


Der Graf ist wieder da – und er hat es auf das Blut der blutjungen Londoner Girls abgesehen! Eine Hand voll abgeschlaffter Szenetypen der psychedelischen Hippie-Ära langweilen sich in London zu Tode. Doch dann macht Johnny Alucard ein paar echt coole Vorschläge, wie er die Gruppe aufmischen will. Und falls Sie sich immer noch fragen, was Johnny im Schilde führt, lesen Sie seinen Nachnamen doch mal Rückwärts. Nach 100 Jahren Scheintod erwacht Dracula (Christopher Lee streift sich zum sechsten Mal das Cape über) in der modernen Welt zum Leben. Schon bald beginnt der König der Vampire sich seine Opfer in Londons Mädchenwelt zu suchen. Die Polizei wendet sich ratlos an Professor Van Helsing (Peter Cushing) – seiner Theorie vom Vampirismus schenken sie jedoch keinen Glauben. Als sich die Morde im Freundeskreis seiner Enkelin häufen, befürchtet van Helsing das Schlimmste.
Originaltitel: Dracula A.D. 1972
Regie: Alan Gibson.
Drehbuch: Don Houghton.
Darsteller: Christoper Lee (Star Wars), Peter Cushing, Stephanie Beacham, Christopher Neame, Michael Coles, Marsha A. HUnt, Caroline Munro.
Genre: Horror
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 96 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Trailer (deutsch/englisch), Werberatschläge, Bildergalerie mit Musik.
Vertrieb: OneGate Media GmbH.
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Manchmal führen selbst traditionsreiche Filmreihen zu Experimenten, die nicht ganz aufgehen wollen. Genau diesen Eindruck hinterlässt Dracula A.D. 1972, eine der ungewöhnlichsten Dracula-Verfilmungen aus dem Hause Hammer Film Productions. Für Fans von Christopher Lee bleibt der Film dennoch interessant. Allein seine erneute Verkörperung des berühmten Vampirs macht das Werk zu einem festen Bestandteil der Hammer-Dracula-Reihe. Doch anders als viele seiner Vorgänger wagt der Film einen radikalen Zeitsprung und verlegt die Handlung in das damalige moderne London der frühen 1970er-Jahre. Genau hier beginnen allerdings die Probleme. Die Idee, Dracula aus den vertrauten gotischen Kulissen herauszulösen und in die Gegenwart zu versetzen, klingt auf dem Papier durchaus reizvoll. In der Umsetzung wirkt dieser Kulturclash jedoch häufig eher befremdlich als spannend. Die Mischung aus Hippie-Ästhetik, Popkultur der Siebziger und klassischem Vampirhorror erzeugt zwar eine eigenwillige Atmosphäre, doch nicht immer die beabsichtigte.
Statt echter Spannung entsteht stellenweise unfreiwillige Komik. Viele Szenen wirken heute merkwürdig überholt, andere erinnern eher an eine kuriose Zeitkapsel der frühen 1970er-Jahre als an einen ernsthaften Horrorfilm. Was damals vermutlich modern und zeitgemäß erscheinen sollte, lässt den Film heute oftmals seltsam aus der Zeit gefallen wirken. Hinzu kommt, dass die Geschichte wenig Neues zu erzählen hat. Vieles wirkt wie eine Variation bekannter Motive, ohne ihnen frische Impulse zu verleihen. Der Handlung fehlt es häufig an Dynamik, und echte Höhepunkte bleiben rar. Gerade im Vergleich zu den stärkeren Hammer-Klassikern erscheint die Inszenierung überraschend routiniert und stellenweise sogar etwas lieblos. Dabei besitzt der Film durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Wer Freude an skurrilen Genrefilmen, nostalgischem Siebzigerjahre-Flair und den Eigenheiten des klassischen Hammer-Horrors hat, dürfte an diesem kuriosen Ausflug Gefallen finden. Als Trash-Unterhaltung funktioniert das Ganze oftmals sogar besser als als ernsthafter Dracula-Film. So bleibt „Dracula jagt Mini-Mädchen“ ein Werk, das vor allem für Komplettisten und Christopher-Lee-Fans interessant ist. Als Teil der Dracula-Reihe besitzt der Film zweifellos seinen historischen Reiz, erreicht jedoch weder die Atmosphäre noch die Spannung der großen Hammer-Klassiker. Kurios, stellenweise unfreiwillig komisch und als Trashfilm deutlich überzeugender als als Horrorfilm – aber gerade deshalb für manche Zuschauer vielleicht doch einen Blick wert.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Blut im Film sieht schon sehr knallig und unnatürlich aus, die kräftige Farbwiedergabe verstärkt das zusätzlich. Leichte Körnungen sind gegeben, doch Kontrast und auch die Schärfe zeigen sich recht ordentlich.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Ein recht matter Sound der sich zwar dynamisch aber nur im Frontbereich präsentiert.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Standardextras ohne wirkliches Interesse.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912973169
VÖ-Kauf: 04. Oktober 2019.
www.onegate.de