


Als Ben das College beendet hat und wieder nach Hause zurückkommt, veranstalten seine Eltern zur Begrüßung eine große Party. Mrs. Robinson, die attraktive und charmante Nachbarin, findet Gefallen an Ben und bittet ihn, sie nach Hause zu bringen. Der eher schüchterne Junge reizt sie sehr und sie beabsichtigt, ihn zu verführen. Doch ihr Ehemann kommt früher als angekündigt nach Hause, und so wird aus ihrem Plan vorerst nichts. Aber so leicht gibt Mrs. Robinson nicht auf, und sie und Ben beginnen kurz darauf eine leidenschaftliche Affäre. Eines Tages lernt Ben Mrs. Robinsons Tochter Elaine kennen. Dies hat Folgen, denn Elaine und Ben verlieben sich ineinander… und Mrs. Robinson wird zu einer eifersüchtigen Furie…
Originaltitel: The Graduate
Regie: Mike Nichols (Angel in America).
Drehbuch: Calder Willingham, Buck Henry.
Darsteller: Dustin Hofffman (Rain Man), Anne Bancroft (Am Wendepunkt), Katharine Ross (Donnie Darko), William Daniels (Das Mädchen mit den Wunderhölzern), Murray Hamilton (Der weiße Hai), Elizabeth Wilson, Buck Henry, Brian Avery, Walter Brooke, Norman Fell.
Genre: Drama / Komödie
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 106 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital Mono 5.1, Dolby Digital Stereo.
Untertitel: deutsch, englisch, französisch.
Extras: Looking Back – Ein Film der 1960er, Interviews, Szenenanalyse, Die Rolle der Musik im Film, Dokumentation über Mike Nichols, Die Reifeprüfung – 25 Jahre später, Students of the Graduate, Audiokommentare, Behind the Scenes, Gallery, Postkarten-Set, Booklet.
Vertrieb: Studiocanal
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Mehr als fünf Jahrzehnte nach seiner Entstehung besitzt The Graduate noch immer eine Faszination, die nur wenigen Filmen vergönnt ist. Dabei wirkt die eigentliche Geschichte auf den ersten Blick erstaunlich schlicht. Doch gerade aus dieser Einfachheit entwickelt der Film eine Tiefe, die ihn bis heute zu einem der bedeutendsten Werke des amerikanischen Kinos macht. Unter der Regie von Mike Nichols entstand ein Film, der sich konsequent jeder eindeutigen Einordnung entzieht. Komödie, Drama, Liebesgeschichte, Satire und Gesellschaftskritik gehen hier nahtlos ineinander über. Kaum glaubt man, den Film in eine bestimmte Richtung einordnen zu können, schlägt er bereits einen anderen Ton an. Genau diese Vielschichtigkeit macht einen großen Teil seiner anhaltenden Wirkung aus. Besonders bemerkenswert ist die Art, wie die Geschichte erzählt wird. Viele Szenen wirken bewusst offen gehalten und lassen dem Zuschauer Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Selten wird erklärt, was man fühlen oder denken soll. Stattdessen entwickelt sich ein faszinierendes Wechselspiel zwischen Film und Publikum, bei dem jeder einzelne Zuschauer andere Nuancen und Bedeutungen entdecken kann.
Dabei lebt „Die Reifeprüfung“ von einer Ehrlichkeit, die auch heute noch erstaunlich modern wirkt. Immer wieder entstehen Momente, die sich völlig ungefiltert und menschlich anfühlen. Die Figuren wirken nicht wie klassische Filmcharaktere, sondern wie Menschen, die sich mit Unsicherheiten, Sehnsüchten und Enttäuschungen auseinandersetzen müssen. Gerade diese Authentizität verleiht dem Film seine zeitlose Qualität. Natürlich steht dabei vor allem Dustin Hoffman im Mittelpunkt, dessen Darstellung des orientierungslosen Benjamin Braddock längst Filmgeschichte geschrieben hat. Mit einer Mischung aus Unsicherheit, Verwirrung und trockenem Humor erschafft Hoffman eine Figur, die bis heute zu den prägendsten Charakteren des New-Hollywood-Kinos zählt. Nicht weniger beeindruckend ist jedoch Anne Bancroft als Mrs. Robinson. Ihre Darstellung gehört zweifellos zu den großen Leistungen der Filmgeschichte. Zynisch, verbittert, verletzlich und zugleich faszinierend kontrolliert beherrscht sie jede Szene, in der sie auftritt. Mrs. Robinson ist weit mehr als nur eine Nebenfigur – sie ist eine der ikonischsten Filmfiguren überhaupt.
Hinzu kommt ein Soundtrack, der untrennbar mit dem Film verbunden ist. Die Songs von Simon & Garfunkel verleihen der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene und sorgen dafür, dass viele Szenen noch lange nach dem Abspann im Gedächtnis bleiben. Selten haben Musik und Bilder derart perfekt miteinander harmoniert. Auch filmisch war „Die Reifeprüfung“ seiner Zeit weit voraus. Die kreative Bildsprache, die ungewöhnliche Montage und die moderne Inszenierung beeinflussten zahllose Filme, die später folgten. Viele der erzählerischen und visuellen Ideen wirken heute selbstverständlich, waren damals jedoch bemerkenswert innovativ. Das vielleicht größte Kompliment, das man dem Film machen kann, ist jedoch seine Zeitlosigkeit. Obwohl er fest in den sechziger Jahren verwurzelt ist, haben seine Themen nichts von ihrer Aktualität verloren. Orientierungslosigkeit, gesellschaftlicher Druck, persönliche Freiheit und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben beschäftigen Menschen heute genauso wie damals. „Die Reifeprüfung“ ist weit mehr als nur ein Klassiker. Es ist ein Film, der mit jedem Wiedersehen neue Facetten offenbart. Getragen von großartigen Darstellern, einem legendären Soundtrack und einer außergewöhnlich klugen Inszenierung entstand hier ein Werk, das auch nach über fünfzig Jahren nichts von seiner Kraft eingebüßt hat. Ein absolutes Meisterwerk und völlig zu Recht ein Kult-Klassiker.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Schöne satte Farben mit viel Wärme. Der Kontrast zeigt sich dabei ausgezeichnet hell. Die Schärfe ist sehr klar und bietet feine Details, was besonders bei Nahaufnahmen sehr gut zu erkennen ist. Lediglich der Schwarzwert (vermutlich altersbedingt) präsentiert sich sehr kraftlos.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Eine natürliche Geräusche-Umgebung und durchgehend klar verständliche Dialoge überzeugen beim Sound. Ein verlustfreier HD Audiotrack der hin und wieder sogar einen schönen Raumklang liefert. Insgesamt dann aber doch recht frontlastig daher kommt. Für das Alter aber überwiegend ein exzellenter Ton von denen sich andere wirklich noch eine Scheibe abschneiden können.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Grandioses Bonusmaterial mit interessanten Interviews und einigen guten Einblicken. Dass solches Material noch existiert hätte man nicht erwarten. Ein Highlight ist allerdings die Dokumentation über den Regisseur mit einer Laufzeit von fast 1 Stunde.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr
Zusätzliche Infos: Unsere Empfehlung der Film „Wo die Liebe hinfällt…“. Könnte mal durchaus als Hommage an die „Reifeprüfung“ anerkennen. Der Film knüpft thematisch an die amerikanische Gesellschaftssatire.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680083971
VÖ-Kauf: 21. September 2017.
www.studiocanal.de