


„Eine ganz normale Familie“ ist ein außergewöhnlich gefühlvoller Film über eine Familie, die an einer Tragödie zu zerbrechen droht.Donald Sutherland und Mary Tyler Moore sind das wohlhabende Ehepaar, dessen Leben aus den Fugen gerät, nachdem ihr ältester Sohn bei einem Bootsunfall tödlich verunglückt ist. Timothy Hutton, der jüngere Sohn, wird seit dem Ertrinken seines Bruders von Schuldgefühlen und Selbstmordgedanken gequält. Judd Hirsch als einfühlsamer Psychiater ist der Rettungsanker im Leben des Jungen. Mary Tyler Moore verkörpert auf fesselnde Weise die unerklärlich unnahbare Mutter.
Originaltitel: Ordinary People
Regie: Robert Redford.
Drehbuch: Alvin Sargent.
Darsteller: Timothy Hutton (Noch einmal Ferien), Donald Sutherland (Die Tribute von Panem), Mary Tyler Moore (Flirting with Disaster), Judd Hirsch (Independence Day), M. Emmet Walsh, Elizabeth McGovern, Adam Baldwin, Dinah Manhoff, Fredric Lehne.
Genre: Drama
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 124 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch, englisch, französisch, spanisch, japanisch.
Extras: Schwimmen im Rosengarten, Gefühle sind nicht selektiv, Trailer.
Vertrieb: Paramount Pictures / LEONINE
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Manche Filme altern. Andere werden mit jedem Jahr wichtiger. Ordinary People gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Als das Familiendrama 1981 mit mehreren Oscars ausgezeichnet wurde, darunter für den Besten Film und den Besten Nebendarsteller, galt es als herausragendes Werk seiner Zeit. Heute scheint es beinahe vergessen. Umso erstaunlicher ist es, wie modern, zeitlos und schmerzhaft ehrlich dieser Film noch immer wirkt. Dabei erzählt er keine große Geschichte. Keine Katastrophe von weltbewegendem Ausmaß. Keine Heldenreise. Nur das Zerbrechen einer Familie. Und vielleicht liegt genau darin seine Größe. Der Film blickt dorthin, wo viele Menschen lieber wegsehen. In die stillen Räume eines Hauses, in dem Trauer nicht ausgesprochen wird. In Blicke, die mehr sagen als Worte. In Gespräche, die nie geführt wurden. Und in Wunden, die von außen längst verheilt wirken, im Inneren aber weiterbluten.
Jedes Familienmitglied trägt seine Last auf eigene Weise. Manche kämpfen dagegen an, manche verdrängen sie, andere lassen sich langsam von ihr verschlingen. Der Film urteilt dabei nie über seine Figuren. Er beobachtet sie lediglich mit einer beinahe schmerzhaften Ehrlichkeit. Gerade deshalb fühlt sich alles so echt an. Die gesamte Besetzung liefert Leistungen, die nicht gespielt wirken, sondern gelebt. Jede Geste, jedes Schweigen, jede Träne besitzt Gewicht. Es sind keine Figuren auf einer Leinwand, sondern Menschen, denen man beim Scheitern und Wiederaufstehen zusieht. Besonders beeindruckend ist, wie zurückhaltend der Film erzählt wird. Wo andere Werke auf große Ausbrüche setzen würden, vertraut er auf leise Zwischentöne. Und genau dort entfaltet sich seine ganze Kraft. Die stärksten Momente sind oft die stillsten. „Eine ganz normale Familie“ macht traurig. Er macht wütend. Manchmal sogar hilflos. Und doch liegt in all dieser Schwere etwas Befreiendes. Weil der Film versteht, dass Heilung nicht bedeutet, den Schmerz zu vergessen. Sondern zu lernen, mit ihm zu leben. Vielleicht ist dies eines jener Werke, die man nicht einfach anschaut. Man erlebt sie. Und lange nachdem der Abspann verklungen ist, bleiben sie noch eine Weile im Herzen zurück. Ein großes Meisterwerk des amerikanischen Kinos. Emotional, aufwühlend und von einer Menschlichkeit durchzogen, die man nur selten findet. Starkes Starkino – damals wie heute.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild liefert im Vergleich zur DVD wesentlich bessere Details. Zudem sind leichte Kratzer behoben. Die Auflösung wirkt leicht körnig aber erscheint sich sehr natürlich. Die Schärfe ist ausreichend klar und die Farben wirken nicht übertreiben. Lediglich der Schwarzwert kann relativ kräftig überzeugen.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
In der deutschen Fassung erklingt der Ton nach wie vor matt und leicht dumpf. Doch ist dieser hier sauber und die Dialoge stechen um einiges besser hervor. Räumlich man definitiv nichts erwarten, dennoch hat dieser einige eindringliche Nuancen.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist bereits von der DVD-Ausgabe bekannt und bietet daher nichts Neues. Aber ist weiterhin ausreichend interessant!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 14. April 2022.
www.paramount.de