


Eine mysteriöse Kraft hat den Mond aus seiner Umlaufbahn gestoßen und schickt ihn auf Kollisionskurs mit der Erde. Das Leben, wie wir es kennen, droht für immer ausgelöscht zu werden. Nur wenige Wochen vor der herannahenden Gefahr ist die ehemalige Astronautin und NASA-Offizierin Jo Fowler (Haley Berry) überzeugt zu wissen, wie sie die Menschheit retten kann. Doch nur zwei Mitstreiter sind auf ihrer Seite: Astronaut und Ex-Kollege Brian Harper (Patrick Wilson) und der Astro-Experte K.C. Houseman (John Bradley). Das kleine Team startet zu einer allerletzten Mission ins Weltall und macht eine unglaubliche Entdeckung: Unser Mond ist nicht das, was wir immer glaubten…
Originaltitel: Moonfall
Regie: Roland Emmerich (The Day After Tomorrow).
Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser, Spenser Cohen.
Darsteller: Halle Berry (Gothika), Patrick Wilson (Insidious), John Bradley (American Satan), Michael Pena (Ant-Man), Donald Sutherland (Eine ganz normale Familie), Charlie Plummer, Wenwen Yu, Carolina Bartczak.
Genre: Action / Abenteuer / Sci-Fi
Land: USA / China / UK
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 132 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Atmos, Dolby TrueHD 7.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurette „Against Impossible Odds – Making Moonfall“: An Aura Of Believability & Shoot The Moon & Staging The Spectacle, Featurette „Sounds Of The Moon“, Featurette „Exploring The Moon: Past, Present And Future“, 4 Clips der fiktiven Reihe „Dr. KC Houseman Speaks The Truth!“, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Wenn Roland Emmerich wirklich mit Moonfall seinen letzten Katastrophenfilm gedreht haben sollte, dann verlässt er die Bühne nicht leise, sondern mit einem Mond, der gleich die ganze Erde mitnehmen möchte. Größer geht schließlich immer – zumindest solange die Schwerkraft noch mitspielt. Der selbst ernannte Master of Disaster greift dabei tief in seine eigene Trickkiste. Wer seine früheren Filme kennt, wird sich mehr als einmal dabei ertappen, bekannte Momente wiederzuerkennen. Hier ein wenig 2012, dort eine Prise The Day After Tomorrow, dazu eine ordentliche Portion Independence Day. Moonfall wirkt stellenweise wie das persönliche Best-of eines Regisseurs, der seine größten Katastrophen noch einmal in einen gigantischen Mixer geworfen hat.
Nach Logik sollte dabei allerdings niemand suchen. Die bleibt irgendwo zwischen Mondoberfläche und Erdumlaufbahn auf der Strecke. Stattdessen nimmt der Film eine verschwörungstheoretische Abzweigung, bei der man sich mehrfach fragt, ob das gerade wirklich passiert. Wahrscheinlich lautet die Antwort: Ja. Und wahrscheinlich ist genau das auch so gewollt. Das Erstaunliche daran ist, dass Moonfall diesen Wahnsinn selbst nie völlig ernst nimmt. Irgendwann gibt man den Versuch auf, alles erklären zu wollen, lehnt sich zurück und lässt sich einfach von der nächsten Explosion, der nächsten irrsinnigen Idee oder dem nächsten völlig überdimensionierten Spektakel mitreißen. Genau dort entfaltet der Film seinen eigentlichen Reiz.
Natürlich helfen dabei die gewaltigen Effekte und die opulente Ausstattung. Visuell kracht und rumpelt es an allen Ecken, wie man es von Emmerich erwartet. Gleichzeitig besitzt der Film aber auch etwas herrlich Überdrehtes. Die Geschichte, die Dialoge und sogar Teile der Besetzung erinnern phasenweise tatsächlich an einen Film von The Asylum – nur eben mit einem Budget, das nicht nach zehn Minuten aufgebraucht war. Gerade diese Mischung macht Moonfall so unterhaltsam. Objektiv betrachtet lässt sich über vieles streiten. Subjektiv macht das Ganze aber einen Heidenspaß. Man schüttelt den Kopf, verdreht die Augen, lacht über den nächsten Einfall – und möchte trotzdem wissen, wie dieser vollkommen verrückte Trip endet.
Vielleicht gehen Roland Emmerich tatsächlich langsam die Katastrophenideen aus. Falls das stimmt, dann verabschiedet er sich immerhin mit einem Film, der seine größten Stärken und Schwächen gleichzeitig feiert. Vernünftig ist das nicht. Spektakulär dafür umso mehr. Genau deshalb funktioniert Moonfall als herrliches Guilty Pleasure überraschend gut.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Zum Kinostart wurden die pixligen Details der Special-Effects oft bemängelt. Davon kann bei der Blu-ray Veröffentlichung keine Rede sein. Keine pixligen Effekte und sehr feine Details. Neben einem ausgezeichneten Kontrast überzeugt die Bildqualität auch mit einer gestochen klaren Schärfe und mit einem satten Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Dynamisch hervorstechende Dialoge bei der deutschen Synchronfassung und jede Menge kräftige Soundklänge bei den Actionszenen. Bums und Knall aus allen Ecken, doch bei der vielen Dynamik gehen die vielen kleinen und räumlichen Details ziemlich unter. Ein hervorragend sauberer Ton.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial geht auf alle wichtigen Standardthemen ein, nicht sonderlich lang und nicht sonderlich reichhaltig an Informationen und doch ausreichend.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. Mai 2022.
www.leoninedistribution.com