


Bei einem Bombenanschlag auf einen Grenzposten in den Beskiden, einer unwirtlichen Bergregion sowie Schleuser- und Schmugglerrevier an der polnisch-ukrainischen Grenze, sterben alle Mitglieder der Grenzschutzeinheit – mit Ausnahme des Soldaten Wiktor Rebrow. Als einziger Überlebender des Attentats ist er dringend tatverdächtig, obwohl seine Geliebte zu den getöteten Kameraden zählt. Verstört und alleine gelassen macht er sich auf, die Hintermänner und den Grund des Verbrechens aufzudecken. Die erste polnische HBO-Serie – auf einem Niveau mit skandinavischen Krimiserien wie „Die Brücke – Transit in den Tod“, „Lifjord – Der Freispruch “ und „Jordskott – Die Rache des Waldes“.
Episoden:
1. Anschlag
2. Rückkehr
3. Suche
4. Schlüssel
5. Falle
6. Abrechnung
Originaltitel: Wataha
Regie: Wiktor Piatkowski, Kasia Adamik, Michal Gazda, Jan P. Matuszynski.
Drehbuch: Kamil Chomiuk, Krzysztof Mackowski, Wiktor Piatkowski, Arthur Kowalewski.
Darsteller: Leszek Lichota, Andrezej Zielinski, Bartlomiej Topa, Maciej Mikolajczyk, Aleksandra Poplawska, Dagmara Bak, Jacek Beler.
Genre: Serie
Land: Polen.
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 274 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p24).
Sprachen: Deutsch, Polnisch.
Tonsystem: DTS-HD 2.0, DTS-HD 2.0
Untertitel: polnisch, englisch.
Extras: keine.
Vertrieb: RC Release Company GmbH / ZDF Enterprises GmbH
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Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
HBO Europe beweist mit „Wataha – Staffel 1“, dass packende Serienkost aus Polen durchaus mit den großen Produktionen aus den skandinavischen Ländern mithalten kann. Die sechs Folgen entwickeln eine düstere Atmosphäre, die von Beginn an spürbar ist und sich mit einer spannenden Krimigeschichte verbindet. Die Serie besitzt eine raue, kalte und teilweise bedrückende Ausstrahlung, die hervorragend zu ihrem Schauplatz und der erzählten Geschichte passt. Gerade diese Atmosphäre macht einen großen Teil der Faszination aus und verleiht der Produktion eine Qualität, die weit über einen gewöhnlichen Krimi hinausgeht. Krimi, Drama und Thriller greifen hier wirkungsvoll ineinander. Die Inszenierung bleibt über die gesamte erste Staffel auf einem konstant hohen Niveau, sodass keine der sechs Episoden deutlich abfällt. Jede Folge trägt ihren Teil zur Geschichte bei und hält die Spannung aufrecht. Die düstere Bildsprache unterstützt den Inhalt, ohne lediglich Selbstzweck zu sein, und schafft eine Stimmung, in der sich die Figuren ebenso verloren wie bedroht bewegen. Dadurch entsteht eine Intensität, die durchaus an skandinavische Krimiserien erinnert, ohne dass die polnische Herkunft der Produktion dabei verloren geht. Nicht alles, was die Serie auffährt, wäre allerdings notwendig gewesen. Vor allem die Gewalt nimmt stellenweise ein Ausmaß an, das nicht immer erforderlich erscheint. Die vielen Toten und die teilweise sehr drastischen Darstellungen wirken mitunter eher wie eine zusätzliche Verstärkung des ohnehin schon düsteren Grundtons. Die Geschichte hätte auch ohne diese Häufung an Gewalt genügend Möglichkeiten gehabt, Spannung und Bedrohung zu erzeugen. Weniger hätte hier durchaus mehr sein können, denn die Atmosphäre und die Handlung tragen die Serie bereits sehr überzeugend. Abseits dieser Übertreibungen funktioniert „Wataha“ erstaunlich gut. Die Geschichte besitzt genügend Wendungen und dramatische Situationen, um das Interesse über alle sechs Episoden hinweg aufrechtzuerhalten. Die Serie nimmt ihre Figuren und ihren Konflikt ernst und schafft es, aus der Kombination von Krimi, Drama und Thriller eine dichte Erzählung zu entwickeln. Die Inszenierung wirkt hochwertig und zeigt, dass polnische Serienproduktionen durchaus in einer Liga spielen können, die man lange Zeit vor allem mit skandinavischen Produktionen verbunden hat. Eine gewisse Verbesserung wäre dennoch möglich. Neben der teilweise übermäßigen Gewalt betrifft das vor allem die dramaturgische Gewichtung einzelner Elemente. Nicht jede Handlungsebene wirkt gleichermaßen notwendig, und gelegentlich entsteht der Eindruck, dass die Serie ihre ohnehin starke Atmosphäre noch zusätzlich mit dramatischen Mitteln unterstreichen möchte. Die Qualität der eigentlichen Geschichte hätte diese Verstärkung nicht immer gebraucht. Trotzdem bleibt das Niveau bemerkenswert konstant, was bei einer ersten Staffel mit nur sechs Folgen durchaus für die sorgfältige Inszenierung spricht. Etwas enttäuschend fällt allerdings der Abschluss der Staffel aus. Nach den sechs Episoden hätte man sich durchaus einen abgeschlossenen Fall gewünscht, anstatt die Geschichte mit einem offenen Ende stehen zu lassen. Ein Cliffhanger kann zwar Interesse an einer Fortsetzung erzeugen, hier hinterlässt er jedoch zunächst eher das Gefühl, dass ein Teil der Geschichte noch fehlt. Gerade weil die Staffel zuvor so konsequent aufgebaut wurde, wäre ein stärker abgeschlossener Abschluss befriedigender gewesen. Trotz dieser Kritikpunkte ist „Wataha – Staffel 1“ eine bemerkenswert starke polnische Serie. Sie ist hervorragend düster, spannend inszeniert und verbindet Krimi, Drama und Thriller auf einem ausgesprochen hohen Niveau. Die übermäßige Gewalt und das offene Ende verhindern zwar, dass die erste Staffel ihre vorhandenen Möglichkeiten vollständig ausschöpft, doch die sechs Folgen bewegen sich durchgehend auf einem konstant guten Level. Für eine polnische Produktion ist das absolut erstklassig und zeigt eindrucksvoll, dass sich „Wataha“ durchaus mit den großen skandinavischen Serien messen kann. Krimi, Drama und Thriller in nahezu perfekter Verbindung – mit einigen Ecken, an denen noch gearbeitet werden darf.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Stimmig passend düstere und kühl gehaltene Farben und Kontrast. Die Schärfe zeigt sich dabei ordentlich detailreich und klar. Der Schwarzwert könnte satter sein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Sehr dynamischer Klang bei allen Folgen, auch hier oft etwas zu viel und doch durchgehend mitreisend. Für eine Serie sehr gut.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Keine Extras vorhanden.
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 4042999129054
VÖ-Kauf: 06. Oktober 2017
www.splendid-entertainment.de