


Der Ex-Polizist und Privatdetektiv Steve Ford (Bruce Willis) führt ein chilliges Leben in Venice Beach. Er skatet, er surft und ist für die Kinder am Strand ein cooles Vorbild. Doch als sein vierbeiniger Liebling Buddy von einer berüchtigten Gang geraubt wird, besinnt sich Steve auf seine Fähigkeiten als hartgesottener Ermittler und stürzt sich ins Gangster- und Drogen-Milieu. Unterstützt wird er dabei von seinem besten Kumpel Dave (John Goodman), der heilfroh über diese ungewöhnliche Ablenkung von seiner Lebenskrise ist. Schon kurz darauf befinden sich die beiden durch irrwitzige Zufälle in einer wilden Verfolgungsjagd, bei der kein Auge trocken bleibt.
Originaltitel: Once Upon a Time in Venice
Regie: Mark Cullen.
Drehbuch: Mark Cullen, Robb Cullen.
Darsteller: Bruce Willis (Sin City, Vice), John Goodman (Kong: Skull Island), Thomas Middleditch (The Final Girls), Famke Janssen (X-Men), Jason Momoa (The Red Road), Emily Robinson, Jessica Gomes, Kaleti Williams, Myles Humphus.
Genre: Action / Komödie
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Bildergalerie, Trailershow.
Vertrieb: KSM GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Bruce Willis jagt nackt durch Venice Beach, John Goodman hat sichtlich seinen Spaß und ein Hund löst mehr Chaos aus als eine ganze Verbrecherbande. Spätestens an diesem Punkt sollte jedem klar sein, dass Once Upon a Time in Venice keine Ambitionen hat, das Actiongenre neu zu erfinden. Der Film möchte unterhalten – und zwar mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Nach einigen eher ernüchternden Auftritten der vergangenen Jahre wirkt Bruce Willis hier endlich wieder gelöst. Er nimmt sich selbst nicht allzu ernst, spielt mit seinem Image und genau das macht seine Figur so sympathisch. Diese Spielfreude überträgt sich erstaunlich schnell auf den Zuschauer und erinnert daran, warum Willis über Jahrzehnte zu den beliebtesten Actionstars gehörte.
Dass die Geschichte dabei kaum mit originellen Einfällen überrascht, fällt erstaunlich wenig ins Gewicht. Die Handlung dient letztlich nur als Vorwand, um eine schräge Situation nach der nächsten entstehen zu lassen. Nicht jeder Gag zündet, manche Kalauer landen sogar ziemlich unsanft. Doch der Film besitzt genügend Selbstironie, um genau daraus wieder seinen eigenen Charme zu entwickeln. Er weiß sehr genau, dass er keine hochklassige Krimikomödie ist – und versucht auch gar nicht erst, eine zu sein.
Ein weiterer Trumpf ist die Besetzung. Neben Bruce Willis sorgt vor allem John Goodman für jede Menge gute Momente. Es ist eine Freude, ihm zuzusehen, und nicht selten fühlt man sich an jene Rollen erinnert, mit denen er längst Kultstatus erreicht hat. Überhaupt lebt der Film davon, dass sich sein Ensemble sichtbar wohlfühlt und den lockeren Ton der Geschichte mitträgt.
Auch die Action erfüllt ihren Zweck. Verfolgungsjagden, Prügeleien und kleinere Schießereien sorgen dafür, dass das Tempo nie völlig verloren geht. Alles bleibt angenehm leichtfüßig und verzichtet glücklicherweise darauf, sich wichtiger zu nehmen, als es notwendig wäre. Once Upon a Time in Venice ist sicherlich kein Film, der mit seinem Drehbuch oder seiner Originalität große Preise gewinnen wird. Dafür schenkt er seinem Publikum etwas, das mindestens genauso viel wert sein kann: knapp zwei Stunden unkomplizierten Spaß mit einer großartig aufgelegten Besetzung, einem selbstironischen Bruce Willis und einer gehörigen Portion augenzwinkerndem Chaos. Manchmal reicht genau das vollkommen aus.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine klare Schärfe, ein heller Kontrast und ein solider Schwarzwert. Da kann man nicht meckern.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge erklingen leicht im Hintergrund, ansonsten ein sehr gutes und sauberes Hörvergnügen.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ein nettes Making of (16 Minuten) und eine Bildergalerie.
Abspann: Ab der Hälfte des Abspanns kommt noch eine klitzekleine Szene.
Zusätzliche Infos: Vermutlich wurde Bruce Willis hier bei der Skateboard-Nacktszene überwiegend gedoubelt. Was man ab und an erkennen kann. Oder etwa doch nicht? Darüber darf man gerne diskutieren.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 4260495763118
VÖ-Kauf: 04. Dezember 2017
www.ksmfilm.de