


Wie durch ein Wunder schaffen es Otis, Baby und Cpt. Spaulding den Kugelhagel am Ende von „The Devil‘s Rejects“ zu überleben. Aufgrund ihrer unzähligen Verbrechen der letzten Jahre kommt das mörderische Trio ins Gefängnis ohne jegliche Aussicht auf Freilassung. Doch die Mauern, die die Familie Firefly aufhalten könnten, müssen noch gebaut werden; und so dauert es nicht allzu lange, bevor die Devil‘s Rejects samt Unterstützung des komplett verrückten „Midnight Wolfman“ wieder plündernd und mordend durch die USA ziehen – eine grausame Spur der Verwüstung hinter sich ziehend…
Originaltitel: 3 From Hell
Regie: Rob Zombie (Halloween).
Drehbuch: Rob Zombie (Das Haus der 1000 Leichen).
Darsteller: Sheri Moon Zombie (The Lords of Salem), Bill Moseley (Repo!), Sid Haig (Death House), Jeff Daniel Phillips, Richard Brake, Kevin Jackson, Tracey Leigh, Sylvia Jefferies, Emilio Rivera, Richard Edson, Pancho Moler, Dee Wallace, Stacie Greenwell.
Genre: Horror
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 115 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Trailer.
Vertrieb: STUDIOCANAL
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Für viele gilt House of 1000 Corpses bis heute als kontroverser Kultfilm voller Widerwärtigkeit und schräger Ideen. Die Meinungen gingen damals stark auseinander, denn der Film bewegte sich irgendwo zwischen verstörendem Trash, Horrortrip und purem Wahnsinn. Mit The Devil’s Rejects gelang Rob Zombie anschließend jedoch eine überraschend starke Fortsetzung, die deutlich spannender, atmosphärischer und insgesamt wesentlich runder wirkte.
Mit 3 from Hell kehrt Rob Zombie nun viele Jahre später erneut zu seiner berüchtigten Firefly-Familie zurück — und leider funktioniert dieser dritte Teil nur noch eingeschränkt. Das größte Problem bleibt dabei eindeutig die Geschichte. Der Film reiht oft abstruse Situationen aneinander, ohne dass wirklich ein roter Faden oder eine nachvollziehbare Entwicklung entsteht. Vieles wirkt eher wie lose Szenenfetzen eines endlosen Albtraums, die zwar Gewalt und Chaos liefern, aber kaum echte Spannung oder erzählerische Bindung erzeugen.
Hinzu kommt, dass die Figuren mittlerweile derart überzeichnet wirken, dass sie fast schon zu Karikaturen ihrer früheren Versionen geworden sind. Was einst bedrohlich, krank und unangenehm wirkte, erscheint hier oft nur noch laut, grotesk und selbstzweckhaft überdreht. Selbst die Dialoge bestehen fast nur noch aus derben Beschimpfungen, schmutzigen Sprüchen und aggressivem Dauergebrüll.
Natürlich gehört genau diese dreckige und kompromisslose Art irgendwo zur DNA der Reihe. Doch während The Devil’s Rejects dabei noch echte Atmosphäre und Spannung erzeugte, fehlt 3 from Hell genau diese fesselnde Wirkung fast vollständig.
Auch die permanente Grindhouse-Kameraführung nutzt sich mit der Zeit deutlich ab. Der bewusst schmutzige Stil wirkt irgendwann eher anstrengend als atmosphärisch und verliert zunehmend seine Wirkung. Dabei mangelt es dem Film keineswegs an Brutalität oder Action. Gewalt gibt es reichlich, ebenso sadistische Momente und völlig überdrehte Eskalationen. Doch echter Horror entsteht kaum noch. Statt Beklemmung oder Nervenkitzel bleibt meist nur noch ein überzogenes Chaos zurück.
Trotzdem dürfte der Film gerade für eingefleischte Fans von Rob Zombie und seiner Firefly-Reihe durchaus funktionieren. Wer genau diese dreckige Mischung aus Gewalt, Wahnsinn und sadistischem Grindhouse-Stil liebt, bekommt hier genau das geliefert — inklusive offenem Ende für eine mögliche weitere Fortsetzung.
Ein brutaler und völlig überdrehter Abschluss der Firefly-Reihe, der jedoch deutlich schwächer wirkt als The Devil’s Rejects. 3 from Hell liefert reichlich Gewalt und Grindhouse-Atmosphäre, verliert dabei aber Spannung, Horror und erzählerischen Zusammenhalt fast vollständig.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Für den Film wurden anscheinend viele Stilmittel verwendet, doch wurden diese von der Auflösung her alle gleich angepasst. Das Bild präsentiert sich von Anfang bis Ende sehr Körnig, zudem zeigt sich dieses bei schnellen Schnitten nicht ruhig und nicht immer optimal klar bei der Schärfe. Stilmittel oder nicht? So oder so passt es zum Look des Films. Entweder man mag es oder man mag es nicht.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Leichte räumliche Akzente sind zwar gegeben, diese werden aber von der vorderen Dynamik klanglich überboten. Zwar ist dieser sehr sauber aber kaum ausgewogen. Ein Sound mit einer ordentlichen Trash-Note.
![]()
![]()
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es abschließend eine eineinhalbstündige Dokumentation (die hier als Making-of verkauft wird). Aufgrund der Laufzeit und den vielen Informationen die in der Doku gegeben sind, gibt es absolut nichts dran auszusetzen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: 4006680094632
VÖ-Kauf: 21. November 2019.