


Der sagenumwobene chinesische Geheimbund „Söhne des Drachen“ liefert sich an der amerikanischen Westküste einen brutalen Bandenkrieg mit japanischen Yakuza. Töpfermeister Yo – der Freeman – ist eine perfekte Kampfmaschine. Bei einem Auftragsmord wird er von der Malerin Emu O’Hara beobachtet. Aber er missachtet den Befehl, die Augenzeugin aus dem Weg zu räumen, und stellt sich offen gegen die „Söhne des Drachen“, die ihn als Verräter brandmarken und aus dem Weg räumen wollen.
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> Originaltitel: Crying Freeman
> Regie: Christophe Gans.
> Drehbuch: Christophe Gans, Kazuo Koike, Ryoichi Ikegami.
> Darsteller: Mark Dacascos, Julie Condra, Kevan Ohtsji, Rae Dawn Chong, Murray Lowry, Jerry Wasserman, Mikal Tang, Debbie Podowski, Mako, Tong Lung.
> Genre: Action / Krimi / Thriller
> Land: Kanada / Frankreich / Japan
> FSK: 16 Jahren.
> Laufzeit: 102 Minuten.
> Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
> Sprachen: Deutsch, Englisch.
> Tonformat: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1 (Hörfilmfassung)
> Untertitel: deutsch, englisch (beide für japanische Dialoge).
> Extras: 3 Features mit dem Regisseur Christophe Gans über: den Ursprung, die Ausstattung, die Storyboards, 3 Featurettes: Making Of 1+2, Über den Schnitt, Hinter den Kulissen; Promo: Featurette 1 + 2, 2 Deleted Scenes, Teaser, Trailer, 2 Retrospektives Interviews mit Regisseur Christophe Gans und Mark Dacascos.
> Vertrieb: © Fernsehjuwelen / Filmjuwelen / AL!VE AG
> Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Mit Crying Freeman – Der Sohn des Drachen schuf Regisseur Christophe Gans Mitte der 1990er-Jahre eine ungewöhnliche Mischung aus stilisierter Action und beinahe poetischem Erzählen. Der Film besticht vor allem durch seine bemerkenswerte Action, die weniger auf hektische Effekte setzt, sondern auf präzise inszenierte Kampfchoreographien und handwerklich beeindruckende Stunts. Viele dieser Sequenzen wirken auch heute noch erstaunlich zeitlos und zeigen, mit welcher Sorgfalt Bewegung und Rhythmus in Szene gesetzt wurden.
Bemerkenswert ist zudem, wie nah die Verfilmung an ihrer Vorlage bleibt. Gans gelingt es, die Geschichte – abgesehen von wenigen, leicht verschmerzbaren Anpassungen – nahezu eins zu eins auf die Leinwand zu übertragen. Vielen Zuschauern ist vielleicht gar nicht bewusst, dass Crying Freeman auf einem gleichnamigen Manga basiert, geschaffen von Kazuo Koike und Ryōichi Ikegami. Gerade diese Treue zur Vorlage verleiht dem Film eine besondere visuelle und erzählerische Eigenart, die sich deutlich von konventionellen Actionproduktionen jener Zeit abhebt.
Inhaltlich bewegt sich der Film souverän zwischen mehreren Genres. Action, Drama und Romantik greifen ineinander, ohne dass eines das andere verdrängt. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die überraschend harmonisch wirkt und dem Geschehen eine emotionale Tiefe verleiht. Die Gewalt bleibt stilisiert, während die Beziehungselemente dem Film eine ruhige, fast melancholische Note geben.
Auffällig ist auch das Erzähltempo. Crying Freeman entfaltet sich mit einer bemerkenswerten Ruhe, beinahe sinnlich in seiner Bildsprache und Dramaturgie. Statt permanentem Tempo setzt der Film auf Stimmung, Blicke und Momente der Stille – ein Ansatz, der dem Werk eine eigene Eleganz verleiht.
So bleibt Crying Freeman – Der Sohn des Drachen eine besondere Comicverfilmung: visuell stilvoll, erzählerisch ruhig und geprägt von einer seltenen Mischung aus Action und poetischer Melancholie. Ein Film, der zeigt, wie wirkungsvoll Genregrenzen verschwimmen können, wenn sie mit Gefühl und ästhetischem Gespür umgesetzt werden.
> Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Bildqualität hinterlässt insgesamt einen sehr positiven Eindruck. Besonders in gut ausgeleuchteten Szenen überzeugt die Darstellung mit einer präzisen Schärfe und einer sauberen Detailzeichnung. In dunkleren Momenten zeigen sich jedoch kleinere Schwächen: Hier wirkt der Kontrast nicht immer perfekt ausbalanciert, wodurch das Bild etwas an Stabilität verliert. Die Farbgebung bleibt durchgehend natürlich und angenehm zurückhaltend, dürfte stellenweise jedoch etwas kräftiger ausfallen, um noch mehr visuelle Wirkung zu entfalten.
> Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Tonspur präsentiert sich angenehm ausgewogen und technisch sehr sauber. Dialoge sind jederzeit problemlos verständlich und fügen sich harmonisch in das Gesamtklangbild ein. Allerdings bleibt die Dynamik insgesamt eher moderat, wodurch der Sound etwas zurückhaltend wirkt und selten wirklich kraftvolle Akzente setzt.
> Bonusbewertung: 3,5 von 5 Sternen.
Beim Bonusmaterial zeigt sich die Veröffentlichung erfreulich großzügig ausgestattet. Neben einem Audiokommentar von Regisseur Christophe Gans finden sich umfangreiche Interviews, mehrere Featurettes und Hintergrundberichte zur Produktion. Ergänzt wird das Paket durch zwei entfernte Szenen sowie verschiedene Teaser und Trailer. Insgesamt entsteht so ein informatives Zusatzangebot, das interessierten Zuschauern zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen ermöglicht.
> Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
> Zusätzliche Infos: —
> Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
> EAN: 4042564255928
> VÖ-Kauf: 12.03.2026