


Susan (Naomi Watts) arbeitet als Kellnerin in einem Diner, um als alleinerziehende Mutter ihre beiden Söhne versorgen zu können. Dabei unterstützt sie ihr hochbegabter Sohn Henry (Jaeden Lieberher) wo immer er kann: Er bewältigt den Alltag der Familie quasi im Alleingang und kümmert sich rührend um seinen kleinen Bruder Peter (Jacob Tremblay). Als Henry entdeckt, dass das Mädchen nebenan ein schreckliches Geheimnis hat, verfasst er einen tollkühnen Rettungsplan – doch für die Umsetzung braucht der Elfjährige die Hilfe seiner Mutter.
Originaltitel: The Book of Henry
Regie: Colin Trevorrow.
Drehbuch: Gregg Hurwitz.
Darsteller: Naomi Watts (King Kong), Jaeden Lieberher (ES), Jacob Tremblay (Raum), Lee Pace (The Fall), Sarah Silverman, Dean Norris, Maddie Ziegler.
Genre: Drama / Thriller
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 112 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch
Extras: Making of, Featurette.
Vertrieb: Universal Pictures Germany GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Film, der sich nicht entscheiden kann, was er eigentlich sein möchte, muss deshalb noch lange kein schlechter Film sein. The Book of Henry macht es seinem Publikum allerdings nicht gerade leicht. Drama, Thriller oder Krimi? Der Film wechselt die Tonlage so deutlich, dass man sich während des Sehens durchaus fragen darf, in welchem Genre man eigentlich gerade angekommen ist. Genau diese Unentschlossenheit war auch einer der Gründe, weshalb die Reaktionen zum Kinostart teilweise ausgesprochen vernichtend ausfielen. Ganz so hart würden wir das allerdings nicht beurteilen. Das eigentliche Problem liegt weniger darin, dass verschiedene Genres miteinander verbunden werden, sondern vielmehr darin, dass sie nicht wirklich miteinander harmonieren. Als Drama funktioniert The Book of Henry stellenweise durchaus gut, auch seine Thriller-Momente besitzen ihre Wirkung und selbst der kriminalistische Ansatz hat interessante Seiten. Nur zusammen entsteht daraus kein wirklich rundes Gesamtbild. Die einzelnen Bestandteile stehen eher nebeneinander, als dass sie zu einer überzeugenden Einheit verschmelzen. Auch die Geschichte selbst kann dieses ungewöhnliche Konstrukt nicht vollständig auffangen. Die Grundidee besitzt durchaus Potenzial, doch die Umsetzung hinterlässt immer wieder Fragezeichen. Manche Entwicklungen wirken zu konstruiert, andere emotional weniger wirkungsvoll, als sie vermutlich gedacht waren. Dadurch entsteht ein Film, der immer wieder interessante Ansätze zeigt, sie aber nicht konsequent genug miteinander verbindet.
Dann wäre da allerdings noch die Besetzung – und die ist schlicht erstklassig. Gerade die Darsteller sorgen dafür, dass man dem Film trotz seiner erzählerischen Schwächen immer wieder aufmerksam folgt. Sie geben den Figuren eine Glaubwürdigkeit und emotionale Präsenz, die das Drehbuch nicht immer aus eigener Kraft erzeugen kann. Wenn The Book of Henry seine stärkeren Momente erreicht, liegt das deshalb häufig auch an seinen Darstellern. Unterhaltsam im klassischen Sinne ist das Ergebnis sicherlich nicht. Dafür besitzt der Film zu viele schwere und teilweise sperrige Passagen. Trotzdem tauchen immer wieder einzelne Momente auf, die funktionieren und zeigen, was aus diesem ungewöhnlichen Konzept hätte werden können, wenn die verschiedenen Elemente stärker zusammengefunden hätten. The Book of Henry ist deshalb kein Meisterwerk und auch kein Film, bei dem jede Entscheidung aufgeht. Die harschen Reaktionen zum Kinostart sind aber ebenso wenig vollständig nachvollziehbar. Getrennt betrachtet funktionieren Drama, Thriller und Krimi durchaus auf ihre eigene Weise. Das Problem entsteht erst beim Zusammenspiel. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt einen ungewöhnlichen, stellenweise durchaus eindringlichen Film mit einer herausragenden Besetzung – und genau dafür lohnt sich die Sichtung definitiv.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine ausgezeichnet klare Schärfe mit sauberen Details, ein leicht dunkel gehaltener Kontrast und keine zu kräftigen Farben. Der Schwarzwert zeigt sich dabei satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Dialoge und Soundtrack präsentieren sich sauber und immer sehr klar. Der räumliche Klang hält sich etwas zurück, unterstreicht dennoch hervorragend die verschiedenen Stimmungen des Films.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Insgesamt 20 Minuten Blicke hinter die Kulissen mit Interviews.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Januar 2018
www.universal-pictures.de