


Ein namenloses Paar (Javier Bardem und Jennifer Lawrence) lebt abgeschieden in einem malerischen Landhaus mitten im Nirgendwo. Er ist ein berühmter Dichter und quält sich gerade mit einer hartnäckigen Schreibblockade herum, während sie das einst abgebrannte Anwesen mit peniblem Eifer wieder aufbaut und einrichtet. Eines Tages steht ein Fan (Ed Harris) vor der Tür und verschafft sich unter einem Vorwand Einlass. Todkrank wollte er noch einmal sein Idol treffen, bevor er den Weg ins Jenseits antritt. Ihr passt das gar nicht, sie fühlt sich unwohl mit dem fremden Eindringling im Haus. Als dann plötzlich auch noch dessen renitente Frau (Michelle Pfeiffer) auf der Matte steht, ungefragt Ratschläge gibt und einen unerfüllten Kinderwunsch diagnostiziert, wird es ihr endgültig zu viel. Doch er, der Dichter, genießt die Aufmerksamkeit – bevor ein fürchterliches Unglück geschieht…
Originaltitel: mother!
Regie: Darren Aronofsky (Black Swan).
Drehbuch: Darren Aronofsky (The Fountain).
Darsteller: Jennifer Lawrence (Silver Linings), Javier Bardem (Das Meer in mir), Ed Harris (Apollo 13), Michelle Pfeiffer (Schatten der Wahrheit), Kristen Wiig (Ghostbusters), Domhnall Gleeson (Frank).
Genre: Thriller / Drama / Horror / Mystery
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 121 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, arabisch, chinesisch, dänisch, estnisch, finnisch, französisch, uvm.
Extras: Making-of, Featurette.
Vertrieb: Paramount / LEONINE.
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Kaum ein Film hat sein Publikum so gnadenlos herausgefordert wie mother!. Während die einen darin ein vielschichtiges Meisterwerk voller Symbole, Metaphern und religiöser Anspielungen sehen, sprechen die anderen von zwei Stunden filmgewordenem Wahnsinn. Selten lagen Begeisterung und völlige Ablehnung so dicht beieinander – und genau deshalb ist Darren Aronofskys Werk bis heute so faszinierend.
Man kann sich über die Geschichte streiten, über ihre Bedeutung, ihre Überfrachtung und darüber, ob Aronofsky seinem Publikum nicht irgendwann bewusst zu viel zumutet. Tatsächlich wirkt manches wie ein einziges Chaos aus Ideen, Symbolen und Provokationen, bei dem man sich fragt, ob hier gerade große Kunst entsteht oder einfach nur der größte Unsinn, der jemals auf Zelluloid gebannt wurde. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Und genau das macht mother! so außergewöhnlich.
Denn unabhängig davon, wie man den Film letztlich bewertet, entfaltet er eine Atmosphäre, die sich kaum beschreiben lässt. Mit jeder Minute wächst das beklemmende Gefühl, dass hier etwas gewaltig aus dem Ruder läuft. Was zunächst beinahe harmlos beginnt, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem Albtraum, der immer chaotischer, immer lauter und immer unangenehmer wird. Man möchte wegsehen – und kann es gleichzeitig nicht.
Hinzu kommt ein Ensemble, das sich mit beeindruckender Konsequenz in diesen Wahnsinn stürzt. Schauspielerisch gibt sich mother! keinerlei Blöße. Jede Figur trägt dazu bei, dass die eskalierende Situation glaubwürdig wirkt, selbst dann, wenn die Geschichte längst jede Grenze der Vernunft hinter sich gelassen hat.
Und dann kommt dieses Finale. Ein Schlussakt, der provoziert, verstört und Diskussionen geradezu herausfordert. Aronofsky scheint regelrecht Freude daran zu haben, sein Publikum bis an die Schmerzgrenze zu treiben. Man verlässt den Film nicht mit Antworten, sondern mit einem ganzen Bündel neuer Fragen.
Vielleicht ist genau das seine größte Qualität. mother! verlangt keine Zustimmung. Er fordert Reibung. Man darf ihn lieben, man darf ihn hassen – gleichgültig lässt er einen ganz sicher nicht. Und seien wir einmal ehrlich: Trotz all des vermeintlichen Wahnsinns und all der Momente, in denen man den Kopf schüttelt, bleibt man bis zur letzten Minute gefesselt. Allein das schaffen nur die wenigsten Filme.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Details sind wirklich ausgezeichnet, die präsentiert sich glasklar. Der Kontrast ist eine Spur zu dunkel ausgefallen, dadurch kommt aber der Schwarzwert sehr kräftig daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Eine hervorragende Soundabmischung, vielleicht der heimliche Star bei diesem Film? Aus jedem Winkel des Hauses sind Geräusche zu hören. Unheimlich aber auch überfordernd! Zudem sind die Dialoge sehr dynamisch.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Wegen der Laufzeit beider Specials vergeben wir gerade so 3 Sterne.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Januar 2018
www.leoninedistribution.com