


Die beiden Teenager Ethan und Sean haben sich ein perfides Experiment ausgedacht: Sie wollen ihren mürrischen alten Nachbarn Harold Grainey glauben machen, dass es in seinem Haus spukt. Mittels der heimlichen Installation moderner Technik können sie Harold nicht nur rund um die Uhr überwachen, sondern überdies verschiedene Vorfälle wie sich öffnende Türen oder flackernde Lampen auslösen. Die Streiche zeigen zwar allmählich ihre Wirkung, doch reagiert Harold anders als erhofft. Sind die beiden Jungs auf ein dunkles Geheimnis gestoßen, das nicht nur ihr Experiment, sondern auch ihre eigene Sicherheit gefährdet?
Originaltitel: The Good Nieghbor
Regie: Kasra Farahani.
Drehbuch: Mark Bianculli, Jeff Richard.
Darsteller: James Caan (Misery), Logan Miller (Scouts vs. Zombies), Keir Gilchrist (It Follows), Laura Innes (ER), Edwin Hodge, Anne Dudek, Bailey Noble, Lili Reinhart, Mindy Sterling.
Genre: Thriller / Drama
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 97 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: OFDb Filmworks / PLAION PICTURES
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Eigentlich spricht zunächst vieles dafür, dass The Good Neighbor ein richtig starker Thriller werden könnte. Der Film eröffnet mit interessanten Ideen, besitzt einen gut aufgebauten Spannungsbogen und vermeidet erfreulicherweise lange Zeit die üblichen, leicht vorhersehbaren Genremuster. Gerade das macht neugierig, denn man hat das Gefühl, hier könnte sich tatsächlich ein raffinierter Psychothriller entwickeln. Auch die Besetzung trägt ihren Teil dazu bei. Besonders James Caan verleiht dem Film jene Präsenz, die viele Szenen zusätzlich aufwertet. Seine Ausstrahlung sorgt dafür, dass selbst die ruhigeren Momente Gewicht bekommen und der Zuschauer ständig das Gefühl hat, hinter der Fassade könnte sich noch etwas Größeres verbergen. Die erste Stunde spielt dabei geschickt mit den Erwartungen. Mal fühlt sich der Film wie Das Fenster zum Hof an, dann blitzen Erinnerungen an Disturbia auf. Beobachtungen, Misstrauen und die Frage, was tatsächlich geschieht oder lediglich vermutet wird, erzeugen eine angenehm spannungsgeladene Atmosphäre. Genau daraus entwickelt sich ein eindringliches Spiel, das den Zuschauer immer tiefer in seine Geschichte hineinzieht. Doch ausgerechnet in den letzten dreißig Minuten schlägt der Film einen Weg ein, mit dem vermutlich die wenigsten rechnen. Plötzlich wird deutlich, dass The Good Neighbor gar kein Thriller im klassischen Hitchcock-Stil sein möchte. Stattdessen entwickelt sich die Geschichte zu einem Drama über einen fatalen Jungenstreich – und genau hier dürfte sich das Publikum spalten.
Das Problem besteht dabei nicht einmal darin, dass dieses Ende schlecht wäre. Vielmehr zerstört es für manche genau jene Erwartungen, die der Film zuvor selbst aufgebaut hat. Die Spannung, die sich über die erste Stunde so wirkungsvoll entwickelt, entlädt sich nicht auf die Weise, die man erwartet hat. Dadurch entsteht weniger Entsetzen als vielmehr Ernüchterung. Man erkennt, wohin der Film eigentlich wollte, fragt sich gleichzeitig aber, ob der eingeschlagene Weg wirklich der richtige gewesen ist. Trotzdem besitzt The Good Neighbor eine Qualität, die man ihm nicht absprechen kann. Er bleibt eindringlich, erzeugt einige wirklich spannende Momente und entscheidet sich bewusst gegen den einfachen Thrillerweg. Genau das macht ihn interessant – und gleichzeitig kontrovers. Denn während die einen den mutigen Richtungswechsel schätzen werden, dürften andere gerade darin die größte Enttäuschung des Films sehen. Am Ende bleibt ein ungewöhnlicher Genrevertreter mit guten Ansätzen, einer überzeugenden Besetzung und einer Geschichte, die deutlich anders endet, als sie zunächst begonnen hat. Genau deshalb wird über diesen Film wahrscheinlich länger diskutiert als über viele klassische Thriller, die sich von Anfang bis Ende strikt an ihre bekannten Regeln halten.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Film- und Camaufnahmen harmonisieren hier hervorragend, der Regisseur hat hier einige wirklich gute Wechseleinstellungen gemacht die alle eine gute Qualität abliefern. Klar gibt es hier Unterschiede aber insgesamt ist die Schärfe immer ausreichend klar und die Details fein ausgearbeitet. Und auch wenn der Schwarzwert sehr kräftig erscheint, der Kontrast hätte ruhig eine Nummer heller ausfallen können.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Allzu viele Soundgeräusche gibt es hier nicht. Die Wenigen präsentieren sich aber exzellent dynamisch. Ein eigentlich perfekter Klang, doch die Dialoge in der deutschen Tonfassung stehe oft sehr im Hintergrund, hier und da ist kaum etwas zu verstehen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Interviews und Trailer sind leider für solch einen Film etwas schwach!
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 4250899931220
VÖ-Kauf: 23. November 2017
www.ofdb.de/filmworks/