


Ein riesiger Komet rast in hoher Geschwindigkeit auf die Erde zu und soll Berechnungen zufolge vor Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Doch die Prognosen stimmen nicht – ein erstes Fragment des Kometen stürzt nicht ins Meer, sondern zerstört stattdessen ganz Florida. Gerüchte, dass nur ein ausgewählter Kreis von Personen in Sicherheit gebracht werden kann, machen bereits die Runde, als Ingenieur John Garrity (Gerard Butler) von der US-Regierung aufgefordert wird, sich sofort gemeinsam mit seiner Frau Allison (Morena Baccarin) und Sohn Nathan (Roger Dale Floyd) zu einer Militärbasis zu begeben. Von dort aus sollen sie an einen Ort ausgeflogen werden, an dem das Überleben möglich sein soll: Grönland. Doch die Fahrt dorthin wird zum Spießroutenlauf und die Familie wird im Chaos verzweifelt fliehender Menschen und plündernder Horden auseinandergerissen. Wie sollen sie sich je wiederfinden, und wo ist man überhaupt noch sicher?
Originaltitel: Greenland
Regie: Ric Roman Waugh.
Drehbuch: Chris Sparling.
Darsteller: Gerard Butler (Geostorm), Morena Baccarin (Deadpool), Roger Dale Floyd (Doctor Sleep), Scott Glenn (Backdraft), Randal Gonzalez (Green Book), Rick Pasqualone, Nicola Lambo, Alan Pietruszewski.
Genre: Action / Drama / Thriller
Land: USA / UK
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 120 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Mini-Making Of (deutsch), B-Roll, Deleted Scenes (OV), Interviews (OV), Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: Tobis (im Vertrieb von LEONINE)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Greenland wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Katastrophenfilm, doch schnell verschiebt sich der Fokus weg von der eigentlichen Bedrohung am Himmel hin zu dem, was eine solche Situation wirklich aus Menschen macht. Viel stärker als die herannahende Zerstörung stehen hier Panik, Chaos und der verzweifelte Überlebensinstinkt im Vordergrund. Gerade diese Perspektive verleiht dem Film eine angenehm bodenständige, teilweise fast unangenehm realistische Note.
Besonders eindrücklich sind die Momente, in denen gesellschaftliche Ordnung langsam zerfällt. Plünderungen, Misstrauen und die völlige Überforderung in Ausnahmesituationen werden nicht übertrieben inszeniert, sondern eher nüchtern und dadurch umso glaubwürdiger dargestellt. Immer wieder entsteht dabei der Eindruck, dass die wahre Katastrophe weniger im Himmel stattfindet, sondern direkt zwischen den Menschen selbst.
Trotz einzelner ruhigeren Passagen bleibt der Film durchgehend unter Spannung, weil die Flucht der Familie stets mit dem Gefühl verbunden ist, dass jeder Schritt über Leben und Tod entscheidet. Zwar ist der Verlauf in gewisser Weise absehbar und die Richtung der Geschichte früh klar, doch die Umsetzung sorgt dennoch für ein konstantes Mitfiebern. Getragen wird das Ganze von einer soliden Besetzung und einer klaren, schnörkellosen Inszenierung, die auf unnötige Übertreibung verzichtet und dadurch umso direkter wirkt. So entsteht ein Katastrophenfilm, der weniger durch Spektakel als durch Nähe und Menschlichkeit funktioniert und gerade deshalb nachhaltig hängen bleibt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben den hervorragenden Details punktet die Bildqualität auch mit einer gestochen klare Schärfe und mit einem stimmig düsteren Endzeitkontrast. Der Schwarzwert überzeugt hingegen nur gelegentlich ordentlich satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Trotz heißer Action präsentieren sich die Dialoge durchgehend klar verständlich und gehen selbst unter Menschenmengen nie unter. Die Sounddynamik ist erstklassig, die Soundeffekte zeigen stets ihre Wirkung. Insgesamt ist der Ton sehr sauber.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ein Mini-Making-of von vier Minuten und weitere sehr kurz gehaltene Standardextras können hingegen nicht wirklich überzeugen. Schade!
Abspann: Nein! Hier kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 05. März 2021