


Kumail verdient sein Geld damit, andere zum Lachen zu bringen. Und in der Tat hat er viel Stoff zum Witze reißen: Zum Beispiel über seine Familie, die in Amerika lebt, als wäre sie noch in Pakistan, oder über die vielen potenziellen Ehefrauen, die ihm seine Mutter sorgfältig ausgewählt präsentiert. Nach einem seiner Auftritte lernt er die quirlige Frohnatur Emily kennen, die den gleichen Humor hat wie er. Obwohl beide anfangs auf ihrem Single-Dasein beharren, verfallen sie einander schließlich hoffnungslos. Doch Emily erfüllt nicht das wichtigste Kriterium, das Kumails Familie an seine Zukünftige stellt: Sie ist keine Pakistanerin. So steht Kumail bald vor der Frage, ob er auf seine Familie oder auf sein Herz hören soll.
Originaltitel: The Big Sick
Regie: Michael Showalter.
Drehbuch: Emily V. Gordon, Kumail Nanjiani.
Darsteller: Kumail Nanjiani (Fist Fight), Zoe Kazan (Ruby Sparks), Holly Hunter (Wachgeküsst), Ray Romano (Vinyl), Anupam Kher, Zenobia Shroff, Adeel Akhtar, Bo Burnham.
Genre: Komödie / Drama / Romantik
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 120 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Deleted Scenes; Interviews mit Cast & Crew; Featurettes; Trailer
Vertrieb: Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film).
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Zwischen zwei Menschen entscheidet sich manchmal alles in einem einzigen Gespräch. Kein großes Feuerwerk, keine übertriebene Romantik und auch kein künstlich erzeugtes Drama – einfach zwei Menschen, deren Chemie von der ersten Begegnung an stimmt. Genau dieses Gefühl trägt The Big Sick mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit durch seine gesamte Laufzeit und macht den Film zu weit mehr als einer gewöhnlichen romantischen Komödie. Regisseur Michael Showalter gelingt ein feinfühliger Balanceakt zwischen Romantik, Comedy und Drama, ohne dass sich eines dieser Elemente jemals in den Vordergrund drängt. Statt auf einfache Gags oder überzogene Gefühlsausbrüche zu setzen, entwickelt sich die Geschichte mit einer angenehmen Ruhe und Geduld. Gerade diese Gelassenheit verleiht dem Film seine besondere Wärme und sorgt dafür, dass jede emotionale Entwicklung glaubwürdig wirkt.
Einen entscheidenden Anteil daran haben das hervorragend geschriebene Drehbuch und die ausgezeichnete Besetzung. Von der ersten Minute an harmonieren die Figuren miteinander, Dialoge wirken lebendig und natürlich, während sich die Beziehungen zueinander ganz organisch entfalten. Nichts fühlt sich konstruiert oder aufgesetzt an. Vielmehr entsteht der Eindruck, echten Menschen zuzusehen, deren Höhen und Tiefen mitten aus dem Leben gegriffen wurden. Dabei beweist The Big Sick immer wieder ein feines Gespür für Humor. Die komischen Momente entstehen nicht durch Klamauk oder überdrehte Situationen, sondern entwickeln sich aus den Figuren selbst. Gerade deshalb funktionieren sie so hervorragend. Man lacht, weil sich vieles vertraut anfühlt und weil der Film seinen Charakteren erlaubt, einfach sie selbst zu sein. Dieses intelligente Gespür für Situationskomik macht den Film gleichermaßen charmant wie unterhaltsam. Doch genauso selbstverständlich schlägt The Big Sick auch ernstere Töne an. Ohne jemals melodramatisch zu werden, erzählt er von Liebe, Familie, kulturellen Unterschieden und den Herausforderungen des Lebens. Dabei verliert der Film nie seine Ehrlichkeit. Er bleibt authentisch, nachvollziehbar und berührt gerade deshalb umso stärker.
Vielleicht ist genau das seine größte Qualität. The Big Sick möchte weder besonders laut noch besonders spektakulär sein. Stattdessen vertraut der Film vollständig auf seine Geschichte, seine Figuren und die glaubwürdige Chemie zwischen ihnen. Das Ergebnis ist ebenso klug wie einfühlsam und beweist, dass große Gefühle oftmals gerade dann entstehen, wenn sie nicht künstlich herbeigeführt werden. Am Ende bleibt ein Film, der alles mitbringt, was gutes Kino ausmacht: Momente zum Lachen, Augenblicke zum Nachdenken, berührende Emotionen und ganz viel Herz. Intelligent geschrieben, hervorragend gespielt und mit einer wohltuenden Ruhe erzählt, entwickelt sich The Big Sick zu einem jener Filme, die einem noch lange nach dem Abspann ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein wunderschönes Filmerlebnis.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine natürliche Farbwiedergabe, ein heller Kontrast und eine mehr als klare Schärfe überzeugen. Obwohl der Schwarzwert hier kaum benötigt wird, zeigt sich dieser ordentlich kräftig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein auf die Dialoge ausgerichteter Ton mit einer sauberen Abmischung. Erklingt irgendwie mit einer authentischen Atmosphäre.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Einige Standardextras mit witzigen Stand-up-Comedy-Einlagen und netten Infos.
Abspann: Während des Abspanns werden Fotos vom echten Paar gezeigt.
Zusätzliche Infos: Das Drehbuch war 2018 für einen Oscar nominiert.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 23. März 2018
www.weltkino.de