


Um ihren skrupellosen Machenschaften ungestört nachgehen zu können, errichtet ein kolumbianisches Drogenkartell sein Lager direkt im Dschungel. Doch die scheinbare Ruhe wird durch einheimische Buschmänner jäh zerstört – auf bestialische Weise metzeln sie die Eindringlinge einen nach dem anderen nieder. Im Zuge einer Reportage um den tot geglaubten Drogenboss Colonel Horne, von dem ein aktuelles Foto bei einem Mord in Miami gefunden wurde, machen sich kurz darauf Fran Hudson und Mark Ludman auf den Weg in den Dschungel. Sie wittern eine heiße Story, denn auf dem Foto ist neben dem Drogenboss der ebenfalls tot geglaubte Sohn ihres Senderchefs zu sehen. Als sie bei ihren Recherchen auf die Spuren des blutigen Massakers stoßen, ahnen sie nicht, dass auch sie sich schon längst im Visier der primitiven Wilden befinden…
Originaltitel: Inferno in diretta
Regie: Ruggero Deodato.
Drehbuch: Cesare Frugoni, Dardano Sacchetti.
Darsteller: Lisa Blount (Mord unter Freunden), Leonard Mann (Blumen der Nacht), Eriq La Salle (Der Prinz von Zamunda), Willie Aames, Richard Lynch, Richard Bright, Michael Berryman, Valentina Forte.
Genre: Abenteuer / Horror / Thriller
Land: Italien
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 90 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Original Trailer, Programmtrailer, Dokumentation „Uncut and Run“ mit Interviews (OmU), alternative Szenen, umfangreiche Bildergalerie.
Vertrieb: cmv-laservision / ALIVE AG
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Das italienische Genrekino der 70er- und 80er-Jahre war oft rau, kompromisslos und mit überschaubaren Mitteln produziert. Viele dieser Filme wirkten billig, manche sogar unfreiwillig komisch, doch gerade daraus entstand häufig ein eigener Charme, der bis heute eine treue Fangemeinde besitzt. Und dann gab es jene seltenen Produktionen, die aus den begrenzten Möglichkeiten überraschend viel herausholten. Cut and Run gehört zweifellos zu diesen positiven Ausnahmen. Auf den ersten Blick wirkt der Film wie ein typischer italienischer Exploitation- oder Horrorstreifen seiner Zeit. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher wird, dass hier mehr dahintersteckt als bloßer Schockeffekt.
Die Mischung aus Abenteuerfilm, Dschungelthriller, Gore und Splatter funktioniert erstaunlich gut. Der Film entwickelt eine eigentümliche Atmosphäre, die gleichzeitig faszinierend und verstörend wirkt. Gerade diese ungewöhnliche Kombination macht einen großen Teil seines Reizes aus. Natürlich bleibt die Handlung nicht frei von Logiklöchern und fragwürdigen Entscheidungen. Wer sich daran stört, wird mit dem Film vermutlich seine Schwierigkeiten haben. Doch gerade bei dieser Art von Kino gehört es fast schon dazu, über manche Ungereimtheit hinwegzusehen und sich stattdessen auf das Erlebnis einzulassen.
Denn spannend ist das Ganze allemal. Die Geschichte entwickelt einen ordentlichen Zug nach vorne und sorgt immer wieder für Momente, die schockieren, überraschen oder schlicht staunen lassen. Dabei profitiert der Film von seiner kompromisslosen Machart und seiner angenehm ungeschliffenen Energie. Besonders bemerkenswert ist, wie eigenständig das Werk trotz seiner offensichtlichen Genre-Wurzeln wirkt. Vieles kommt einem bekannt vor, gleichzeitig besitzt der Film eine wilde, kaum greifbare Qualität, die ihn von vielen vergleichbaren Produktionen abhebt. Sicherlich wird „Cut and Run“ nicht jeden Zuschauer begeistern. Dafür ist seine Inszenierung zu speziell, seine Gewalt zu direkt und sein Stil zu eigenwillig. Doch genau diese Eigenschaften machen ihn für viele Filmfans so interessant.
Zwischen Dschungelabenteuer, Horror und Splatter entfaltet sich ein Film, der weit besser funktioniert, als sein Ruf oder seine Herkunft zunächst vermuten lassen. Ein faszinierender, krasser und überraschend spannender Trip, der nicht nur eingefleischten Fans des italienischen Genrekinos gefallen dürfte. Die Meinungen werden darüber sicherlich auseinandergehen – und genau das macht diesen ungewöhnlichen Film noch reizvoller.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Auf Körnungen sollte man sich gefasst machen. Doch als Gegenleistung erstrahlen die Farben und auch die Schärfe punktet ordentlich. Hingegen man bei Schwarzwert wieder nicht zu viel erwarten sollte.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Altersbedingt dröhnt der Sound ein wenig, was vermutlich an der dumpfen Abmischung liegen könnte. Daher sind nicht alles Dialoge immer so klar verständlich wie man es sich wünschen würde. Doch die Dynamik stellt insgesamt recht zufrieden und auch insgesamt mag der Ton sauber daher kommen.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Dokumentation, Trailer und weitere kleine Extras können zwar nicht begeistern aber kurzweilig interessant erscheinen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. März 2020.