


Seit seiner Kindheit träumt Happy Gilmore davon, professioneller Eishockeyspieler zu werden. Doch er landet regelmäßig nur auf der Ersatzbank. Bis er feststellt, dass sein eigentliches Talent in einem ganz anderen Sport liegt: Golf! Mit seiner unkonventionellen Schlagweise kann er den Ball unglaublich weit schlagen. Als das Haus seiner Großmutter wegen hohen Steuerschulden gepfändet wird und sie kurz davorsteht, alles zu verlieren, meldet er sich zu einem großen Golfturnier an, um an das hohe Preisgeld ranzukommen. Die versnobte Golfwelt kann mit dem schnell reizbaren Quereinsteiger erst nicht viel anfangen, doch mit seiner speziellen Spielart, seinen cholerischen Ausbrüchen und irrwitzigen Showeinlagen, wird er schnell zum Publikumsmagneten. Sehr zum Ärger seines größten Konkurrenten um den Turniersieg. Es kommt zum großen Schlagabtausch.
Originaltitel: Happy Gilmore
Regie: Dennis Dugan.
Drehbuch: Tim Herlihy, Adam Sandler.
Darsteller: Adam Sandler (Eine Hochzeit zum verlieben), Julie Bowen (Kill the Boss), Christopher McDonald (Quiz Show), Frances Bay (Blue Velvet), Carl Weathers (Predator), Allen Covert, Robert Smigel, Bob Barker, Richard Kiel, Dennis Dugan.
Genre: Komödie
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 92 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: keine.
Extras: keine.
Vertrieb: OneGate Media GmbH.
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit Happy Gilmore hat Adam Sandler genau diesen typischen 90er-Jahre-Komödienmoment geschaffen, in dem völliger Blödsinn plötzlich zu etwas Kultigem wird. Der Film wirkt von Anfang an wie ein lauter Ausbruch aus jeder Form von sportlicher Etikette – und gerade im Golf, einer eigentlich so ruhigen und kontrollierten Disziplin, entfaltet dieser Kontrast seinen besonderen Reiz.
Sandler spielt seine Figur mit jener respektlosen Energie, die später zu seinem Markenzeichen wurde. Schon hier zeigt sich dieser spezielle Humor, der oft irgendwo zwischen albern, überdreht und überraschend treffsicher pendelt. Nicht jeder Gag sitzt perfekt, aber genau diese Unberechenbarkeit macht den Film so lebendig. Happy Gilmore will kein eleganter Sportfilm sein, sondern eine überdrehte Karikatur des Ehrgeizes – und genau das funktioniert erstaunlich gut.
Besonders charmant ist, wie der Film den Golfsport komplett auf den Kopf stellt. Aus der ruhigen Präzisionssportart wird ein chaotisches Spielfeld für Wutausbrüche, Missgeschicke und völlig absurde Duelle. Diese Überzeichnung sorgt dafür, dass selbst Zuschauer, die mit Golf wenig anfangen können, hier ihren Spaß finden. Der Sport wird zur Bühne für eine Figur, die ständig gegen sich selbst und die Welt um sie herum kämpft.
Rückblickend trägt der Film deutlich die Handschrift der 90er-Komödienära: laut, direkt, manchmal grob, aber immer mit einem gewissen Herz. Gerade deshalb hat er sich seinen Kultstatus verdient. Auch wenn nicht jeder Humor zündet und manche Szenen bewusst über das Ziel hinausschießen, bleibt ein sympathischer, durchgehend unterhaltsamer Film zurück, der genau weiß, was er sein will: positiv chaotisch, respektlos und einfach herrlich blöd im besten Sinne.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild besitzt keine Körnungen, weil es recht glatt gebügelt ist. Aber auf positive Weise. Die Farben präsentieren sich kräftig und der Kontrast kommt hervorragend hell daher.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton bewegt sich sauber und ausgezeichnet dynamisch im vorderen Bereich. Hier setzt nur der Soundtrack etwas Raumfeeling, auch wenn es nur einen Placeboeffekt hat.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Keine Kapitelauswahl und erst recht keine Extras. Hier geht der Ball nicht ins Loch.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912170278
VÖ-Kauf: 19. März 2021