


„Life of a King“ ist die wahre Geschichte von Eugene Brown (Cuba Gooding Jr.), der nach zwei Jahrzehnten im Gefängnis versucht wieder im normalen Leben Fuß zu fassen. Als er bei seiner Arbeit in einer High-School auf eine Gruppe Jugendlicher trifft, die kurz davor sind auf die schiefe Bahn zu geraten, beschließt er ihnen zu helfen. Er nutzt seine jahrelangen Erfahrungen im Schachspielen aus dem Knast und gründet einen Schachclub…
Originaltitel: Life of a King.
Regie: Jake Goldberg.
Drehbuch: Jake Goldberg.
Darsteller: Cuba Gooding Jr. (Pearl Harbor), Dennis Haysbert, George Dick, Alex Hill III, J.D. Walsh, Rachae Thomas, Derrick L. McMillon, LisaGay Hamilton, Richard T. Jones.
Genre: Drama.
Land: USA.
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 100 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1 Surround
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: KSM Film GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Gelegentlich sind es nicht die lautesten Filme, die die größte Wirkung hinterlassen. Life of a King gehört genau zu dieser Kategorie. Regisseur Jake Goldberger erzählt seine Geschichte ohne große Effekthascherei, ohne künstliche Dramatik und ohne die üblichen Hollywood-Kniffe. Stattdessen setzt der Film auf Ruhe, Menschlichkeit und die Kraft kleiner Momente. Das Ergebnis erinnert stellenweise tatsächlich an Werke wie Music of the Heart – nur dass hier nicht die Musik, sondern das Schachspiel zum Werkzeug für Hoffnung, Disziplin und einen Neuanfang wird.
Im Mittelpunkt steht ein Mann, der nach seiner Haftentlassung versucht, seinem Leben eine neue Richtung zu geben und gleichzeitig Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen, die oftmals keine haben. Was zunächst wie eine klassische Motivationsgeschichte klingt, entwickelt sich zu einem ehrlichen und überraschend berührenden Drama. Der Film nimmt sich Zeit für seine Figuren und verzichtet darauf, jede Emotion mit Nachdruck zu erklären. Viele Szenen wirken gerade deshalb so glaubwürdig, weil sie zurückhaltend inszeniert sind. Die wenigen Worte, die gesprochen werden, besitzen oft eine bemerkenswerte Kraft und bleiben länger im Gedächtnis, als es mancher große Monolog vermag.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Cuba Gooding Jr.. Nach einigen eher durchwachsenen Jahren zeigt er hier wieder eindrucksvoll, weshalb er einst zu den gefragtesten Darstellern Hollywoods gehörte. Seine Darstellung besitzt Würde, Verletzlichkeit und Glaubwürdigkeit zugleich. Er spielt die Rolle nicht als makellosen Helden, sondern als Menschen mit Fehlern, Zweifeln und einer Vergangenheit, die ihn nie ganz loslässt. Gerade dadurch gewinnt die Figur an Tiefe und Authentizität.
Auch thematisch gelingt dem Film einiges. Schach wird hier nicht einfach als Spiel dargestellt, sondern als Metapher für Entscheidungen, Konsequenzen und das Leben selbst. Jeder Zug hat Bedeutung, jede Entscheidung kann Folgen haben. Diese Symbolik wird angenehm unaufdringlich in die Handlung eingebunden und verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe. Dabei gibt es durchaus traurige und rührende Momente, doch der Film verliert sich nie in Hoffnungslosigkeit. Nach jeder Niederlage folgt neue Kraft, nach jedem Rückschlag die Möglichkeit eines neuen Zuges.
Life of a King ist sicherlich kein großes Meisterwerk und auch kein Film, der das Genre neu definiert. Dafür fehlen ihm vielleicht die ganz großen Höhepunkte oder die außergewöhnliche Inszenierung. Doch genau darum geht es hier auch nicht. Vielmehr überzeugt der Film durch seine Ehrlichkeit, seine sympathischen Figuren und seine inspirierende Botschaft. Es ist ein Werk, das Mut macht, ohne kitschig zu werden, und berührt, ohne Gefühle zu erzwingen.
Am Ende bleibt ein stilles, aber kraftvolles Drama zurück, das zeigt, wie viel Einfluss ein einzelner Mensch auf das Leben anderer haben kann. Vielleicht kein perfekter Film, aber ein verdammt inspirierender. Und manchmal ist genau das mehr wert als Perfektion.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Die Details schwächeln hin und wieder, so kann die Schärfe ich immer klar überzeugen. Der Kontrast ist aber ausgezeichnet.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Ein doch sehr matter und kraftloser Klang mit faden Synchronstimmen. Sauber ja aber wenig mitreisend. Da hätte man sich mehr gewünscht, die eigentliche Cuba Gooding Jr.-Synchronstimme von Dietmar Wunder hätte schon gereicht.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zusätzliche Extras zum Film gibt es keine.
Zusätzliche Infos: Ein Film nach einer wahren Begebenheit.
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
VÖ-Kauf: 13. Oktober 2017.
www.studio-hamburg-enterprises.de/de/