

| Jedes Mitglied aus der Familie der 16-jährigen Justine ist Tierarzt und Vegetarier – und auch die Jugendliche will diese doppelte Tradition fortsetzen. Als die noch unbedarfte Schülerin allerdings an die Ausbildungsstätte für Tierärzte kommt, in der sie ihre weiterführende Bildung erlangen soll, trifft sie hier auf eine Welt der Dekadenz und Rücksichtslosigkeit.Trotzdem versucht Justine alle Rituale mitzumachen, um nicht den Anschluss zu verlieren und dazuzugehören. Auf das Drängen ihrer Schwester Alexia hin, lässt sie sich sogar dazu drängen, die Campus-Tradition zu vollziehen und eine rohe Kaninchenleber zu essen. Doch dieses ungewöhnliche Mahl löst eine Kette von unvorhergesehenen Konsequenzen aus, denn Justine entdeckt plötzlich einen ganz besonderen Hunger in sich: ein Verlangen nach rohem Menschenfleisch. | |
| Originaltitel: | Grave |
| Regie: | Julia Ducournau. |
| Drehbuch: | Julia Ducournau. |
| Darsteller: | Garance Marillier, Ella Rumpf, Rabah Nait Oufella, Laurent Lucas, Joana Preiss, Bouli Lanners, Marion Vernoux, Thomas Mustin, Marouan Iddoub. |
| Genre: | Thriller, Drama. |
| Land: | Belgien, Frankreich, Italien. |
| FSK: | 16 Jahre. |
| Laufzeit: | 99 Minuten. |
| Bildformat: | 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p) |
| Sprachen: | Deutsch, Französisch, Spanisch. |
| Tonsystem: | DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1 |
| Untertitel: | Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Französisch. |
| Extras: | Keine. |
| Vertrieb: | Universal Pictures Germany GmbH |
| Filmbewertung: | Die Geschichte besitzt zweifellos ihre Momente. Einzelne Szenen sind unangenehm, verstörend und durchaus eklig inszeniert. Gerade diese wenigen Augenblicke bleiben im Gedächtnis. Insgesamt entwickelt sich der Film jedoch wesentlich stärker zu einem ungewöhnlichen Drama als zu dem provokanten Horrorerlebnis, als das er häufig angekündigt wurde. Der Fleischverzehr dient dabei eher als Metapher denn als permanenter Schockeffekt. Seine größte Stärke entfaltet RAW zu Beginn. Solange vieles im Verborgenen liegt und die Geschichte ihre Geheimnisse noch nicht preisgibt, entsteht eine angenehm unheilvolle Spannung. Mit fortschreitender Laufzeit verliert sich dieses Gefühl jedoch zunehmend, wodurch der Film zwar interessant bleibt, seine anfängliche Faszination aber nicht vollständig bis zum Ende tragen kann. Handwerklich gibt es an Julia Ducournaus Inszenierung nur wenig auszusetzen. Die Atmosphäre sitzt, die Bildsprache besitzt eine eigene Handschrift und die Besetzung spielt überzeugend. Gerade deshalb fällt umso stärker auf, dass der Film weder die angekündigte Provokation noch den erhofften Schock wirklich ausreizt. Statt eines kompromisslosen Horrorfilms erhält man ein ruhiges, ungewöhnliches Charakterdrama mit Body-Horror-Elementen. RAW dürfte deshalb vor allem Zuschauer ansprechen, die psychologische Geschichten mit makabren Untertönen mögen. Wer hingegen den ultimativen Skandalfilm erwartet, könnte am Ende eher ernüchtert sein. Für echte Feinschmecker ist dieser Ausflug sicherlich nichts – als eigenwilliges, ungewöhnliches Filmerlebnis besitzt RAW jedoch durchaus seinen Reiz. |
| Bildbewertung: | |
| Tonqualität: | |
| Bonusbewertung: | 0 von 5 Sternen.Extras gibt es keine. |
| Gesamtbewertung: | – |
| Abspann: | Nö. Nach dem Abspann kommt nichts mehr. |
| Wendecover: | Ja. |
| VÖ-Kauf: | 26. Oktober 2017 |
| EAN: | – |
| Weitere Infos: | http://www.universal-pictures.de |
| Easter Eggs: | Keine. |