


Die kluge und anmutige Belle (Emma Watson) lebt mit ihrem leicht exzentrischen Vater Maurice (Kevin Kline) ein beschauliches Leben, das nur durch die Avancen des Dorfschönlings Gaston (Luke Evans) gestört wird. Doch als Maurice auf einer Reise in die Fänge eines Ungeheuers (Dan Stevens) gerät, bietet die mutige junge Frau ihre Freiheit im Austausch gegen das Leben ihres Vaters an. Trotz ihrer Furcht freundet sich Belle mit den verzauberten Bediensteten im verwunschenen Schloss des Biests an. Mit der Zeit lernt sie hinter dessen abscheuliche Fassade zu blicken und erkennt seine wahre Schönheit…
Originaltitel: Beauty and the Beast.
Regie: Bill Condon (Dreamgirls).
Drehbuch: Stephen Chbosky, Evan Spiliotopoulos.
Darsteller: Emma Watson (Noah), Dan Stevens (The Guest), Luke Evans (Der Hobbit), Josh Gad (Die Trauzeugen AG), Kevin Kline (In & Out), Hattie Morahan (Mr. Holmes), Ewan McGregor (Star Wars), Ian McKellen (Der Herr der Ringe), Emma Thompson (Sinn und Sinnlichkeit), Stanley Tucci (Der Teufel trägt Prada).
Genre: Musical/Märchen.
Land: USA.
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 129 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1 MA, DTS-HD 5.1 HR
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Zauberhafte Drehbuchlesung; Ein zeitloses Märchen im neuem Gewand; Die Frauen hinter Die Schöne und das Biest; Vom Song zur Filmszene; Erweiterter Song „Days in the Sun“; Zusätzliche Szenen; Ein neuer Song mit Celine Dion: „Beauty and the Beast“ – Musikvideo; Making of Musikvideo; Disney Liederauswahl; Ouvertüre.
Vertrieb: Walt Disney 2017
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Disney stand bei der Realverfilmung von Beauty and the Beast vor einer besonderen Herausforderung. Schließlich zählt die Zeichentrickvorlage von Beauty and the Beast bis heute zu den beliebtesten Klassikern des Studios. Umso erfreulicher ist es, dass diese Neuinterpretation nicht nur dem Original gerecht wird, sondern dessen märchenhaften Zauber auf beeindruckende Weise in die Welt des Realfilms überträgt. Schon optisch ist der Film ein wahres Fest für die Augen. Die prachtvollen Kulissen, die aufwendigen Kostüme und die liebevoll gestalteten Schauplätze erzeugen eine märchenhafte Atmosphäre, die von der ersten bis zur letzten Minute verzaubert. Jede Szene wirkt sorgfältig komponiert und erinnert immer wieder daran, weshalb Disney-Märchen seit Generationen eine solche Faszination ausüben. Besonders die musikalischen Momente wurden mit großer Sorgfalt umgesetzt. Die bekannten Lieder erklingen in neuem Gewand, ohne ihren ursprünglichen Charme zu verlieren. Musik, Gefühl und Bilder verschmelzen zu einem opulenten Gesamtwerk, das seine Zuschauer mühelos in eine magische Fantasiewelt entführt.
Auch die Besetzung überzeugt. Emma Watson verleiht Belle eine sympathische Mischung aus Intelligenz, Stärke und Herzlichkeit, während Dan Stevens dem Biest trotz seiner digitalen Erscheinung erstaunlich viel Persönlichkeit und Gefühl verleiht. Die Chemie zwischen den Figuren sorgt dafür, dass die zentrale Liebesgeschichte auch in dieser Version hervorragend funktioniert. Im Vorfeld der Veröffentlichung wurde erstaunlich viel über einen angeblich problematischen Charakter diskutiert. In manchen Ländern führte dies sogar zu Kontroversen und Einschränkungen. Betrachtet man den Film jedoch unvoreingenommen, wirken diese Debatten rückblickend nahezu absurd. Nichts an der Darstellung ist provokativ oder unangemessen. Im Gegenteil: Der Film vermittelt durchgehend positive Werte wie Toleranz, Mitgefühl und Akzeptanz. Gerade deshalb erscheint die damalige Aufregung heute umso unverständlicher. Viel wichtiger ist ohnehin, was der Film tatsächlich bietet: ein familienfreundliches Märchen voller Wärme, Musik und Herzlichkeit. Die Geschichte mag durch den Zeichentrickklassiker bestens bekannt sein, doch ihre Botschaft hat nichts von ihrer Wirkung verloren. Die Idee, hinter dem Äußeren eines Menschen dessen wahres Wesen zu erkennen, besitzt auch heute noch zeitlose Gültigkeit.
Natürlich gibt es einige etwas düsterere Momente, die jüngere Zuschauer möglicherweise kurz erschrecken könnten. Genau diese Szenen erklären jedoch auch die Altersfreigabe ab sechs Jahren. Wirklich bedrohlich wird der Film nie, vielmehr gehören diese Elemente seit jeher zum Märchencharakter der Geschichte. Besonders bemerkenswert ist, wie respektvoll die Realverfilmung mit ihrer Vorlage umgeht. Statt das Original grundlegend zu verändern, erweitert sie bekannte Elemente behutsam und ergänzt neue Details, ohne den Zauber der Geschichte zu verlieren. Das Ergebnis wirkt vertraut und zugleich frisch. „Die Schöne und das Biest“ gehört damit zu den gelungensten Disney-Realverfilmungen überhaupt. Ein opulentes Märchen voller Musik, Gefühl und Magie, das Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Wunderschön ausgestattet, hervorragend besetzt und mit viel Herz erzählt, entsteht hier ein Film, der den Traum vom klassischen Disney-Märchen auf beeindruckende Weise zum Leben erweckt. Qualitativ traumhaft schön, absolut märchenhaft und auch Jahre später noch ein zauberhaftes Filmerlebnis.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc bietet neben der kristallklaren Schärfe auch eine sehr detailreiche und sehr feine Auflösung, der Schwarzwert präsentiert sich dabei sehr kräftig, die Farben strahlen gar zauberhaft und auch der Kontrast ist perfekt abgestimmt, ein rundum harmonisierendes Sehvergnügen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Tonqualität brilliert mit einer ausgezeichneten räumlichen Klangatmosphäre, auch hier sind die Details wahrlich bemerkenswert, der Soundtrack verwandelt mit seinem sauberen Klang jedes Wohnzimmer in einem Ballsaal und die Dialoge stechen trotz allem immer bestens hervor. Ein großartige Akustik die beim Originalton sogar noch eine Spur feiner erklingt.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Auch das zusätzliche Bonusmaterial ist zweifellos ein Genuss, die Einblicke über die Entstehung des Films lassen nicht nur Fanherzen höher schlagen. Ein aufwendiges Gesamtpaket.
Zusätzliche Infos: Realverfilmung eines Zeichentrick-Klassiker.
Abspann: Ja, vielleicht. Lasst euch überraschen.
Wendecover: Nein.
VÖ-Kauf: 13. November 2017.
www.disney.de