


John Rambo (Sylvester Stallone) hat viele große Schlachten in seinem Leben geschlagen – nun soll endlich Schluss sein. Zurückgezogen lebt der Kriegsveteran inzwischen auf einer abgelegenen Farm in Arizona. Doch der einstige Elitekämpfer kommt nicht zur Ruhe. Als die Enkelin seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza) verschleppt wird, begibt sich Rambo auf eine Rettungsmission jenseits der amerikanischen Grenze nach Mexiko. Schon bald sieht er sich dort einem der mächtigsten und skrupellosesten Drogenkartelle gegenüber. Die vielen Jahre im Kampf mögen Rambo gezeichnet haben, aber sie haben ihn nicht weniger gefährlich gemacht.
Originaltitel: Rambo: Last Blood
Regie: Adrian Grunberg (Get the Gringo).
Drehbuch: Matthew Cirulnick, Sylvester Stallone.
Darsteller: Sylvester Stallone (Rocky), Paz Vega (Spanglish), Sergio Peris-Mencheta (Resident Evil: Afterlife), Adriana Barraza (Thor), Yvette Monreal (Monsoon), Óscar Jaenada.
Genre: Action / Abenteuer / Thriller
Land: USA / Spanien / Bulgarien
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Atmos, Dolby Atmos
Untertitel: deutsch.
Extras: Drawing Last Blood, From First note to last Blood, Trailer.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Es gibt Filmfiguren, die irgendwann von der Leinwand verschwinden. Und es gibt John Rambo. Einen Mann, der Generationen von Actionfans begleitet hat, der Kriege überlebt, ganze Armeen bekämpft und dabei selbst längst zu einer Legende geworden ist. Mit Rambo: Last Blood sollte diese Reise ihr endgültiges Ende finden. Ein Abschied, der nicht ohne Narben auskommt.
Regisseur Adrian Grunberg übernimmt die schwierige Aufgabe, eine der berühmtesten Actionreihen der Filmgeschichte zu einem Abschluss zu bringen. Produziert wurde der Film erneut unter maßgeblicher Beteiligung von Sylvester Stallone, der nicht nur vor der Kamera steht, sondern auch am Drehbuch mitschrieb und seiner ikonischen Figur ein letztes Kapitel widmen wollte. Neben Stallone gehören unter anderem Paz Vega, Yvette Monreal und Sergio Peris-Mencheta zur Besetzung, doch es besteht nie ein Zweifel daran, wer hier das Herzstück des Films bleibt.
Schon früh wird deutlich, dass Last Blood erzählerisch andere Wege einschlägt als seine Vorgänger. Das klassische Rambo-Gefühl stellt sich zunächst kaum ein. Über weite Strecken bewegt sich die Geschichte auf vorhersehbaren Bahnen und wirkt stellenweise beinahe wie ein rauer B-Movie-Thriller, der den Namen Rambo nur trägt, weil Stallone im Mittelpunkt steht. Gerade diese erste Hälfte besitzt nicht die Wucht und Intensität, die man von der Reihe gewohnt ist.
Dann kommt das Finale. Und plötzlich erinnert sich der Film daran, wer John Rambo eigentlich ist. Die letzten zwanzig Minuten sind ein entfesseltes Inferno. Brutal, kompromisslos und voller jener blutigen Old-School-Action, die diese Reihe über Jahrzehnte geprägt hat. Hier lässt Stallone noch einmal alles raus und beweist eindrucksvoll, weshalb Rambo bis heute zu den größten Actionikonen der Filmgeschichte zählt. Die Gewalt ist hart, direkt und angenehm altmodisch inszeniert. Daran ändern selbst die teilweise sichtbar billigen CGI-Effekte nur wenig. Denn wenn Pfeile fliegen, Fallen zuschnappen und der Krieg ein letztes Mal nach Hause kommt, übernimmt pures Actionkino die Kontrolle.
Gerade diese Mischung macht Last Blood so widersprüchlich. Einerseits versucht der Film, modernen Sehgewohnheiten entgegenzukommen, andererseits bleibt er seiner kompromisslosen Old-School-Mentalität erstaunlich treu. Zwischen klassischer Handarbeit, überzeichnetem Blutbad und zeitgemäßer Technik entsteht ein Finale, das den Fans genau das liefert, worauf sie gewartet haben.Natürlich zeigen sich auch Ermüdungserscheinungen. Das wäre nach so vielen Jahrzehnten beinahe unvermeidlich gewesen. Dennoch spürt man in jeder Szene, wie sehr Sylvester Stallone seine Figur noch einmal würdig verabschieden möchte. Er spielt Rambo nicht als unverwundbaren Helden, sondern als gezeichneten Mann, dessen Vergangenheit schwerer wiegt als jede Waffe, die er jemals getragen hat.
Und dann endet alles erstaunlich leise. Kein lauter Triumph. Kein großes Heldenepos. Nur ein Sonnenaufgang. Ein Blick zurück auf ein Leben voller Schmerz, Verluste und unzähliger Schlachten. Man sitzt da, lässt die Bilder Revue passieren und verabschiedet sich nicht nur von John Rambo, sondern zugleich von einer Action-Legende, die das Genre über Jahrzehnte geprägt hat. Vielleicht ist Rambo: Last Blood nicht der stärkste Teil der Reihe. Vielleicht erreicht er nie die Klasse seiner berühmtesten Vorgänger. Doch als emotionaler Abschiedsgruß an einen der größten Helden des Actionkinos besitzt dieser Film eine Kraft, die weit über seine Schwächen hinausgeht. Und allein dafür erhebt man sich am Ende respektvoll und verbeugt sich vor Sylvester Stallone – und vor John Rambo.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Farbstil ist gewöhnungsbedürftig. Abgesehen davon punktet das Bild mit feinen Details, stimmigen Kontrast, satten Schwarzwert und mit einer klaren Schärfe. Leider sieht man auch durch das gute HD-Bild die kleinen Schönheitsfehler des Films, das muss man leider in Kauf nehmen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die fette Action glänzt mit explosiver Dynamik, die Sounddetails gehen beim Getümmel nie unter, sehr fein abgestimmt. Die Dialoge bleiben zudem durchgehend klar verständlich.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Informatives Bonusmaterial mit Standard-Einblicken und dank seiner Gesamtlaufzeit zufrieden stellend.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Fünfter und letzter Teil der Reihe.
Wendecover: Nein! Keine Wendecover vorhanden.
EAN: 4061229100717
VÖ-Kauf: 31. Januar 2020.
www.leoninedistribution.com