


Eine herzerwärmende und unterhaltsame Vater-Sohn-Story mit Clive Owen und Jung-Star Jaeden Lieberher, die zu Tränen rührt und trotzdem voller Witz ist. Der stille 8-jährige Anthony (Jaden Lieberher) lebt nach der Trennung bei seiner Mutter (Maria Bello) und ihrem Freund Kyle (Matthew Modine). Als die beiden alleine übers Wochenende wegfahren, parken sie den Jungen bei seinem chaotischen Vater Walt (Clive Owen). Der ist ein ziemlich netter Kerl, bekommt aber kaum Aufträge als Schreiner und trinkt deswegen schon mal einen über den Durst. Doch zum Glück für Anthony, der schon an seiner bevorstehenden Erstkommunion schwer zu tragen hat, ist für familiäre Spannungen keine Zeit. Ein geschrottetes Auto, die Zwangsräumung der heruntergekommenen Wohnung, der Diebstahl von Walts wertvoller Werkzeugsammlung und ein Meth-süchtiger Trockenbauer (Patton Oswalt) führt die beiden auf eine absurd-witzige Odyssee, bei der sie ihre tiefe, innere Verbundenheit entdecken.
Originaltitel: The Confirmation.
Regie: Bob Nelson.
Drehbuch: Bob Nelson.
Darsteller: Clive Owen (Inside Man), Maria Bello (Der Austen Buch Club), Jaeden Lieberher (ES), Stephen Tobolowsky, Glenn Beck, Spencer Drever, Tim Blake Nelson, Patrick Gilmore.
Genre: Drama.
Land: USA.
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1 MA, DTS-HD 5.1 MA
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: KSM Film GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Ein gestohlener Werkzeugkoffer klingt zunächst kaum nach dem Stoff, aus dem große Filme gemacht werden. Doch genau diese scheinbar banale Suche wird in The Confirmation zum Anlass für etwas viel Wichtigeres: Zwei Menschen verbringen Zeit miteinander, lernen sich neu kennen und entdecken ganz nebenbei, was Familie eigentlich bedeuten kann. Das Schönste an diesem kleinen Film ist seine Ehrlichkeit. Hier werden keine großen Reden geschwungen, keine künstlichen Tränen provoziert und keine übertriebenen Lektionen erteilt. Stattdessen entwickelt sich die Beziehung zwischen Vater und Sohn ganz natürlich – mit kleinen Gesten, gemeinsamen Erlebnissen und Momenten, die gerade deshalb berühren, weil sie sich so alltäglich anfühlen.
Die Suche nach dem verschwundenen Werkzeugkoffer wird dabei fast zur Nebensache. Viel wichtiger ist der Weg dorthin. Aus einem gewöhnlichen Wochenende entsteht ein stilles Abenteuer, bei dem sich beide Figuren Stück für Stück näherkommen, ohne dass der Film dies ständig betonen müsste. Gerade diese Zurückhaltung macht seine Wirkung aus. Regisseur Bob Nelson erzählt die Geschichte mit viel Gespür für zwischenmenschliche Nuancen. Humor entsteht aus den Situationen heraus und nie auf Kosten der Figuren. Ebenso verzichtet der Film konsequent auf sentimentalen Kitsch oder gefühlsduselige Dialoge. Alles wirkt angenehm bodenständig und lebensnah.
Auch die Besetzung trägt entscheidend dazu bei, dass diese kleine Geschichte so gut funktioniert. Die Figuren wirken glaubwürdig, ihre Gespräche besitzen eine angenehme Natürlichkeit und genau deshalb fällt es leicht, sie auf ihrem gemeinsamen Wochenende zu begleiten. Mein fast perfekter Vater möchte niemanden mit großen Wendungen oder spektakulären Ereignissen beeindrucken. Seine Stärke liegt vielmehr darin, aus den kleinen Dingen des Lebens etwas Besonderes zu machen. Ein Blick, ein Gespräch oder eine gemeinsam gelöste Aufgabe erzählen hier oft mehr als lange Monologe. Am Ende bleibt ein warmherziger Film, der zeigt, dass man manchmal gar nicht weit reisen muss, um sich näherzukommen. Ein Wochenende genügt – vorausgesetzt, man verbringt es miteinander. Ein wunderbarer Film für Väter und Söhne, aber ebenso für Mütter und alle anderen, die sich gerne an Geschichten erfreuen, deren größte Stärke ihre Menschlichkeit ist.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine natürliche Farbwiedergabe, dazu eine hervorragend klare Schärfe und ein heller Kontrast. Auch der Schwarzwert ist gut auch wenn dieser nur sehr wenig gefordert wird.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Hier stehen die Dialoge im Vordergrund und sind klar verständlich aber nicht zu kräftig. Ebenfalls ausgezeichnet stimmig ist der Soundtrack.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Trailer und Bildergalerie können leider nicht überzeugen.
Zusätzliche Infos: –
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Wendecover: Ja! Vorhanden.
VÖ-Kauf: 13. November 2017.
www.ksmfilm.de