsenz verleiht. Schauspielerisch gibt es an diesem Kriegsdrama kaum etwas auszusetzen. Skandinavische Produktionen beweisen immer wieder ihr Gespür für intensive und atmosphärische Geschichten. Auch The 12th Man – Kampf ums Überleben reiht sich grundsätzlich in diese Tradition ein. Trotz seiner eindrucksvollen Bilder und seines starken Beginns fehlt ihm letztlich jedoch die erzählerische Geschlossenheit, um zu den ganz großen Vertretern des Genres aufzuschließen. Ein packendes Kriegs- und Überlebensdrama mit hervorragender Atmosphäre, starken Darstellern und beeindruckenden Landschaftsbildern – dem auf den letzten Metern jedoch etwas die erzählerische Kraft ausgeht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Schöne Details und eine ausgezeichnet klare Schärfe. Die Farben wirken natürlich, so sieht auch Schnee in Natura aus und der Kontrast zeigt sich hervorragend hell.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein sehr sauberer und dynamischer Klang mit soliden räumlichen Soundklängen. Die Dialoge bleiben durchgehend klar verständlich und der Score unterstreicht großartig die Spannung den Films, vor allem in der ersten Hälfte.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Sechs sehr kleine Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von 7 Minuten. Schwach!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Nach einer wahren Begebenheit.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976341581
VÖ-Kauf: 07. Juni 2018.
www.constantin-film.de/