


An der Grenze zwischen Mexico und Texas trifft die Ex-Prostituierte Perdita auf den durch geknallten Romeo Dolorosa. Eine animalische Liaison beginnt. Romeo führt ein wildes Leben jenseits aller Gesetze und Tabus und lebt von der Inszenierung makabrer Voodoo-Rituale. Der Auftrag, für Mafiaboss Santos eingefrorene Embryos in einem Truck nach Las Vegas zu transportieren, kommt wie gerufen. Vorher kidnappen die beiden noch ein amerikanisches Teenager-Paar, welches fortan der sadistischen Gewalt der beiden ausgesetzt ist. Für das Santeria-Ritual soll einer der beiden geopfert werden. Von Polizei und Mafia gejagt, kommt es in der entscheidenden Nacht zur Eskalation.
Originaltitel: Perdita Durango
Regie: Álex de la Iglesia.
Drehbuch: Barry Gifford.
Darsteller: Rosie Perez (2 Million Dollar Trinkgeld), Javier Bardem (Das Meer in mir), James Gandolfini (Mexican), Harley Cross (Das Ritual), Aimee Graham (From Dusk Till Dawn).
Genre: Action / Krimi / Horror / Romantik /Road-Trip
Land: USA / Mexico / Spanien
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 130 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Trailer, Originaltrailer, Storyboards.
Vertrieb: PLAION PICTURES / Black Hill Pictures
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Álex de la Iglesia macht keine Gefangenen. Perdita Durango wirft den Zuschauer ohne Vorwarnung in einen fiebrigen Albtraum aus Gewalt, Obsession, Sex und Wahnsinn. Grenzen existieren hier praktisch nicht. Alles wirkt schmutzig, exzessiv und vollkommen außer Kontrolle – und genau daraus entwickelt der Film seine eigenwillige Faszination.
Was zunächst wie reine Provokation erscheint, entpuppt sich schnell als kompromissloses Roadmovie mit erstaunlich vielen Facetten. Hinter der derben Oberfläche verbirgt sich ein Film, der weit mehr erzählt, als man beim ersten Ansehen überhaupt erfassen kann. Zahlreiche Details, Motive und kleine Nuancen offenbaren sich oft erst beim erneuten Blick auf dieses entfesselte Spektakel.
Der Härtegrad ist zweifellos nichts für zarte Gemüter. Gewalt und Sex werden mit einer Rücksichtslosigkeit inszeniert, die selbst heute noch überraschen kann. Dennoch erschöpft sich Perdita Durango nie in bloßer Effekthascherei. Zwischen all dem Chaos steckt ein ungewöhnlich selbstbewusst inszenierter Film, der seine kompromisslose Haltung bis zur letzten Minute durchzieht.
Erstaunlicherweise funktioniert sogar die deutsche Synchronisation ausgesprochen gut. Tatsächlich wirkt sie stellenweise noch stimmiger als die Originalfassung und verleiht den ohnehin exzentrischen Figuren eine zusätzliche Portion Ausdruckskraft.
Dance with the Devil – treffender lässt sich diese Reise kaum beschreiben. Wild, blutig, laut und völlig hemmungslos rast Perdita Durango durch seine eigene Welt und entwickelt dabei einen Kultcharakter, den man entweder begeistert annimmt oder konsequent ablehnt. Dazwischen gibt es kaum etwas.
Wer mit kompromisslosem Kultkino, schwarzem Humor und derben Grenzüberschreitungen nichts anfangen kann, sollte tatsächlich lieber einen großen Bogen darum machen. Alle anderen erwartet ein ebenso verstörender wie faszinierender Filmtrip, der sich jeder Konvention verweigert und gerade deshalb bis heute einzigartig geblieben ist.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Schöne Farbwiedergabe, ein guter Kontrast und eine fast durchgehend perfekt-ausreichend-klare Schärfe. Der Schwarzwert kommt solide daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Dynamik soweit die Ohren hören können. Nicht nur die Dialoge knallen sondern auch alle Actionszenen. Dabei erklingt dieser fast sauber, nur minimale Rauschgeräusche die man aber als Stilmittel bewerten kann.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist ziemlich fad.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4020628780234
VÖ-Kauf: 16. November 2017
www.blackhillpictures.de