


Als die US-Schützenkompanie „C-For-Charly“ 1942 widerstandslos auf der von Japanern besetzten Südsee-Insel Guadalcanal landet, ahnt niemand, welche Kriegshölle in diesem Paradies auf sie wartet. Unter dem Kommando des skrupellosen Colonel Tall bekommen die Männer schnell zu spüren, daß das Leben des Einzelnen wertlos ist und nur der Sieg zählt. Blutige Gefechte und gefährliche Patrouillen durch den unwegsamen Regenwald fordern gnadenlos ihre Opfer. Die Grausamkeiten sind unbeschreiblich, so daß jeder seine Ängste vor dem Feind anders bewältigt. Ein schmaler Grat zwischen Patriotismus und Kriegswahnsinn…
Originaltitel: The Thin Red Line
Regie: Terrence Malick.
Drehbuch: Terrence Malick.
Darsteller: Adrien Brody (Der Pianist), Jim Caviezel (Monte Cristo), Ben Chaplin (Twixt), George Clooney (Up in the Air), John Cusack (2012), Woody Harrelson (Zombieland), Thomas Jane (Deep Blue Sea), Jared Leto (Willkommen im Leben), Nick Nolte (Hulk), Sean Penn (Milk), John C. Reilly (Chicago), Miranda Otto (Krieg der Welten), Nick Stahl (Terminator 3), John Travolta (Hairspray).
Genre: Drama / Krieg
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 171 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Audiokommentar, „Der schmale Grat“ aus Sicht der Darsteller, Der Schnitt von „Der schmale Grat“, Komponist Hans Zimmer über „Der schmale Grat“, Entfallene Szenen, Guadalkanal in den Nachrichten, Original Kinotrailer.
Vertrieb: Filmconfect Home Entertainment (Rough Trade Distribution)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Kriegsfilme gibt es viele. Einige setzen auf spektakuläre Schlachten, andere auf historische Genauigkeit oder menschliche Tragödien. The Thin Red Line geht jedoch einen ganz anderen Weg. Regisseur Terrence Malick interessiert sich weniger für militärische Strategien oder Heldengeschichten als für die großen Fragen des Lebens. Das Ergebnis ist vielleicht einer der tiefgründigsten und ungewöhnlichsten Kriegsfilme überhaupt. Dabei erzählt die Handlung zunächst nichts Außergewöhnliches. Der Film begleitet amerikanische Soldaten während der Kämpfe im Pazifik des Zweiten Weltkriegs und bewegt sich damit auf vertrautem Terrain des Genres. Doch schon nach kurzer Zeit wird deutlich, dass Malick weit mehr im Sinn hat als eine klassische Kriegsgeschichte. Seine Inszenierung ist von einer beinahe philosophischen Grundhaltung geprägt. Immer wieder kreisen die Gedanken der Figuren um Leben, Tod, Natur, Angst, Hoffnung und die Frage nach dem Platz des Menschen in einer oftmals grausamen Welt.
Besonders bemerkenswert ist dabei die visuelle Gestaltung. Die Landschaftsaufnahmen gehören ohne Zweifel zu den schönsten, die jemals in einem Kriegsfilm zu sehen waren. Üppige Vegetation, weite Felder, Lichtspiele in den Bäumen und die scheinbar unberührte Natur werden mit einer solchen Ehrfurcht eingefangen, dass man stellenweise beinahe vergisst, einen Kriegsfilm zu sehen. Doch genau darin liegt die große Stärke des Films. Die Schönheit der Natur steht ständig im Kontrast zur Grausamkeit des Krieges. Während die Kamera friedliche Bilder einfängt, lauern Gewalt, Leid und Tod oft nur wenige Meter entfernt. Dadurch entsteht eine Intensität, die weit über das hinausgeht, was viele andere Vertreter des Genres erreichen. Der Krieg wird nicht verdrängt oder romantisiert, sondern wirkt durch diesen Gegensatz sogar noch bedrückender und tragischer.
Hinzu kommt eine beeindruckende Besetzung, die sich beinahe wie ein Who’s who Hollywoods der späten Neunzigerjahre liest. Zahlreiche bekannte Gesichter tauchen auf, manche nur für kurze Momente. Doch Malicks Blick richtet sich nie auf Starpower oder große Auftritte. Vielmehr werden alle Figuren Teil eines größeren Ganzen. So kann es durchaus passieren, dass man vor lauter Faszination für die Bilder und die Atmosphäre beinahe übersieht, welche Hollywoodgrößen hier eigentlich mitwirken. Gerade diese Konzentration auf Stimmung und Wirkung macht den Film so einzigartig. Die poetischen Bilder entfalten eine beinahe hypnotische Kraft und verleihen der Geschichte eine ungewöhnliche Tiefe. Gleichzeitig bleibt der Krieg stets präsent. Jede schöne Aufnahme erinnert daran, was auf dem Spiel steht und was durch die Gewalt zerstört wird.
Natürlich ist „Der schmale Grat“ kein Film für jeden Zuschauer. Wer klassische Kriegsaction oder eine geradlinige Handlung erwartet, könnte mit dem meditativen Erzählstil seine Schwierigkeiten haben. Wer sich jedoch auf Malicks Vision einlässt, erlebt einen Film, der weit über die Grenzen des Genres hinausgeht. „Der schmale Grat“ ist Kriegsepos, Naturbetrachtung und philosophische Reflexion zugleich. Ein Film voller poetischer Bilder, nachdenklicher Zwischentöne und eindrucksvoller Kontraste. Die Geschichte mag auf den ersten Blick vertraut erscheinen, doch die außergewöhnliche Regiearbeit hebt das Werk weit über den Durchschnitt hinaus. Ein Kriegsfilm von beeindruckender Schönheit und zugleich erschütternder Intensität. Erstklassig.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Beachtlich ist hier vor allem die Tiefenschärfe, bei Nahaufnahmen zeigen sich die Details ausgezeichnet. Neben der natürlichen Farbwiedergabe punktet auch der passend abgestimmte Kontrast. Lediglich der Schwarzwert präsentiert sich etwas schwach.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
In den Frontkanälen kommt der Sound gut daher. Die Dialoge sind klar und deutlich verständlich. Nur bei den Action-/Kampfszenen werden räumliche Akzente gesetzt und eine schöne Dynamik. Insgesamt völlig in Ordnung doch durchaus noch ausbaufähig.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Bei den Extras geht man auf die einzelnen Aspekte ausreichend ein, so wird man hier bei den zusätzlichen Informationen nicht enttäuscht werden.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260090981900
VÖ-Kauf: 27. April 2018
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