


Der brutale Mord an einem Mädchen, das mit amputierten Gliedmaßen aufgefunden wird, erschüttert ein ganzes Land! Daraufhin werden die beiden rivalisierenden Ermittler Han-su und Min-tae auf den Fall angesetzt. Durch die Festnahme eines Verdächtigen scheint die grausame Tat aufgeklärt und der Mörder gefasst. Min-tae zweifelt jedoch an der Schuld des Angeklagten.
Originaltitel: Biseuteo
Regie: Jung-Ho Lee.
Drehbuch: Jung-Ho Lee.
Darsteller: Sung-min Lee, Jae-myung Yoo, Seong-Bong Ahn, Daniel Choi, Ho-jung Kim, Ja-Yeon Ok.
Genre: Action, Krimi, Thriller.
Land: South Korea.
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 131 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Koranisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Constantin Film GmbH / Highlight
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Jeder gute Thriller lebt von einer entscheidenden Frage: Wer jagt hier eigentlich wen? The Beast beantwortet diese Frage nicht sofort, sondern zieht den Zuschauer Schritt für Schritt immer tiefer in ein düsteres Katz-und-Maus-Spiel hinein. Dabei entfaltet sich kein gewöhnlicher Kriminalfilm, sondern ein intensiv inszenierter Psychothriller, der seine stärksten Momente nicht allein aus dem eigentlichen Fall schöpft, sondern vor allem aus seinen außergewöhnlich vielschichtigen Figuren. Zugegeben, das Erzähltempo verlangt stellenweise Geduld. Immer wieder nimmt sich der Film bewusst zurück und lässt die Handlung etwas schleppender voranschreiten. Gerade in diesen Momenten lockert sich die Spannungsschraube spürbar, sodass man sich hin und wieder etwas mehr Dynamik gewünscht hätte. Doch kaum glaubt man, der Film verliere an Zugkraft, übernehmen seine Charaktere wieder das Kommando. Sie ziehen die Spannung mit ihrer Präsenz, ihren Konflikten und ihren Entscheidungen sofort wieder an und machen deutlich, dass The Beast in erster Linie von seinen Menschen lebt.
Genau darin liegt die große Stärke des Films. Jede Figur besitzt ihre eigenen Motive, ihre eigenen Abgründe und ihre ganz persönliche Wahrheit. Niemand erscheint eindeutig gut oder böse, wodurch sich das Geschehen ständig verändert. Das sorgt dafür, dass man als Zuschauer permanent seine Einschätzungen überdenken muss. Wer eben noch glaubwürdig wirkte, erscheint plötzlich verdächtig, während andere Figuren unerwartet neue Facetten offenbaren. Auch der eigentliche Kriminalfall entwickelt dabei eine enorme Sogwirkung. Die Ermittlungen bleiben bis zum Schluss spannend und überraschen immer wieder mit gelungenen Wendungen, die sich niemals billig anfühlen. Vielmehr entsteht das Gefühl, als würde sich das Puzzle Stück für Stück zusammensetzen, ohne dem Publikum die Lösung vorschnell zu präsentieren. Genau diese erzählerische Geduld macht den Film so reizvoll. Hinzu kommt eine Atmosphäre, die sich langsam, aber unaufhaltsam festsetzt. The Beast arbeitet weniger mit lauten Schockmomenten als vielmehr mit einer stetig wachsenden Beklemmung. Die düsteren Bilder, die ruhige Inszenierung und die psychologischen Spannungen erzeugen eine unangenehme Unruhe, die den Zuschauer bis zum Ende begleitet. Der Film spielt dabei nicht nur mit seinen Figuren, sondern auch mit der Psyche seines Publikums. Immer wieder stellt er Erwartungen auf den Kopf und zwingt dazu, Situationen neu zu bewerten.
Wenn schließlich die Gewalt ausbricht, geschieht dies niemals wahllos. Die Actionszenen sind bewusst dosiert eingesetzt und entfalten gerade deshalb ihre Wirkung. Sie unterbrechen die ruhigen Passagen nicht, sondern ergänzen sie sinnvoll und verleihen dem Geschehen zusätzliche Intensität. Härte entsteht hier nicht durch übertriebene Effekthascherei, sondern durch Konsequenz. The Beast ist sicherlich kein Thriller, der den Zuschauer mit pausenloser Action unterhalten möchte. Dafür besitzt er gelegentlich zu viele ruhige und träge Momente. Doch genau diese Ruhe bildet gleichzeitig den Nährboden für seine größte Stärke: hervorragend geschriebene Charaktere, einen packenden Kriminalfall und eine beklemmende Atmosphäre, die sich immer tiefer unter die Haut arbeitet. Wer intelligente Thriller mit psychologischer Tiefe schätzt, wird hier mit einem ebenso harten wie eindringlichen Filmerlebnis belohnt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die kühle Farbwiedergabe ist genauso passend wie auch der düster gehaltene Kontrast. Die Schärfe überzeugt mit feinen Details und reichlich Klarheit. Der Schwarzwert präsentiert sich zudem durchgehend satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier stechen vor allem die Dialoge mit viel Dynamik hervor. Die Atmosphäre hält sich etwas leise, kommt aber nicht weniger eindringlich daher. Die Nerven werden dennoch strapaziert und das Unwohlgefühl hält sich von Anfang bis Ende. Sehr sauber abgestimmt. Bei der Action reißt es einem regelrecht aus dem Sessel.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Leider gibt es keinerlei Bonusmaterial zum Film. Verdammt!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976345985
VÖ-Kauf: 05. März 2020.