


Ein Jahr nach dem Tod Vincent van Goghs taucht plötzlich ein Brief des Künstlers an dessen Bruder Theo auf. Der junge Armand Roulin soll den Brief aushändigen, doch er kann den Bruder nicht ausfindig machen und reist in den verschlafenen Ort Auvers-sur-Oise. Hier hat der berühmte Maler die letzten Wochen seines Lebens verbracht. Auf der Suche nach dem Empfänger stößt Armand auf ein Netz aus Ungereimtheiten und Lügen. Fest entschlossen will er die Wahrheit über den Tod des Malers herausfinden.
Originaltitel: Loving Vincent
Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman.
Drehbuch: Dorota Kobiela, Hugh Welchman.
Darsteller: (Stimmen im Original) Douglas Booth (Noah), Chris O’Dowd (Brautalarm), Josh Burdett, Holly Earl, Robin Hodges, John Sessions, Helen McCrory, Eleanor Tomlinson, Aidan Turner, Saoirse Ronan.
Genre: Animation / Biografie / Drama
Land: Polen / UK / USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 95 Minuten.
Bildformat: 1.33:1 / 4:3 Vollbild (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Making of, Interviews, Trailer, Hinter den Kulissen, Die Entstehung und der Produktionsprozess.
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Schon nach wenigen Minuten wird klar, dass man hier keinen gewöhnlichen Film erlebt. Loving Vincent ist weniger Kino im klassischen Sinne als vielmehr ein Kunstwerk in Bewegung. Regie führten Dorota Kobiela und Hugh Welchman, die etwas geschaffen haben, das bis heute nahezu einzigartig geblieben ist. Jede einzelne Einstellung wurde auf Grundlage echter Ölgemälde von Hand gemalt und orientiert sich am Stil von Vincent van Gogh. Allein dieser Gedanke wirkt schon beeindruckend – das Ergebnis ist schlicht überwältigend.
Die Bilder scheinen förmlich zu leben. Farben fließen ineinander, Pinselstriche bewegen sich vor den Augen des Zuschauers und erschaffen eine Welt, die aussieht, als wäre man direkt in eines von Van Goghs Gemälden hineingetreten. Mal leuchten die Farben voller Wärme und Leben, dann wieder wirken sie melancholisch und beinahe traumartig. Es ist eine visuelle Erfahrung, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Immer wieder ertappt man sich dabei, wie man einzelne Einstellungen einfach nur betrachten möchte, anstatt der Handlung zu folgen.
Dabei besitzt der Film durchaus eine interessante Geschichte. In Form eines Kunstkrimis nähert sich die Handlung den letzten Lebensmonaten Vincent van Goghs und versucht, die Umstände seines Todes zu beleuchten. Die Erzählung ist klug aufgebaut und entfaltet ihre Geheimnisse Stück für Stück. Doch so spannend die Geschichte auch sein mag – die eigentliche Hauptrolle spielen die Bilder. Sie ziehen die Aufmerksamkeit immer wieder auf sich und überstrahlen stellenweise sogar die Handlung. Das ist allerdings kein Nachteil, sondern vielmehr Ausdruck der enormen künstlerischen Kraft des Films.
Um dieses Projekt zu verwirklichen, arbeiteten über hundert Künstler über Jahre hinweg an tausenden von Ölgemälden. Allein dieser Aufwand macht deutlich, wie außergewöhnlich die Produktion ist. Während viele Animationsfilme auf modernste Computertechnik setzen, entstand hier etwas beinahe Handwerkliches, das sich jeder schnellen Kategorisierung entzieht. Die Leidenschaft und Hingabe, die in jeder einzelnen Szene steckt, ist jederzeit spürbar.
Was Loving Vincent letztlich so besonders macht, ist seine völlige Einzigartigkeit. Es gibt Filme über Kunst, Filme über Künstler und Filme mit beeindruckender Optik. Doch kaum ein Werk verbindet all diese Elemente auf eine derart konsequente Weise. Man schaut nicht einfach nur einen Film, man erlebt ein bewegtes Gemälde, eine Hommage an einen der bedeutendsten Künstler der Geschichte und gleichzeitig ein visuelles Erlebnis, das seinesgleichen sucht.
Loving Vincent ist daher weit mehr als nur eine Biografie oder ein Animationsfilm. Es ist ein berauschendes Fest aus Farben, Licht und Kreativität. Ein Werk, das man nicht nur sieht, sondern förmlich auf sich wirken lässt. Vergleichbares existiert praktisch nicht. Ein echtes Meisterwerk der Film- und Kunstgeschichte.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Anders als bei der schlechten US-Umsetzung (Bitrate von 13 Mbps) hat Weltkino Filmverleih vieles richtig gemacht, die Qualität ist ein Gedicht. Farben und Details sind bemerkenswert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Sehr weiche fast schon verträumte Klänge, sehr sauber und mit klaren Dialogen.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Künstlerisch schönes Standardbonusmaterial, so malerisch wie der Film.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr!
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Mai 2018
www.weltkino.de