


Ein Räubertrio bricht in das abgelegene Haus eines alten Goldschmieds ein. Sie hoffen, leichte Beute machen zu können. Doch der Schmied und seine Frau sind alles andere als hilflos und die Villa entpuppt sich als tödliche Falle, aus der es kein Entkommen gibt.
Originaltitel: L‘orafo
Regie: Vincenzo Ricchiuto.
Drehbuch: Vincenzo Ricchiuto, Germano Tarricone.
Darsteller: Stefania Casini, Stefano Fregni, Tania Bambaci, Giuseppe Pambieri, Gianluca Vannucci, Andrea Porti, Mike Cimini, Matteo Silvestri, Antonio Cortese.
Genre: Horror / Thriller
Land: Italien.
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Italienisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group.
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Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Home-Invasion-Thriller gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Umso bemerkenswerter ist es, wenn plötzlich ein Film auftaucht, der sich nicht damit zufriedengibt, die immer gleichen Zutaten erneut aufzuwärmen. The Goldsmith schlägt genau diesen Weg ein und überrascht mit Ideen, die dem Genre tatsächlich frischen Wind verleihen. Damit hätte man zunächst vielleicht gar nicht gerechnet – umso heftiger fällt die Wirkung aus. Vincenzo Ricchiuto legt mit seinem Regiedebüt einen Thriller vor, der sich nicht auf billige Schockeffekte oder ausgelutschte Genremechanismen verlässt. Vielmehr entwickelt sich die Geschichte zu einem geistreich grausamen Albtraum, in dem Ekel und Wahnsinn Hand in Hand gehen. Gerade diese Mischung macht den Film so unangenehm spannend. Man weiß nie genau, wie weit er noch gehen wird, und genau daraus entsteht eine permanente Anspannung. Dabei kennt The Goldsmith kaum Kompromisse. Der Film zieht den Zuschauer immer tiefer in einen verstörenden Rausch hinein, der mit zunehmender Laufzeit immer brutaler wird. Rücksicht auf schwache Nerven nimmt Ricchiuto dabei nicht. Gewalt, psychischer Druck und eine Atmosphäre, die von Minute zu Minute unangenehmer wird, verschmelzen zu einem Erlebnis, das weniger auf klassische Unterhaltung als auf maximale Wirkung setzt. Wer hier einen gewöhnlichen Thriller erwartet, dürfte ziemlich schnell eines Besseren belehrt werden.
Gerade deshalb funktioniert der Film so gut. Er besitzt den Mut, bekannte Pfade zu verlassen, und entwickelt aus seinem Home-Invasion-Konzept immer wieder neue, originelle Einfälle. Das sorgt nicht nur für Spannung, sondern auch dafür, dass man als Zuschauer nie das Gefühl bekommt, bereits alles irgendwo anders gesehen zu haben. Diese Eigenständigkeit ist heute im Horrorkino längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Ganz ohne Schwächen kommt The Goldsmith allerdings nicht davon. Ausgerechnet die Besetzung kann nicht durchgehend überzeugen. Während die Inszenierung und die kreativen Ideen das Geschehen tragen, bleiben einige schauspielerische Leistungen hinter dem Niveau zurück, das der Film eigentlich verdient hätte. Dadurch verlieren einzelne Szenen etwas an Intensität, obwohl die Geschichte selbst genügend Potenzial besitzt. Den Gesamteindruck schmälert das jedoch nur bedingt. The Goldsmith beweist eindrucksvoll, dass sich auch innerhalb eines scheinbar ausgelaugten Genres noch neue Wege finden lassen. Originelle Ideen, kompromisslose Härte und eine verstörende Atmosphäre machen diesen italienischen Thriller zu einem Film, der sich deutlich von der Masse absetzt. Ein brutaler, nervenaufreibender Home-Invasion-Thriller, der mit frischen Ideen überrascht und seinen Wahnsinn ohne jede Zurückhaltung entfesselt. Nur bei der Besetzung wäre deutlich mehr möglich gewesen.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Neben der sehr kräftigen Farbwiedergabe können auch die Details hervorragend überzeugen. Die glasklare Schärfe ist ebenso gut wie auch der gut abgestimmte Kontrast.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound präsentiert sich ausgezeichnet dynamisch und ist insgesamt sehr sauber. Die deutsche Synchronisation setzt allerdings die Dialoge einen Hauch zu sehr in den Vordergrund.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4262364931109
VÖ-Kauf: 13.10.2023
www.buschmediagroup.com