


Stullen-Verkäufer und Möchtegern-Zuhälter Andy Ommsen (Lotto King Karl) soll im Auftrag von Kiez-König Slobo auf die hübsche Go-Go-Tänzerin Anica (Alexandra Neldel) aufpassen. Keine einfache Aufgabe. Und zu allem Überfluss schaut ihm dabei auch noch Jungschauspieler Timo (Tobias Schenke) zu Recherchezwecken über die Schulter. Er hält Andy nämlich für den gefährlichsten Luden des Kiez. Dabei verfügt Andy neben seiner großen Klappe vor allem über das Talent, sich und seine Umwelt in peinliche Situationen zu manövrieren. Doch selbst in den brenzligsten Situationen behält Andy stets einen kühlen Kopf – frei nach dem Motto: Du hast keine Chance, also nutze sie!
Originaltitel: Der letzte Lude
Regie: Stephen Manuel.
Drehbuch: Matthias Dinter, Martin Ritzenhoff.
Darsteller: Lotto King Karl (Gut zu Vögeln), Tobias Schenke (Harte Jungs), Alexandra Neldel (Bang Boom Bang), Axel Wedekind, Luca Maric, Bernd Gnann, Michael Müller, Torsten Voges, Kai Maertens.
Genre: Komödie
Land: Deutschland
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch
Tonsystem: Dolby Digital 5.1
Untertitel: –
Extras: Audiokommentar, Outtakes, Geschnittene Szenen, Interviews.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Manche Filme sind schlecht. Manche sind so schlecht, dass sie unterhaltsam werden. Und dann gibt es noch jene seltenen Fälle, die trotz aller offensichtlichen Schwächen einen beinahe unzerstörbaren Kultstatus entwickeln. Der letzte Lude gehört eindeutig in diese Kategorie. Nicht ohne Grund fand der Film seinen Weg in die Kultreihe SchleFaZ. Inhaltlich ergibt vieles kaum Sinn, die Handlung wirkt oftmals chaotisch und erzählerische Tiefe sucht man vergeblich. Dennoch besitzt das Ganze einen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Gerade die völlige Hemmungslosigkeit macht den besonderen Reiz aus. Der Film interessiert sich kaum für Logik oder Glaubwürdigkeit und setzt stattdessen auf schräge Figuren, absurde Situationen und einen Humor, der oft irgendwo zwischen Fremdscham und Genie pendelt. Dabei entsteht ein merkwürdiges Phänomen: Je mehr man über die offensichtlichen Schwächen nachdenkt, desto unterhaltsamer wird das Ganze. Nicht weil der Film handwerklich besonders gelungen wäre, sondern weil er mit einer solchen Überzeugung seinen eigenen Wahnsinn durchzieht.
Ob man nun über ihn lacht oder mit ihm lacht, spielt letztlich kaum eine Rolle. Lachen wird man jedenfalls. Genau deshalb hat sich der Film über die Jahre eine treue Fangemeinde aufgebaut und wird immer wieder hervorgeholt, wenn man einfach einmal den Kopf ausschalten möchte. Natürlich ist das kein großes Kino und schon gar kein Meisterwerk. Doch manchmal reicht es völlig aus, wenn ein Film einfach Spaß macht. Und genau das gelingt hier erstaunlich gut. „Der letzte Lude“ ist Kult durch Chaos, Trash durch Überzeugung und Unterhaltung durch völlige Hemmungslosigkeit. Ein Film, den man objektiv kaum verteidigen kann – und den man sich trotzdem immer wieder mit Vergnügen anschaut. Klar? Sonst gibt’s eins auf die Fresse.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast zeigt sich hervorragend hell, die Farbwiedergabe ist nicht zu kräftig ausgefallen und die Schärfe punktet mit einer ausreichend guten Klarheit. Lediglich starke Körnungen muss man in Kauf nehmen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Nicht räumlich aber dennoch stimmig ansprechend zu Film. Sauber!
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Der Audiokommentar ist Neu und bietet einige nette Informationen, 15 Jahre danach!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Lief bereits mit viel Selbstironie bei SchleFaZ auf Tele5.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912970670
VÖ-Kauf: 29. März 2019.