


In naher Zukunft sieht sich die USA mit einer massiven Wirtschaftskrise konfrontiert: Der ehemalige Broker Guy Clifton wird von der Regierung angeworben, um einen drohenden Cyber-Angriff zu verhindern – eine Attacke, welche, von einer geheimnisvollen Terrorzelle ausgehend, die gesamte Weltwirtschaft lahmlegen könnte. Dabei scheinen die Terroristen stets einen Schritt voraus zu sein. Doch während Guy und sein Team versuchen, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen, wird ihnen immer klarer, dass sie einer Verschwörung auf der Spur sind, deren Wurzeln bis in allerhöchste Regierungskreise zu reichen scheinen.
Originaltitel: Jekyll Island
Regie: Aram Rappaport.
Drehbuch: Aram Rappaport.
Darsteller: Frank Grillo (The Purge: Anarchy), Minnie Driver (Good Will Hunting), AnnaSophia Robb (Soul Surfer), Ed Westwick (Children of Men), John Leguizamo (John Wick), Maggie Q (Die Bestimmung), Dianna Agron (Ich bin Nummer Vier), Christopher McDonald (Quiz Show), Mary McCormack (K-Pax).
Genre: Krimi / Thriller
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 84 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: KSM GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Jekyll Island gehört zu jenen Thrillern, bei denen man während des Schauens ständig das Gefühl hat, dass eigentlich deutlich mehr möglich gewesen wäre. Die Grundidee besitzt zweifellos Potenzial. Finanzwelt, Verschwörungen, Cyberkriminalität und globale Machtstrukturen liefern schließlich genügend Stoff für einen packenden Thriller voller Spannung und Brisanz. Auch die Besetzung kann sich durchaus sehen lassen. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich und verleihen den Figuren die notwendige Glaubwürdigkeit. Gerade deshalb fällt auf, dass die Probleme des Films weniger vor der Kamera als vielmehr hinter ihr liegen. Die vergleichsweise überschaubare Produktion wäre dabei keineswegs ein Hindernis gewesen. Viele starke Thriller haben bewiesen, dass eine große Geschichte nicht zwangsläufig ein großes Budget benötigt. Das eigentliche Problem liegt vielmehr in der Umsetzung. Die Handlung enthält zahlreiche interessante Ansätze und Themen, doch nur selten gelingt es dem Film, daraus echte Spannung zu erzeugen. Statt die vorhandene Brisanz konsequent auszuspielen, verliert sich die Geschichte immer wieder in Szenen, die deutlich mehr Dynamik vertragen hätten.
Besonders die Dialoge erweisen sich dabei als Schwachpunkt. Viele Gespräche wirken unnötig erklärend oder bleiben seltsam kraftlos. Gerade bei einem Thriller, der von seinen Figuren und ihren Motiven leben sollte, fällt das deutlich ins Gewicht. Immer wieder hat man das Gefühl, dass entscheidende Momente nicht die Wirkung entfalten, die eigentlich möglich gewesen wäre. Hinzu kommt ein Kamerastil, der den Film zusätzlich ausbremst. Die Inszenierung wirkt häufig unruhig oder bemüht stilisiert, ohne dadurch einen erkennbaren Mehrwert zu schaffen. Statt die Atmosphäre zu verdichten oder die Spannung zu steigern, erzeugt die visuelle Gestaltung oftmals eher Distanz zum Geschehen. Das ist besonders schade, weil die zentralen Themen durchaus interessant sind. Hinter der Geschichte steckt eine gewisse Aktualität und gesellschaftliche Relevanz, die eigentlich reichlich Stoff für Nervenkitzel bieten würde. Doch genau diese Brisanz bleibt über weite Strecken verborgen und kommt nie wirklich zur Entfaltung.
Dadurch entwickelt sich der Film oft deutlich gemächlicher, als es die Handlung vermuten lässt. Viele Szenen plätschern vor sich hin, obwohl sie eigentlich Druck und Spannung erzeugen müssten. Die wenigen gelungenen Momente zeigen zwar, welches Potenzial vorhanden gewesen wäre, können den Gesamteindruck jedoch nicht vollständig retten. So bleibt „Die Wall Street Verschwörung“ ein Thriller voller guter Ansätze, der seine Möglichkeiten leider nur teilweise ausschöpft. Die interessante Prämisse, die solide Besetzung und die relevanten Themen sprechen klar für den Film. Schwache Dialoge, ein problematischer Kamerastil und eine überraschend spannungsarme Inszenierung verhindern jedoch, dass aus dem Stoff ein wirklich packendes Verschwörungsdrama wird. Am Ende überwiegt deshalb weniger die Faszination als vielmehr das Gefühl einer verpassten Chance.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Es gibt immer wieder unscharfe Stellen, doch auch dies ist vermutlich auf die schlampige Kameraführung zurück zu führen. Farben sind kühl gehalten, der Kontrast ist gut und der Schwarzwert ganz solide.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Furchtbare Synchronstimmen schwächeln den Film zusätzlich und erklingen einfach dumpf. Da kann man sich dann auch nicht mehr über die sehr gute Dynamik erfreuen, mehr Details hätten vielleicht für etwas mehr Spannung gesorgt.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Für den Trailer zum Film (deutsch/englisch) und der Bildergalerie können wir nur einen Stern vergeben.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260495764818
VÖ-Kauf: 20. Juni 2018
https://www.ksmfilm.de