


Mia erreicht die schockierende Nachricht über den plötzlichen Tod ihres Vaters. Sie reist nach Italien, um ihn zu beerdigen. Doch in seiner Wohnung spürt sie eine unheimliche, übernatürliche Präsenz. Der Geist ihres Vaters wandert womöglich noch immer umher. Will er sie warnen? Denn es häufen sich seltsame Ereignisse rund um seine Urne. Der Kampf gegen gefährliche Dämonen hat gerade erst begonnen!
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Als Hommage an klassische Geister- und Spukhorrorfilme funktioniert The Grieving: Asche zu Asche durchaus. Man spürt, dass die Macher eine Vorliebe für das Genre besitzen und sich an bekannten Motiven und Stilmitteln orientieren. Gerade deshalb entsteht stellenweise eine solide, melancholische Atmosphäre, die gut zum italienischen Horror-Drama passt. Leider bleibt es überwiegend bei vertrauten Versatzstücken. Die Geschichte entwickelt sich nur sehr schleppend und benötigt lange, um überhaupt richtig in Gang zu kommen. Statt die zentralen Konflikte konsequent auszubauen, verliert sich die Handlung immer wieder in Nebenschauplätzen, die zwar Laufzeit füllen, der eigentlichen Geschichte jedoch kaum zusätzliche Tiefe verleihen.
Hinzu kommt, dass der Verlauf nur selten überraschen kann. Viele Entwicklungen zeichnen sich frühzeitig ab, wodurch die Spannung deutlich leidet. Gerade bei einem Film, der stark auf Atmosphäre und Mysterien setzt, fällt diese Vorhersehbarkeit besonders ins Gewicht. Atmosphärisch bleibt das Werk dennoch solide. Die düstere Grundstimmung trägt den Film über manche erzählerische Schwäche hinweg und sorgt dafür, dass zumindest ein gewisses Interesse erhalten bleibt. Wirklich packende oder nachhaltig verstörende Momente bleiben jedoch aus. Besonders störend wirkt ein offensichtlich auf Wirkung getrimmter Jump-Scare im Mittelteil des Films. Während der Rest der Inszenierung eher auf ruhigen Horror setzt, fühlt sich dieser Schreckmoment wie ein Fremdkörper an und wirkt unnötig forciert.
Auch das Finale hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Der große Twist soll offenbar für einen überraschenden Abschluss sorgen, wirkt jedoch eher plump als clever. Statt die Geschichte aufzuwerten, nimmt er dem Ende sogar etwas von seiner Wirkung. Die Auflösung erinnert dabei an bekannte Genrevertreter, erreicht deren Qualität jedoch nicht annähernd. So bleibt „The Grieving – Asche zu Asche“ ein atmosphärisch ordentliches Horror-Drama, das seine guten Ansätze nicht konsequent nutzt. Zu vorhersehbar, zu zerfasert und letztlich zu wenig mutig, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Eine solide Genre-Hommage mit stimmungsvoller Atmosphäre, der jedoch die Spannung, die Originalität und die wirklich packenden Momente fehlen. Für Genrefans noch interessant, für alle anderen eher verzichtbar.
Die Bildqualität überzeugt mit einer sehr klaren Schärfe und einer sauberen Detailzeichnung. Der Kontrast ist stimmig abgestimmt und verleiht dem Geschehen eine angenehme Tiefenwirkung. Die bewusst zurückhaltende Farbgebung sorgt dabei für eine eher blasse, aber passende Bildatmosphäre.
Die Tonspur geht ausgesprochen zurückhaltend vor und setzt nahezu vollständig auf ruhige Töne. Dadurch entsteht nur wenig akustische Atmosphäre, technisch gibt es jedoch kaum Anlass zur Kritik. Der Klang wirkt sehr sauber, die Dialoge bleiben klar verständlich und die gesamte Abmischung hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck.
Das Bonusmaterial beschränkt sich auf den Trailer zum Film, der sowohl in deutscher Sprache als auch im Originalton enthalten ist.