


In einem einsamen Haus an der Küste Südamerikas lebt Paulina Escobar (Sigourney Weaver) mit ihrem Ehemann (Stuart Wilson). Eines Tages taucht ein Fremder namens Dr. Miranda (Ben Kingsley) auf. Paulina erkennt in ihm den Mann wieder, der sie vor Jahren im Namen der inzwischen gestürzten Regierung gepeinigt, verhört und vergewaltigt hat. Um sich an ihm zu rächen, versucht sie nun dieselben Folterungsmethoden anzuwenden und ihn so zu einem Geständnis zu bringen – es beginnt eine Nacht an den Abgründen der menschlichen Seele – gnadenlos bis zum Schluss…
Originaltitel: Death and the Maiden
Regie: Roman Polanski (Frantic).
Drehbuch: Rafael Yglesias, Ariel Dorfman.
Darsteller: Sigourney Weaver (Avatar, Alien, 8 Blickwinkel), Ben Kingsley (Prince of Persia, Gandhi, Sexy Beast), Stuart Wilson (Der Staatsfeind Nr. 1, Die Maske des Zorro, Hot Fuzz).
Genre: Drama / Mystery / Thriller
Land: UK / Frankreich
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 104 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Blick hinter die Kulissen, Zusätzliche Szenen, Trailer.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Mit Death and the Maiden gelang Roman Polanski ein Film, der eindrucksvoll beweist, dass große Spannung weder spektakuläre Action noch aufwendige Schauplätze benötigt. Oft reichen wenige Figuren, ein begrenzter Raum und ein exzellentes Drehbuch aus, um den Zuschauer über die gesamte Laufzeit zu fesseln. Genau darin liegt die außergewöhnliche Stärke dieses Films. Basierend auf dem berühmten Theaterstück entwickelt sich die Geschichte zu einem vielschichtigen Psychodrama, das weit mehr ist als ein klassischer Thriller. Von Beginn an liegt eine spürbare Unsicherheit über jeder Szene. Nichts scheint eindeutig, jede Aussage kann wahr oder falsch sein und jede Figur verfolgt möglicherweise eigene Interessen. Gerade dieses permanente Spiel mit Wahrnehmung, Schuld und Wahrheit macht den Film so faszinierend.
Polanski beweist dabei einmal mehr sein außergewöhnliches Gespür für Atmosphäre. Wie kaum ein anderer Regisseur versteht er es, Beklemmung und Unbehagen entstehen zu lassen, ohne sich auf offensichtliche Mittel verlassen zu müssen. Die Spannung entsteht nicht durch äußere Ereignisse, sondern durch Blicke, Gespräche und die ständige Frage, wem man eigentlich glauben kann. Aus dieser Unsicherheit entwickelt sich eine beinahe unerträgliche Intensität. Besonders bemerkenswert ist die Inszenierung als Kammerspiel. Der begrenzte Handlungsraum wird nie zur Einschränkung, sondern vielmehr zur Stärke des Films. Jede Szene wirkt präzise durchdacht, jede Bewegung hat Bedeutung und jeder Dialog treibt die Handlung voran. Dadurch entsteht eine Konzentration auf das Wesentliche, die man nur selten so meisterhaft umgesetzt erlebt. Hinzu kommen die herausragenden schauspielerischen Leistungen. Sigourney Weaver, Ben Kingsley und Stuart Wilson liefern sich ein beeindruckendes Zusammenspiel, das den Film auf ein außergewöhnliches Niveau hebt. Besonders die emotionalen und psychologischen Konflikte zwischen den Figuren werden mit einer Intensität dargestellt, die den Zuschauer unweigerlich in den Bann zieht.
Dabei gelingt dem Film etwas Seltenes: Er bleibt bis zuletzt vielschichtig. Die Handlung beschäftigt sich mit Schuld, Vergeltung, Trauma und Gerechtigkeit, ohne einfache Antworten zu liefern. Gerade diese Ambivalenz macht das Geschehen so spannend und sorgt dafür, dass man noch lange nach dem Abspann über die Ereignisse nachdenkt. Auch handwerklich gibt es kaum etwas zu kritisieren. Die Kameraarbeit unterstützt die bedrückende Stimmung perfekt, die Inszenierung ist präzise und kontrolliert, während die Dialoge eine enorme Kraft entwickeln. Polanski zeigt hier eindrucksvoll, weshalb er als Meister psychologischer Spannung gilt. „Der Tod und das Mädchen“ ist nicht nur ein hervorragendes Psychodrama, sondern möglicherweise tatsächlich eines der besten Kammerspiele, die jemals verfilmt wurden. Ein Film voller Spannung, psychologischer Raffinesse und meisterhafter Inszenierung. Beklemmend, intelligent und schauspielerisch fesselnd – ein weiteres Meisterwerk in der Filmografie Roman Polanskis.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Endlich bekommt der Film eine würdige Qualität. Die Details sind erstmals sehr fein, die Schärfe präsentiert sich gestochen klar und Farben und Schwarzwert sind ausreichend satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Viel Dynamik bei den Dialogen und doch gibt es auch reichlich Atmosphäre, sprich sehr gute Nebengeräusche und Hintergeräusche. Ein eindringlicher Klang und sauber abgemischt.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Lediglich auf zusätzliche Informationen muss man verzichten. Hier gibt es nur den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 06. Juni 2019.