


„Humbug!“ Soeben von seiner Amerika-Tour zurückgekehrt, jagt für den 31-jährigen Autoren Charles Dickens leider ein literarischer Flop den nächsten. Obwohl er bereits beachtliche Erfolge für sich verbuchen konnte und es auch familiär nicht besser laufen könnte, möchte sich der nächste „große Wurf“ so recht nicht einstellen. Außerdem drückt der Schuh auch finanziell, da man sich das Leben eines britischen Gentlemans erst einmal leisten können muss. Schließlich kommt doch die Inspiration zu einer neuen Story, doch außer dem Namen „Eine Weihnachtsgeschichte“ und ein paar vager Ideen will sich so recht nichts einstellen. Hilfe erhält er ausgerechnet von seiner Hauptfigur, Ebenezer Scrooge, die sich plötzlich in seinem Arbeitszimmer materialisiert…
Originaltitel: The Man Who Invented Christmas
Regie: Bharat Nalluri.
Drehbuch: Susan Coyne, Les Standiford.
Darsteller: Dan Stevens (Die Schöne und das Biest), Christopher Plummer (Insider), Jonathan Pryce (Brazil), Mark Schrier, Patrick Joseph Byrnes, Miriam Margolyes, Morfydd Clark, Justin Edwards, Cosimo Fusco, James Heffernan.
Genre: Drama / Weihnachtsfilm / Biografie
Land: Irland / Canada
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 104 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Bildergalerie, Booklet.
Vertrieb: KSM GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Man Who Invented Christmas widmet sich einer Frage, die sich viele Liebhaber klassischer Weihnachtsgeschichten vermutlich nie gestellt haben: Wie entstand eigentlich die berühmte A Christmas Carol? Die Erzählung über den geizigen Ebenezer Scrooge gehört zu den bekanntesten Weihnachtsgeschichten der Welt und wurde unzählige Male neu interpretiert. Über ihren Ursprung wissen hingegen deutlich weniger Menschen Bescheid. Der Film nähert sich dieser Entstehungsgeschichte auf charmante und fantasievolle Weise. Ob sich die Ereignisse tatsächlich exakt so abgespielt haben, lässt sich heute kaum mit Sicherheit sagen. Das ist letztlich jedoch auch nicht entscheidend, denn die Inszenierung vermittelt ihre Version der Geschichte mit so viel Herz und Glaubwürdigkeit, dass man sich ihr gerne hingibt.
Im Mittelpunkt steht Charles Dickens, der sich während einer kreativen Krise auf die Suche nach einer neuen Idee begibt. Dabei verbindet der Film Realität und Vorstellungskraft auf äußerst unterhaltsame Weise und zeigt, wie Figuren, Gedanken und persönliche Erfahrungen nach und nach zu einem literarischen Klassiker verschmelzen. Besonders gelungen ist die warme Atmosphäre. Die Produktion fängt die weihnachtliche Stimmung mit viel Liebe zum Detail ein und erinnert dabei immer wieder an den Zauber von Dickens‘ eigener Erzählung. Straßen, Häuser und Kostüme wirken authentisch und erschaffen eine Welt, in der man sich sofort wohlfühlt. Auch die Besetzung überzeugt auf ganzer Linie. Die Darsteller verleihen ihren Figuren Charme, Humor und Menschlichkeit, wodurch die Geschichte jederzeit lebendig bleibt. Gerade die kreativen Begegnungen zwischen Dickens und seinen erfundenen Charakteren gehören zu den stärksten Momenten des Films.
Darüber hinaus besitzt das Werk eine inspirierende Note. Es zeigt nicht nur die Entstehung eines berühmten Buches, sondern auch die Kraft von Fantasie, Kreativität und Beharrlichkeit. Dadurch funktioniert der Film gleichermaßen als Weihnachtsgeschichte und als Hommage an das Schreiben selbst. „Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand“ ist ein stimmungsvoller, warmherziger und hervorragend ausgestatteter Film, der die Magie der Weihnachtszeit ebenso einfängt wie die Faszination kreativen Schaffens. Eine liebevolle Hommage an einen der größten Erzähler seiner Zeit – voller Charme, Atmosphäre und inspirierender Ideen. Ganz ohne Humbug.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast ist ein Hauch zu dunkel abgemischt, trägt aber auch gut zur Stimmung bei. Die Schärfe überzeugt mit einer glasklaren Schärfe, hinzukommen feine Details und eine natürliche Farbwiedergabe. Der Schwarzwert präsentiert ausreichend kräftig, ist aber nicht gänzlich zufrieden stellend.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Überzeugungskraft leisten hier vor allem die Dialoge, auch wenn einige Synchronstimmen sich nicht ganz so stimmig und passend zeigen. Doch harmonisieren Sie auch hervorragend zum Rest des Sounds, allzu viel Räumliches bietet der Klang zwar nicht aber für einen warmen und weihnachtlichen Insgesamt-Eindruck reicht es allemal.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
KSM-übliche Standardextras die nicht überzeugen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260495768946
VÖ-Kauf: 17. Oktober 2019.