


Für Teacake (Joe Keery) und Naomi (Georgina Campbell) beginnt die wildeste Nachtschicht ihres Lebens, als in dem Self-Storage-Laden, in dem sie arbeiten, ein mysteriöser Pilz-Parasit ausbricht. Der hochgefährliche Mikro-Organismus stammt aus einer versiegelten Militärbasis unter dem Gebäude – ein Relikt geheimer US-Experimente, das jahrzehntelang unter Verschluss war. Doch jetzt breitet es sich rasend schnell aus und verwandelt Menschen wie Tiere in Zombieähnliche Kreaturen. Die Zeit läuft ab – und es liegt nun an Teacake und Naomi mit Hilfe eines in die Jahre gekommenen Anti-Bioterror-Agenten (Liam Neeson), die Menschheit vor ihrem Untergang zu bewahren.
Originaltitel: Cold Storage
Ein Film, der gar nicht erst versucht, mehr zu sein, als er ist – und genau darin liegt seine Stärke. Cold Storage präsentiert sich als unterhaltsamer Genre-Mix aus Horror und schwarzer Komödie, der seine Liebe zu klassischen B-Movies offen zur Schau stellt.
Große Ereignisse oder komplexe Handlungsbögen sucht man hier vergeblich. Alles bleibt bewusst klein, überschaubar und fast schon beiläufig inszeniert. Doch gerade diese Reduktion funktioniert erstaunlich gut – denn der Film weiß, wie er aus wenig das Maximum an Unterhaltung herausholt.
Die Splatter-Elemente setzen immer wieder kleine, effektive Akzente und unterstreichen den deutlich spürbaren Trash-Faktor. Und dieser ist hier kein Makel, sondern Programm. Cold Storage zelebriert seine Absurdität mit einem Augenzwinkern.
Besonders die Dialoge tragen ihren Teil dazu bei. Trocken, teilweise herrlich beiläufig, entfalten sie genau dadurch ihre Wirkung – keine großen Pointen, sondern Sprüche, die einfach sitzen.
Wer hier tiefgründigen Horror oder komplexe Charakterentwicklung erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht. Doch das ist auch nie das Ziel dieses Films. Es geht um schnellen, unkomplizierten Spaß – um Momente, die nicht nachhallen müssen, sondern im Augenblick funktionieren.
Und genau das gelingt. Ohne Anspruch auf Tiefe, aber mit einem sicheren Gespür für Timing und Tonalität, entwickelt sich Cold Storage zu einer überraschend gelungenen, leicht trashigen Unterhaltung.
So unangenehm der Pilz im Film wirkt, so passend spiegelt sich das auch visuell wider: kräftige, auffällige Farben dominieren das Geschehen. Die Schärfe ist gestochen klar, feine Details kommen gut zur Geltung und der Kontrast ist stimmig gewählt – genau richtig, um den charmanten Trashfaktor zu unterstreichen.
Die Tonspur bietet eine solide Dynamik und klar verständliche Dialoge. Ergänzt wird das Ganze durch passende Soundeffekte, die den leichten Ekelfaktor hörbar unterstützen. Insgesamt präsentiert sich der Klang sauber und ordentlich abgestimmt.
Beim Bonusmaterial herrscht gähnende Leere – nicht einmal eine Trailershow zu weiteren Titeln ist vorhanden.