


Tahiti, 1891. Der französische Künstler Paul Gauguin hat sich in sein selbsterwähltes Exil nach Französisch-Polynesien zurückgezogen. Er lässt sich vom Dschungel verschlucken, trotzt Einsamkeit, Hunger und Krankheit. Während seinen Erkundungstouren über die Insel trifft er auf die junge Eingeborene Tehura, die seine Muse und auch Modell seiner bekanntesten Gemälde werden wird. Als freier Mann in der Wildnis – fernab der Politik und Regeln eines zivilisierten Europas, entwickelt er einen neuen Stil des Malens.
Originaltitel: Gauguin – Voyage de Tahiti
Regie: Edouard Deluc.
Drehbuch: Edouard Deluc, Etienne Comar.
Darsteller: Vincent Cassel (Black Swan), Tuhei Adams, Malik Zidi, Pua-Tai Hikutini, Pernille Bergendorff, Marc Barbe, Paul Jeanson.
Land: Frankreich
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Featurettes: „Vincent Cassel ist Gauguin“; „Gauguins Leben und Malerei“; „Tahiti“; Trailer.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Maler, der seine Heimat hinter sich lässt, um irgendwo am anderen Ende der Welt Inspiration, Freiheit und vielleicht auch sich selbst zu finden – das klingt nach einem Stoff voller Leidenschaft, Sehnsucht und innerer Zerrissenheit. Umso erstaunlicher ist es, wie zurückhaltend Gauguin: Voyage to Tahiti letztlich wirkt. Während sich andere Verfilmungen des Lebens von Paul Gauguin stärker für den Künstler und sein Schaffen interessieren, richtet dieser Film seinen Blick vor allem auf die Zeit in Tahiti und auf die dort entstehende Liebesgeschichte. Das ist grundsätzlich ein interessanter Ansatz, denn gerade in dieser Lebensphase suchte Gauguin nach einem Gegenentwurf zu seinem bisherigen Dasein. Doch die Geschichte entwickelt daraus erstaunlich wenig.
Der Film beginnt unspektakulär, verläuft unspektakulär und endet beinahe genauso. Vieles wirkt wie eine Aneinanderreihung von Beobachtungen, ohne dass daraus eine wirkliche emotionale Bewegung entsteht. Man betrachtet die Figuren, die Landschaften und die Ereignisse – aber man fühlt sie nur selten. Dabei wäre gerade hier so viel Raum für große Emotionen gewesen. Für Sehnsucht. Für Leidenschaft. Für die Obsession eines Künstlers, der alles hinter sich lässt, um etwas Neues zu erschaffen. Stattdessen bleibt vieles merkwürdig distanziert. Visuell hingegen hat der Film durchaus seine Qualitäten. Die Aufnahmen der Natur und die Darstellung Tahitis besitzen eine beeindruckende Schönheit. Immer wieder entstehen Bilder, die man beinahe als lebende Gemälde bezeichnen könnte. Das Licht, die Farben und die Landschaften sorgen für Momente, in denen man versteht, warum Gauguin von diesem Ort fasziniert war.
Und natürlich steht mit Vincent Cassel ein Darsteller im Mittelpunkt, der selbst durchschnittlichen Szenen Gewicht verleihen kann. Seine Präsenz trägt den Film über viele Strecken hinweg und verhindert, dass das Geschehen vollständig an Bedeutung verliert. Doch selbst Cassel kann nicht ersetzen, was dem Film letztlich fehlt. Man erwartet bei einer Geschichte über Gauguin förmlich den Geruch frischer Farbe, das Gefühl eines Pinsels auf Leinwand, das Brennen kreativer Leidenschaft. Stattdessen bleibt vieles erstaunlich nüchtern und zurückhaltend. Die Bilder sind schön, die Atmosphäre ist vorhanden, doch die Seele des Künstlers scheint oft nur aus der Ferne sichtbar. So bleibt Gauguin – Voyage de Tahiti ein Film, der großartig aussieht, aber selten wirklich berührt. Die Natur entfaltet mehr Leidenschaft als die Geschichte selbst. Ein visuell reizvolles Künstlerporträt, dem ausgerechnet das fehlt, was man bei einem Film über Gauguin am meisten erwartet hätte: Leidenschaft.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Natürliche Farben, eine heller Kontrast, ein guter Schwarzwert und eine detailreiche und glasklare Schärfe. Hier steckt mehr Leidenschaft drin.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Weiche Klänge mit klar verständlichen Dialogen. Sehr sauber und stimmig abgemischt.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Standardextras inklusive, künstlerisch stimmig.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Der Maler Paul Gauguin (1848-1903) war einer der wichtigsten Wegbereiter des Expressionismus. Seine Südseebilder zeugen noch heute von seiner Sehnsucht nach dem Paradies, das er in der Exotik Tahitis gefunden zu haben glaubte.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 08. März 2018
www.studiocanal.de