


Richard Loving ehelicht 1958 in Washington, D.C. seine große Liebe Mildred. Als sie in den rassistisch geprägten Bundesstaat Virginia zurückkehren, ist ihre Ehe allerdings ein Problem, denn Richard ist weiß und Mildred dunkelhäutig, und solche Ehen sind in Virginia verboten. Die Verurteilung zu einem Jahr Haft wird nur ausgesetzt, wenn sie den Bundesstaat verlassen und für mindestens 25 Jahre nicht gemeinsam betreten.
Doch in dieser Zeit der Bürgerrechtsbewegungen will die Familie Loving sich nicht mit ihrer Niederlage zufrieden geben. Ethnische Grenzen überschreitend ziehen sie vor Gericht, um eine Legalisierung ihrer Liebe zu erwirken.
Originaltitel: Loving.
Regie: Jeff Nichols.
Drehbuch: Jeff Nichols.
Darsteller: Ruth Negga (World War Z), Joel Edgerton (The Gift), Will Dalton, Dean Mumford, Terri Abney, Alano Millerm Chris Greene, Benjamin Booker, Justin Robinson, Dennis Williams.
Genre: Drama.
Land: USA.
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 123 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1 MA, DTS-HD 5.1 MA
Untertitel: deutsch, dänisch, englisch, hindi, französisch, finnisch.
Extras: Audiokommentar, Making Love, A Loving Ensemble, Loving v. Virginia, Virginia: A Loving Backdrop.
Vertrieb: Universal Pictures Germany GmbH
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Einige Geschichten brauchen keine großen Reden, keine dramatischen Ausbrüche und keine künstlich erzeugten Tränen. Die wahre Geschichte hinter Loving gehört genau dazu. Regisseur und Drehbuchautor Jeff Nichols nähert sich diesem historischen Stoff mit bemerkenswerter Zurückhaltung und schafft gerade dadurch einen Film, der tief berührt. Statt die Ereignisse zu dramatisieren, vertraut Nichols auf die Kraft seiner Figuren und auf die Wahrheit ihrer Geschichte.
Basierend auf den tatsächlichen Erlebnissen von Richard Loving und Mildred Loving erzählt der Film von einem Ehepaar, dessen Liebe in den Vereinigten Staaten der 1950er- und 1960er-Jahre plötzlich zu einer politischen Angelegenheit wird. Dabei geht es zwar um Rassentrennung, Vorurteile und gesellschaftliche Ungerechtigkeit, doch Nichols macht daraus kein klassisches Gerichtsdrama oder politisches Manifest. Vielmehr konzentriert er sich auf die Menschen selbst. Auf zwei Personen, die einfach nur zusammenleben möchten und deren Liebe stärker ist als die Hindernisse, die ihnen in den Weg gestellt werden.
Besonders beeindruckend ist die akribische Recherche des Regisseurs. Viele Einstellungen orientieren sich sichtbar an historischen Fotografien und überlieferten Aufnahmen der echten Lovings. Dadurch entsteht eine Authentizität, die den gesamten Film durchzieht. Nichts wirkt überhöht oder künstlich inszeniert. Vielmehr hat man häufig das Gefühl, Zeuge echter Momente zu werden. Diese Detailverliebtheit verleiht dem Film eine Glaubwürdigkeit, die man bei biografischen Stoffen nur selten erlebt.
Einen erheblichen Anteil daran haben auch die beiden Hauptdarsteller. Ruth Negga liefert eine außergewöhnlich feine und nuancierte Darstellung ab, die vollkommen zu Recht mit einer Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin gewürdigt wurde. Sie spielt ihre Figur mit einer stillen Stärke, die nie laut werden muss, um Eindruck zu hinterlassen. An ihrer Seite überzeugt Joel Edgerton ebenso eindrucksvoll. Gemeinsam entwickeln sie eine Chemie, die den Film trägt und jede Szene glaubwürdig erscheinen lässt.
Gerade die leisen Momente sind es, die Loving so besonders machen. Nichols verzichtet bewusst auf übertriebene Dramatik und vertraut darauf, dass kleine Gesten oft mehr sagen als große Worte. Dadurch entsteht ein Drama, das nicht durch spektakuläre Wendungen fesselt, sondern durch seine Ehrlichkeit. Hoffnung, Zusammenhalt und Liebe stehen im Mittelpunkt, ohne jemals kitschig zu wirken.
Loving ist deshalb weit mehr als nur ein Film über ein wichtiges Kapitel amerikanischer Geschichte. Es ist eine feinfühlige Hommage an zwei Menschen, deren Liebe stärker war als gesellschaftliche Grenzen und politische Gesetze. Ruhig erzählt, hervorragend gespielt und mit großer Sorgfalt inszeniert, gehört der Film zu jenen Werken, die ihre Wirkung nicht lautstark entfalten, sondern sich langsam und nachhaltig im Herzen des Zuschauers festsetzen. Ein wunderschönes, bewegendes Drama voller Menschlichkeit und Hoffnung.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Minimale Körnungen, doch ansonsten überzeugen die hervorragend klare Schärfe und der helle Kontrast.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ebenfalls sehr ruhig gehalten, sehr sauber und doch mit Atmosphäre. Ein authentisch wirkender und gefühlvoller Klang.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Die Extras bietet einige kleine über die Dreharbeiten und über das echte Paar „Loving“. Standard!
Zusätzliche Infos: Nach einer wahren Geschichte.
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
VÖ-Kauf: 26. Oktober 2017.
www.universal-pictures.de