

In einem post-apokalyptischen Amerika versteckt sich der ehemalige Soldat Winter tief in den Wäldern. Das Land wird von künstlicher Intelligenz regiert. Winter ist einer der letzten freien Männer, und eine Gefahr. Er hütet ein Geheimnis, das dem Regime gefährlich werden könnte. Nachdem eine brutale Eliteeinheit ihn aufspürt, beginnt ein mörderischer Guerilla-Krieg.
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Bereits die belanglose Einleitung von „Battleground: Der letzte Widerstand“ verrät ziemlich zuverlässig, wohin die Reise gehen wird: in eine Inszenierung, der offenbar selbst nicht ganz klar ist, warum sie überhaupt unterwegs ist. David Christopher Pitt liefert einen B-Actioner ab, der seine grundsätzlich interessante Ausgangsidee leider in einer derart schablonenhaften und seichten Umsetzung versanden lässt, dass schon nach kurzer Zeit jede Hoffnung auf einen spannenden Genrebeitrag verloren geht. Das Skript bleibt mangelhaft, die Nebendarsteller agieren auffallend steif und die billig wirkenden CGI-Effekte tragen ebenfalls nicht dazu bei, dem Geschehen mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Die erste Hälfte macht es dem Publikum besonders schwer, wach zu bleiben. Die Protagonisten laufen im Grunde ohne nennenswerten Hintergrund durch den Wald, während der Film konsequent auf Dialoge verzichtet. Dieses experimentelle Konzept ist auf dem Papier durchaus interessant. Ein weitgehend dialogfreier Einstieg kann funktionieren, wenn Bilder, Körpersprache, Atmosphäre und Inszenierung genügend erzählen. Hier entsteht allerdings eher der Eindruck, dass dem Film schlicht nichts eingefallen ist, was seine Figuren hätten sagen können. Ausgerechnet Donald Cerrone muss man zugutehalten, dass er mit seiner physischen Präsenz in dieser weitgehend stummen Rolle überraschend gut funktioniert. Er braucht nicht viele Worte, um zumindest eine gewisse Präsenz aufzubauen. Für den Rest der Inszenierung gilt das leider nicht. Die zweite Hälfte zieht das Tempo zwar etwas an, macht den Film dadurch aber nicht automatisch besser. Statt aus der zunächst ungewöhnlichen Ausgangslage Spannung zu entwickeln, wird der B-Actioner zunehmend langatmig und enttäuschend. Die ohnehin dünne Geschichte bietet kaum Figurenzeichnung oder dramaturgische Überraschungen, und auch die Action erreicht nicht jene Intensität, die notwendig wäre, um die vorherige Leere auszugleichen. Die Grundidee und das experimentelle Konzept hätten durchaus das Fundament für einen ungewöhnlichen Genrefilm bilden können. Was daraus gemacht wurde, wirkt jedoch über weite Strecken eher wie eine verpasste Gelegenheit. Die Sichtung selbst wurde schließlich zur eigenen Überlebensprüfung. Nach der ersten Hälfte mussten wir tatsächlich abbrechen, um nicht einzuschlafen. Nach einer Pause ging es mit der zweiten Hälfte weiter, damit wenigstens noch das Ende erreicht werden konnte. Alles, was einen Anfang hat, hat schließlich auch ein Ende – nur die Wurst hat zwei. Hier allerdings war ohnehin alles ziemlich wurstegal. Viel mehr lässt sich über einen Film, der sein Publikum bereits zur Halbzeit in die Pause schickt, eigentlich kaum sagen. Eine gewisse unfreiwillige Komik besitzt das Werk dann ausgerechnet dort, wo es noch einmal ernsthaft auf Action setzt. Die Mischung aus billigen Effekten, steifer Inszenierung und dem ohnehin schwachen Skript lässt das Geschehen stellenweise stärker nach B-Movie aussehen, als es vermutlich beabsichtigt war. Besonders schade ist das, weil der experimentelle Ansatz durchaus Mut erkennen lässt. Ein Film, der sich traut, lange Zeit fast vollständig auf Dialoge zu verzichten, hätte mit einer konsequenten visuellen Erzählweise etwas Eigenständiges schaffen können. Dafür hätte es allerdings auch eine Inszenierung gebraucht, die diese Stille mit Inhalt füllt. Im Film fällt der Satz: „Menschen die Nutzlos sind, sind entbehrlich.“ Dem kann man nach dieser Sichtung nur eine passende Gegenantwort entgegensetzen: Filme, die sich nicht einmal die Mühe machen, ihr Publikum zu unterhalten, sind ebenfalls entbehrlich. „Battleground: Der letzte Widerstand“ besitzt eine interessante Grundidee und mit Donald Cerrone zumindest einen Hauptdarsteller, der seine körperliche Präsenz sinnvoll einzusetzen weiß. Der Rest bleibt jedoch weit hinter den Möglichkeiten zurück. Ein B-Actioner, der nicht an fehlendem Budget allein scheitert, sondern vor allem daran, aus seinen vorhandenen Ideen viel zu wenig zu machen.
Das Bild präsentiert sich erfreulich sauber und lässt tatsächlich kaum ein Detail unter den Tisch fallen. Die Schärfe ist gestochen klar und bringt auch feinere Strukturen überzeugend zur Geltung. Der Kontrast zeigt sich hervorragend hell abgestimmt, ohne dabei künstlich zu wirken. Auch die Farben bewegen sich auf einem angenehm natürlichen Niveau und sorgen für einen stimmigen Gesamteindruck. Technisch gibt es hier wenig zu beanstanden: Das Bild ist klar, sauber und macht genau das, was es soll.
Bei den wenigen Dialogen kommt ohnehin nur wenig Ausdrucksstärke auf – warum sollte ausgerechnet der Ton dann plötzlich damit anfangen? Die Abmischung ist zwar sauber und dynamisch und liefert technisch durchaus eine ordentliche Vorstellung ab, einen ausgeprägten klanglichen Charakter besitzt sie allerdings nicht. Vieles bleibt eher funktional, wodurch sich die Tonspur zwar angenehm hören lässt, aber kaum eigene Akzente setzt. Sauber und dynamisch? Ja. Klanglich markant? Eher nicht.
Glück gehabt! Ist der Film schon nicht sonderlich interessant, braucht es wenigstens keine umfangreichen Hintergrundinformationen, die das Bonusmenü unnötig in die Länge ziehen. Hier beschränkt man sich auf das Wesentliche und liefert lediglich den Trailer zum Film. Mehr gibt es nicht – und vielleicht ist das in diesem Fall sogar die konsequenteste Entscheidung.