


Brad hat eine glückliche Frau, eine tolle Arbeit und einen begabten Sohn. Er kann eigentlich nicht glücklicher sein. Dennoch hat er mehr und mehr das Gefühl noch mehr im Leben erreichen zu müssen. Ganz im Gegensatz zu seinen Studentenzeit-Freunden. Deren Karrieren er neidisch aus der Ferne beobachtet. Kurzerhand begegnet er einen alten Freund, als er sich mit seinem Sohn ein College an der Ostküste der USA besichtigt. Craig ist derzeit ein erfolgreicher Buchautor und Brad wird sein Standard-Leben immer mehr bewusster. Doch schon bald merkt er, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen einem glücklichen Leben und einem erfolgreichem Leben.
Originaltitel: Brad’s Status
Regie: Mike White.
Drehbuch: Mike White.
Darsteller: Ben Stiller (Tropic Thunder), Austin Abrams (Kings of Summer), Jenna Fischer (Slither), Michael Sheen (Die Queen), Jemaine Clement (5 Zimmer Küche Sarg), Luke Wilson (Natürlich blond), Shazi Raja (Salvation).
Genre: Drama / Komödie
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 102 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurettes, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Weltkino Filmverleih / LEONINE
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit Brad’s Status erzählt Mike White eine dieser leisen Geschichten, die sich nicht über große Ereignisse definieren, sondern über das, was im Kopf passiert. Im Zentrum steht ein Mann, der sein eigenes Leben ständig mit dem der anderen vergleicht – und dabei zunehmend den Eindruck gewinnt, auf der falschen Seite des Glücks zu stehen.
Der Film lebt stark aus diesem inneren Zustand heraus. Es geht weniger um Handlung im klassischen Sinn, sondern um Gedanken, Zweifel und diese unterschwellige Unruhe, die entsteht, wenn man beginnt, sich selbst zu bewerten wie eine Außenstehender. Dabei wirkt vieles angenehm alltäglich, fast beiläufig, und gerade dadurch umso nachvollziehbarer.
Immer wieder blitzen kleine, sehr menschliche Beobachtungen auf. Momente, in denen Neid, Unsicherheit und Selbsttäuschung ganz nah beieinander liegen. Der Film stellt dabei keine großen Thesen auf, sondern lässt eher Fragen stehen. Was bedeutet Erfolg eigentlich wirklich? Und warum fühlt sich ein „gutes Leben“ manchmal trotzdem unvollständig an?
Besonders angenehm ist der Tonfall. Trotz der melancholischen Grundstimmung verliert der Film nie eine gewisse Leichtigkeit. Humor taucht immer wieder in kleinen, fast unscheinbaren Momenten auf, oft genau dann, wenn die Situation eigentlich unangenehm ehrlich wird. Dazu kommt eine ruhige, manchmal nachdenkliche Musik, die das Ganze sanft zusammenhält, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Am stärksten wirkt der Film vielleicht genau dort, wo er keine einfachen Antworten gibt. Die zentrale Frage – ob man wirklich das Leben der anderen will – bleibt bewusst offen und trifft gerade dadurch einen Nerv. Denn oft ist es weniger das fehlende Glück, das beschäftigt, sondern der ständige Vergleich damit.
So bleibt Im Zweifel glücklich ein stiller, aber sehr aufmerksamer Film über Selbstbild, Neid und die Unsicherheit des eigenen Weges. Kein lauter, kein dramatischer, sondern einer, der eher im Nachklang wirkt – und einen vielleicht ein kleines Stück nachdenklicher zurücklässt, als man es vorher erwartet hätte.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein heller Kontrast, natürliche Farben, eine klare Schärfe mit ordentlichen Details. Ein schönes Bild.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Überwiegend stehen hier die Dialoge im Vordergrund und diese erklingen klar und durchgehend klar verständlich. Doch auch Umgebungen wie Straßen setzten sich gut ein und liefern eine natürliche Atmosphäre. Insgesamt alles stimmig abgestimmt.
![]()
Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Die Featurettes sind alles sehr kurz gehalten und daher auch nicht sehr gehaltvoll an Informationen und Einblicken.
Abspann: Ja! Während des Abspanns bis zum Ende kommt eine Gesangseinlage von Austin Abrams.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 24. August 2018.
https://www.weltkino.de