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Filme wie Silence entstehen nur noch selten. Martin Scorsese verzichtet auf jede Form einfacher Unterhaltung und fordert sein Publikum stattdessen mit einem Werk heraus, das Geduld verlangt, emotional belastet und lange nach dem Abspann nachhallt. Gerade darin liegt seine außergewöhnliche Stärke.
Mit Andrew Garfield, Adam Driver und Liam Neeson ist das Religionsdrama hervorragend besetzt. Doch nicht allein die Darsteller tragen dieses monumentale Historien-Epos. Es sind vor allem die gewaltigen Bilder und Scorseses präzise Inszenierung, die dem Film eine beinahe überwältigende Kraft verleihen. Jede Einstellung wirkt sorgfältig komponiert und unterstreicht die bedrückende Atmosphäre dieser Geschichte.
Silence entwickelt dabei eine Intensität, die gleichermaßen fesselt wie verstört. Das Leid, das sich durch den gesamten Film zieht, ist oftmals nur schwer zu ertragen und verlangt dem Zuschauer einiges ab. Gerade deshalb entfaltet das Drama eine solche Wucht. Es geht nicht darum, schnelle Antworten zu liefern, sondern den Zuschauer mit moralischen Fragen und menschlichen Abgründen zu konfrontieren.
Leichte Kost ist das keineswegs. Der Film besitzt etwas Herausforderndes und fordert die volle Aufmerksamkeit seines Publikums. Wer sich darauf einlässt und ihm die nötige Zeit schenkt, erlebt jedoch ein außergewöhnlich intensives Drama, das weit über ein gewöhnliches Historienwerk hinausgeht.
Vor allem erinnert Silence daran, was großes filmisches Handwerk ausmacht. Ohne Effekthascherei, ohne laute Übertreibungen und allein durch Regie, Bildsprache, Schauspiel und Atmosphäre erschafft Martin Scorsese ein Werk, das heute nur noch selten entsteht.
Ein meisterlich inszeniertes Monumentalepos mit brillanter Besetzung, eindringlichen Bildern und einer emotionalen Wucht, die man nicht einfach abschüttelt. Ein Film, den man gesehen haben muss. |
| Darsteller: |
Andrew Garfield (Boy A), Adam Driver (Paterson), Liam Neeson (Nell), Tadanobu Asano, Ciaran Hinds, Issei Ogata, Shin ya Tsukamoto, Yoshi Oida, Yosuke Kubozuka, Kaoru Endo, Diego Calderon. |