


Über ein Jahr lang hat Mossad-Kontaktmann Thomas Hirsch nichts mehr von seiner Agentin Rachel gehört, als er plötzlich einen kryptischen Anruf von ihr erhält. Ihr Vater sei gestorben. Schon wieder. Dann legt sie auf. Sofort wird Thomas zu einem Krisentreffen beordert. Der Geheimdienst ist alarmiert, denn als ehemalige Mossad-Spionin verfügt Rachel über brisantes Wissen. Jahrelang hatte Thomas sie auf immer gefährlichere Missionen geschickt, bis sie sich in eine Zielperson verliebte. Jetzt soll Thomas herausfinden, ob Rachel eine Bedrohung für die Organisation darstellt, während er zugleich versucht, sie zu beschützen.
Originaltitel: The Operative
Regie: Yuval Adler.
Drehbuch: Yuval Adler, Yiftach R. Atir.
Darsteller: Diane Kruger (Das Vermächtnis der Tempelritter), Martin Freeman (Sherlock), Cas Anvar, Rotem Keinan, Lana Ettinger, Yoav Levi, Yohanan Herson.
Genre: Thriller
Land: Frankreich / Israel / Deutschland / USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 117 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Russisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Weltkino Filmverleih / Universum Film GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Spionagethriller leben meist von Spannung, Geheimnissen, überraschenden Wendungen und Figuren, deren wahre Absichten man bis zuletzt nicht durchschauen kann. The Operative versucht genau in diese Richtung zu gehen, setzt dabei jedoch weniger auf große Action als auf eine ruhigere, psychologischere Erzählweise. Das Problem dabei ist nur, dass die Geschichte nur selten die Intensität erreicht, die sie für diesen Ansatz eigentlich benötigen würde. Der größte Lichtblick des Films ist ohne Zweifel Diane Kruger. Erneut beweist sie ihr bemerkenswertes schauspielerisches Können und trägt den Film nahezu allein über weite Strecken. Ihrer Figur verleiht sie die notwendige Präsenz und Glaubwürdigkeit, selbst dann noch, wenn das Drehbuch ihr nur wenig wirklich Interessantes anbietet. Man spürt förmlich, dass sie deutlich mehr aus ihrer Rolle herausholt, als ursprünglich auf dem Papier vorhanden war.
Auch die Nebendarsteller machen ihre Sache ordentlich. Die Besetzung wirkt durchweg professionell und engagiert, weshalb die Probleme des Films keineswegs bei den Schauspielern zu suchen sind. Vielmehr scheitert „Die Agentin“ an seiner Geschichte und an der Art, wie diese erzählt wird. Dabei ist die Ausgangslage eigentlich durchaus vielversprechend. Internationale Intrigen, geheime Missionen und persönliche Konflikte bieten genügend Stoff für einen packenden Thriller. Doch die Handlung entwickelt sich erstaunlich vorhersehbar. Viele Entwicklungen lassen sich früh erahnen, während echte Überraschungen oder spannende Wendungen weitgehend ausbleiben. Dadurch fehlt dem Film genau das, was ein guter Agententhriller dringend benötigt: das Gefühl permanenter Unsicherheit.
Hinzu kommt eine Inszenierung, die auffallend zurückhaltend bleibt. Grundsätzlich muss ein Thriller nicht laut oder spektakulär sein, um zu funktionieren. Mit den richtigen Mitteln kann auch eine ruhige Erzählweise enorme Spannung erzeugen. Hier gelingt das jedoch nur selten. Viele Szenen ziehen sich etwas in die Länge und entwickeln nicht die gewünschte Intensität. Besonders auffällig ist dabei der sparsame Einsatz von Musik. Teilweise wirkt es fast so, als hätten die Macher bewusst auf eine emotionale oder spannende Untermalung verzichten wollen. Das kann in bestimmten Filmen sehr wirkungsvoll sein, lässt „Die Agentin“ jedoch oft erstaunlich leer erscheinen. Statt Atmosphäre zu erzeugen, entsteht häufig eine gewisse Distanz zum Geschehen.
Gerade deshalb wirken viele Szenen blasser, als sie eigentlich sein müssten. Die Handlung schreitet zwar kontinuierlich voran, doch wirklich aufregende Momente bleiben rar. Selbst in Situationen, die eigentlich Spannung erzeugen sollten, bleibt der Film erstaunlich zurückhaltend und fast schon emotionslos. So bleibt am Ende ein Thriller, der zwar handwerklich solide umgesetzt wurde und von einer hervorragenden Hauptdarstellerin profitiert, dessen Potenzial jedoch nur selten ausgeschöpft wird. Die Geschichte bleibt zu vorhersehbar, die Inszenierung zu zurückhaltend und die Spannung zu gering, um dauerhaft zu fesseln. „Die Agentin“ ist letztlich ein Film, der vor allem wegen Diane Kruger in Erinnerung bleibt. Ihre starke Leistung und einige gute Nebendarsteller können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film weder als Spionagethriller noch als Charakterdrama sein volles Potenzial entfaltet. Ein solides Schauspielerensemble in einem leider überraschend faden und ereignisarmen Thriller.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast kommt recht hell, was aber gut zur Stimmung der Bilder passt. Leichte Körnungen sind gegeben, doch die glasklare Schärfe kann hervorragend punkten. Der Schwarzwert ist zudem nur solide gut!
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein natürlicher Klang mit klaren und dynamischen Dialogen. Durchgehend sauber aber ohne soundtechnischen Überraschungen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Einblicke über die Entstehung gibt es keine. Wer hier auf Bonusmaterial zurückgreifen möchte dem erwartet lediglich der Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4061229112413
VÖ-Kauf: 07. Februar 2020.