


Ende des 19. Jahrhunderts. „Das Phantom“, ein maskierter Größenwahnsinniger, verfolgt einen teuflischen Plan: Ein Krieg soll die ganze Welt in Schutt und Asche legen. Um das zu verhindern, engagiert der britische Geheimdienst keinen Geringeren als den Abenteurer Allan Quatermain. Bei der Jagd auf das Phantom unterstützen ihn sechs außergewöhnliche Charaktere – darunter der furchtlose Tom Sawyer, Doktor Jekyll mit seinem rasenden Alter Ego Mister Hyde und die schöne Mina Harker, einst Opfer von Graf Dracula. Nur wenn es den sieben Einzelkämpfer gelingt, ihre Fähigkeiten für ihre Mission gemeinsam einzusetzen, können sie das Phantom besiegen. Das Spiel beginnt…
Originaltitel: The League of Extraordinary Gentlemen
Regie: Stephen Norrington.
Drehbuch: James Robinson.
Darsteller: Sean Connery (Verlockende Falle), Naseeruddin Shah (Jackpot), Shane West (Nur mit dir), Stuart Townsend (Königin der Verdammten), Peta Wilson (Superman Returns), Jason Flemyng (From Hell), Richard Roxburgh (Van Helsing).
Genre: Action / Abenteuer / Fantasy / Sci-Fi
Land: USA / Germany / UK / Tschechische Republik
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 132 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Kommentar der Produzenten Don Murphy und Trevor Albert und den Darstellern Shane West, Jason Flemyng und Tony Curran, Kommentar von Jacqueline West (Kostüme), John E. Sullivan (visuelle Effekte), Steve Johnson (Maskenbildner) und Matthew Gratzner (Modelbauer), Gut zu wissen: zusätzliche Informationen zum Film, Inhaltssusche, Persönliche Szenenanwahl, Die Liga: Schießstand-Spiel, Kinotrailer.
Vertrieb: Filmconfect Home Entertainment GmbH (Rough Trade)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Als The League of Extraordinary Gentlemen in die Kinos kam, schien eigentlich alles für ein großes Franchise vorbereitet zu sein. Eine interessante Grundidee, bekannte literarische Figuren, eine aufwendige Produktion, spektakuläre Effekte und dazu noch Sean Connery in einer seiner letzten großen Hauptrollen. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Umso größer fiel die Enttäuschung aus, als der Film an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurückblieb und die ursprünglich geplanten Fortsetzungen nie realisiert wurden. Dabei besitzt die Geschichte durchaus ihren Reiz. Die Idee, berühmte Figuren der Literaturgeschichte in einem gemeinsamen Abenteuer auftreten zu lassen, war lange vor dem heutigen Zeitalter der großen Filmuniversen ein faszinierender Ansatz. Charaktere aus unterschiedlichsten Werken treffen aufeinander, schließen sich zusammen und bilden eine Art viktorianische Superheldentruppe. Allein dieser Einfall sorgt bereits für einen gewissen Unterhaltungswert. Besonders die Figuren gehören zu den größten Stärken des Films. Die Mitglieder der Liga sind unterschiedlich genug, um interessante Dynamiken entstehen zu lassen, und einige von ihnen besitzen bis heute einen hohen Wiedererkennungswert. Auch Sean Connery verleiht seiner Rolle die gewohnte Präsenz und Ausstrahlung, die ihn über Jahrzehnte zu einem der größten Kinostars gemacht haben.
Leider merkt man dem Film gleichzeitig an, dass er den Grundstein für mehr legen wollte. Viele Elemente wirken wie Vorbereitungen auf zukünftige Abenteuer, die letztlich nie entstanden sind. Dadurch hinterlässt die Geschichte stellenweise einen unfertigen Eindruck. Das offene Ende verstärkt dieses Gefühl zusätzlich und erinnert daran, dass ursprünglich deutlich größere Pläne existierten. Inszenatorisch setzt der Film vor allem auf Spektakel. Die Actionsequenzen sind groß angelegt, die Schauwerte beachtlich und die Produktion scheut sich nicht, möglichst viel auf die Leinwand zu bringen. Explosionen, Verfolgungsjagden, fantastische Technologien und überlebensgroße Bedrohungen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Natürlich haben die visuellen Effekte inzwischen etwas von ihrem damaligen Glanz verloren. Was 2003 noch beeindruckend wirkte, erscheint heute teilweise sichtbar gealtert. Dennoch besitzen viele Szenen nach wie vor eine gewisse Wucht, und selbst aus heutiger Sicht kann man den Film noch immer als bombastisches Effektkino bezeichnen.
Ein weiterer Pluspunkt ist der Humor. Der Film nimmt sich selbst nicht immer vollkommen ernst und lockert seine Abenteuerhandlung immer wieder mit augenzwinkernden Momenten auf. Zusammen mit den unterschiedlichen Charakteren sorgt das für eine angenehme Leichtigkeit, die über manche Schwäche hinweghelfen kann. Denn Schwächen gibt es durchaus. Die Handlung wirkt stellenweise überladen, manche Figuren erhalten zu wenig Raum und die Geschichte erreicht nie ganz das Potenzial, das ihre Ausgangsidee verspricht. Gerade deshalb bleibt ein Gefühl von verpassten Möglichkeiten zurück. Vieles ist interessant, vieles macht Spaß, aber selten erreicht der Film die Größe, die er offensichtlich anstrebt. Trotz seines damaligen Misserfolgs besitzt „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ auch heute noch einen gewissen Charme. Die Mischung aus Abenteuerfilm, Fantasy, Steampunk und Actionkino funktioniert erstaunlich gut, die Figuren machen Spaß und Sean Connery verabschiedet sich mit einer Rolle, die perfekt zu seiner Leinwandpräsenz passt. Nicht das Meisterwerk, das viele erwartet hatten, aber durchaus unterhaltsames Popcornkino mit reichlich Witz, coolen Charakteren und jeder Menge Spektakel.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bildtechnisch nicht unbedingt perfekt aber auf Standardniveau. Die Details könnten bessern sein und Farben dürften ruhig mehr strahlen. Insgesamt aber sehr zufrieden stellend.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton überzeugt mit seinen dynamischen Soundeffekten die durch den Raum schmettern. Die Dialoge bleiben dabei klar verständlich.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial kennt man schon bereits von früheren Veröffentlichungen. Nichts Neues!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Hier wurde die Blu-ray Variante von 20th Century Fox übernommen, nicht einmal das Menü wurde geändert. Lediglich die Verpackung ist Neu!
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 05. Juni 2018
www.fche.tv