


Drei Jahre nach den Ereignissen der letzten Battle Royale haben sich Shuya Nanahara, Noriko Nakagawa und weitere Überlebende des BR-Programms zum Widerstand zusammengeschlossen. Unter dem Namen Wild Seven erklären sie den Erwachsenen den Krieg und verfolgen nur ein Ziel: die Abschaffung des BR-Gesetzes! Doch Staat und Gesellschaft haben aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. Sie verleumden Shuya und seine Anhänger als Terroristen und schicken die nächste Schulklasse in das ausweglose Spiel. Doch die Regeln haben sich geändert! Die todgeweihten Schüler haben einen Auftrag: Shuya Nanahara und seine Wild Seven müssen vernichtet werden!
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Battle Royale II: Requiem versucht den kompromisslosen Wahnsinn seines Vorgängers noch größer und brutaler fortzuführen. Zumindest bei der Action gelingt das der Fortsetzung durchaus, denn die Härte der Gewaltszenen fällt erneut schonungslos aus. Gerade die ersten 45 Minuten wirken dabei allerdings extrem überdreht und beinahe comichaft inszeniert. Vieles erscheint lauter, hektischer und absurder als noch im ersten Film, wodurch ein Teil der beklemmenden Wirkung verloren geht.
Mit dem starken Vorgänger kann „Battle Royale II: Requiem“ insgesamt leider nicht mithalten. Vor allem die Handlung wirkt oft konstruiert und wenig glaubwürdig. Die Idee, Schüler als paramilitärische Einheit gegen die Überlebenden des ersten Teils antreten zu lassen, erscheint stellenweise schlicht zu absurd, selbst für dieses ohnehin extreme Universum.
Hinzu kommt, dass die Fortsetzung nur selten wirklich neue Impulse setzt. Viele Gore- und Splattermomente verlassen sich stark auf die bekannten Mechanismen des Vorgängers. Eine der wenigen interessanten Erweiterungen ist das Konzept der Zweierteams mit verbundenen Halsbändern — stirbt ein Partner, stirbt automatisch auch der andere. Diese Idee sorgt zumindest kurzfristig für etwas zusätzliche Spannung und Dynamik.
Dennoch besitzt der Film auch einige klare Stärken. Die düstere Atmosphäre funktioniert erstaunlich gut, der Soundtrack unterstützt die bedrückende Stimmung wirkungsvoll und die kompromisslose Härte der Actionsequenzen dürfte Genrefans definitiv zufriedenstellen. Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich zudem um den sogenannten „Revenge Cut“ mit einer Laufzeit von rund zweieinhalb Stunden (20 Minuten mehr), mit der vor allem mehr inhaltliche Tiefe gezeigt wird, aber keine erweiterte drastischen Gewaltszenen enthält. So bleibt „Battle Royale II: Requiem“ letztlich eine deutlich schwächere, aber durchaus interessante Fortsetzung, die mehr durch ihre brutale Energie als durch ihre Geschichte im Gedächtnis bleibt.
Die Blu-ray präsentiert den Film mit einer angenehm klassischen Optik, die ihren analogen Ursprung zu keiner Zeit versteckt. Die sichtbare Körnung wirkt dabei nicht störend, sondern unterstützt den rauen und authentischen Charakter der Bilder. Farblich dominiert eine warme, leicht erdige Abstimmung, wodurch besonders dunklere Szenen etwas stumpfer und ausgewaschen erscheinen können. Insgesamt wirkt das Bild bewusst ungeschliffen und stellenweise fast dreckig, was jedoch gut zur Atmosphäre passt. Bei der Schärfe wäre zwar gelegentlich etwas mehr Präzision wünschenswert gewesen, dennoch bleibt die Präsentation insgesamt stimmig und filmisch.
Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch der japanische Originalton hinterlassen einen sehr gelungenen Eindruck. Gerade die deutsche Fassung überrascht positiv, da sie sorgfältig umgesetzt wurde und die Stimmen hervorragend zum Geschehen passen. Die Dialoge bleiben jederzeit klar verständlich und harmonieren gut mit der restlichen Klangkulisse. Besonders Musik und die intensiveren Kriegsmomente profitieren von einer kräftigen Dynamik und einem spürbaren Bassfundament. Insgesamt entsteht dadurch eine ausgewogene und kraftvolle Tonabmischung.
Zusätzliches Bonusmaterial zum Film selbst sucht man vergeblich. Enthalten sind lediglich einige Trailer beziehungsweise Programmtipps zu weiteren Veröffentlichungen.