

Herzlich Willkommen im warmen Suburbicon, einer Vorstadtgemeinde mit immerwährend fröhlichen und jungen Familien mitten im „Heart of Amerika“. Mit seinen erschwinglichen Häusern und gepflegten Rasenflächen ist Suburbicon in den 1950er Jahren die idyllische Postkarten-Antwort auf den amerikanischen Traum. Das Leben der Familie Lodge, die ein wichtiger Pfeiler der Gemeinde ist, wird eines Tages auf den Kopf gestellt, als ein Einbruch in ihrem Haus ausser Kontrolle gerät und es zum Tod der Mutter kommt. Die Lodges geraten in einen Strudel ungewöhnlicher und höchst verdächtiger Ereignisse, der sie immer tiefer in ein Netz von Verrat und Erpressung hineinzieht. Der junge Nicky Lodge versucht währenddessen mit dem Verlust seiner Mutter klarzukommen und die seltsamen egoistischen Machenschaften der Erwachsenen zu verstehen. Doch seine Neugierde blockiert die Versuche seines Vaters eine neue Familienordnung herzustellen. Während das Chaos, das im Zuhause der Lodges immer weiter um sich greift, nach außen hin unbemerkt bleibt, gerät die Gemeinde zunehmend zu einem wütenden Mob: Grund dafür ist erste farbige Familie, die eben in die Nachbarschaft einzieht…
Originaltitel: Suburbicon
Regie: George Clooney (Ein verlockendes Spiel).
Drehbuch: Joel Coen, Ethan Coen, George Clooney, Grant Heslov.
Darsteller: Matt Damon (Der Marsianer), Julianne Moore (Still Alice), Noah Jupe (Wunder), Oscar Isaac (Ex Machina), Karimah Westbrook (American Violet), Glenn Fleshler (True Detective).
Genre: Krimi / Thriller / Drama
Land: USA / UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 105 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Featurettes, Trailer (deutsch/englisch), Trailershow.
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Hinter gepflegten Vorgärten, blitzblanken Einfamilienhäusern und dem vermeintlich perfekten Vorstadtidyll verbirgt sich nicht selten eine Fassade. Genau mit diesem Gegensatz spielt George Clooney in Suburbicon und entwirft ein ebenso zynisches wie bissiges Bild des amerikanischen Vorstadtlebens der 1950er-Jahre. Dass Joel und Ethan Coen das ursprüngliche Drehbuch schrieben, ist dabei nahezu in jeder Szene zu spüren. Ihr unverwechselbarer schwarzer Humor und die feine Ironie ziehen sich durch den gesamten Film, während Clooney diese Handschrift mit seiner eigenen ruhigen Inszenierung verbindet. Der Film entwickelt seinen Reiz weniger über klassische Thriller-Spannung als über seine Atmosphäre und die schleichende Eskalation menschlicher Abgründe. Handwerklich ist Suburbicon hervorragend umgesetzt. Ausstattung, Kameraarbeit und das sorgfältig rekonstruierte Zeitbild erzeugen eine glaubwürdige Kulisse, in der die heile Welt Stück für Stück auseinanderbricht.
Gerade diese betont ruhige Erzählweise dürfte jedoch nicht jedem Zuschauer zusagen. Immer wieder gönnt sich der Film längere Passagen, wodurch der Spannungsbogen spürbar an Dynamik verliert. Statt permanentem Nervenkitzel setzt Clooney auf Beobachtung und Charakterzeichnung, was den Thriller insgesamt eher durchschnittlich spannend erscheinen lässt. Überzeugen kann dagegen die Besetzung. Matt Damon, Julianne Moore und Oscar Isaac fügen sich hervorragend in das perfide Spiel aus Lügen, Gier und Doppelmoral ein. Besonders hervorzuheben ist jedoch Noah Jupe, der seiner Figur eine bemerkenswerte Intensität und Mitfühlsamkeit verleiht. Gerade durch seine zurückhaltende Darstellung erhält das Geschehen eine zusätzliche emotionale Ebene. Suburbicon gehört zweifellos zu den ungewöhnlicheren Thrillern der vergangenen Jahre. Mit seiner bissigen Gesellschaftskritik, dem unverkennbaren Einfluss der Coen-Brüder und George Clooneys stilvoller Regie entsteht ein Film, der sich bewusst vom Gewohnten absetzt. Nicht jede erzählerische Entscheidung geht dabei vollständig auf, doch gerade seine Eigenständigkeit sorgt dafür, dass er frischen Wind in das Genre bringt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein ruhiges Bild mit ausgezeichneten Details, mit einer glasklaren Schärfe, mit einem hervorragend hellen Kontrast und satten Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Überwiegend stechen die klaren Dialoge hervor, doch immer wieder (wie zum Beispiel bei vorbeifahrenden Auto) erzeugt der Klang Streckmomente durch eine leicht übertriebene Dynamik. Ansonsten erklingt dieser mehr als sauber.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Die Featurettes haben eine Gesamtlaufzeit von 48 Minuten, das ist ganz ordentlich und zeigt einige gute Einblicke. Ansonsten bekommt man nur noch den Trailer zum Film geboten.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 22. März 2018
www.concorde-movie-lounge.de